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16. März 2016 16:50 Uhr

Bundesverkehrswegeplan

Freiburger Politiker sehen jetzt realistische Chancen, den Stadttunnel zu verwirklichen

Als Erfolg für Freiburg und die Region haben die Bundestagsabgeordneten Gernot Erler und Kerstin Andreae die Einstufung des Stadttunnels in die höchste Priorität bezeichnet.

  1. „Wo ist der Champagner?“ wurde im Freiburger Gemeinderat gefragt, als der Verkehrswegeplan bekannt wurde. Foto: Christian Mller - Fotolia

"Erfreut und erleichtert" zeigte sich der SPD-Parlamentarier Gernot Erler in einer ersten Stellungnahme. Durch die vom Bundesverkehrsministerium am Mittwoch bekannt gegebene Einstufung in den sogenannten "vordringlichen Bedarf" habe das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 325,5 Millionen Euro die realistische Chance, tatsächlich in den nächsten 15 Jahren verwirklicht zu werden.

"Wo ist der Champagner?" Stadtrat Eckart Friebis, Grüne
"Der Bund hat hier die sinnvolle Priorisierung des Landes übernommen", sagte die grüne Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae. Sie hofft, dass das Freiburger Projekt die weiteren Hürden nimmt und auch im endgültigen Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. Andreae kritisierte erneut, dass die Veröffentlichung des Entwurfs bis nach den Landtagswahlen verzögert worden sei. Selbst Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) habe ihrem Kabinettskollegen Alexander Dobrindt (CDU) im Zusammenhang mit dem Verkehrswegeplan "Tricksereien", "Klüngelwirtschaft" sowie eine fehlende Berücksichtigung von Klima- und Umweltschutzanforderungen vorgehalten. Dass eine Ressortabstimmung offensichtlich noch nicht stattgefunden habe, passe zum bisherigen Vorgehen der Bundesregierung.

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Als BZ-Online die Nachricht vom Stadttunnel meldet, beginnt gerade die Sitzung des Bauausschusses des Freiburger Gemeinderats. Grünen-Stadtrat Eckart Friebis fragt sogleich: "Wo ist der Champagner?" Den gibt’s noch nicht, weil noch nichts Offizielles vorliegt, aber einen enorm erleichterten Baubürgermeister. "Das ist eine sehr sehr gute Nachricht für die Stadt Freiburg", sagt Martin Haag. "Das ist ein großer Gemeinschaftserfolg."

CDU-Fraktionschef Wendelin von Kageneck ist sogar euphorisch: "Ein neues Kapitel Stadtgeschichte kann nun geschrieben werden. Die Realisierung dieses Zukunftsprojekts ist ein Quantensprung für die Stadtentwicklung Freiburgs."

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Autor: mac