Start in die Vorarbeiten

Für Freiburgs neue Kinderklinik werden ab Freitag 89 Bäume gefällt

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Fr, 23. Februar 2018 um 16:58 Uhr

Freiburg

Die Vorarbeiten für den Bau der neuen Freiburger Kinder- und Jugendklinik haben begonnen. Ab Freitag werden insgesamt 89 Bäume gefällt.

Die Stadt Freiburg hat die Genehmigungen für Gebäudeabbruch und Baumfällungen erteilt, Baubürgermeister Martin Haag kam eigens vorbei, um sie zu übergeben. Jetzt beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den Bau der neuen Kinder- und Jugendklinik auf dem Gelände des Uniklinikums.

Die 89 Bäume werden durch 89 neue Bäume ersetzt

Ab dem heutigen Freitag werden 89 Bäume gefällt und vier Gebäude weggeräumt, um Platz zu machen für das 125-Millionen-Euro-Projekt. Es ist ein Riesenprojekt, eines der größten im Masterplan des Uniklinikums: Hinter der Frauenklinik, zwischen Neurozentrum und Strahlenklinik, entsteht für 125 Millionen Euro eine viergeschossige Kinder- und Jugendklinik. Und heute geht’s los.

Erstmal müssen 89 Bäume weichen, dafür werden später 89 neue auf dem Baufeld gepflanzt, sagt Karl-Heinz Bühler, Leiter des Uni-Bauamtes. Auch vier ehemalige Schwesternwohnhäuser sowie ein Containerbau werden abgerissen, darunter das Personalhaus Breisacher Straße 60a, in dem eine Abteilung der Klinik für Radiologie untergebracht ist und das noch keine zehn Jahre alt ist. Dort soll das neue Elternhaus entstehen, ein integraler Bestandteil der neuen Kinderklinik. "Es war klar, dass die Unterkunft der Radiologie keine dauerhafte Lösung war", so Bühler, die Abteilung werde hinüberziehen zu HNO- und Augenklinik. Bühler: "Bei dem großen Uniklinik-Gelände und unseren Ausbauplänen gibt es immer wieder Rochaden."

In der zweiten Jahreshälfte soll die Baugrube für den Neubau ausgehoben werden. "Das Gelände ist ideal", findet Charlotte Niemeyer, ärztliche Direktorin an der Kinderklinik und treibende Kraft hinter dem Neubau, "wir haben hier alles beieinander." Der Neubau sei angebunden an alle notwendigen Kliniken und über einen unterirdischen Gang sogar verbunden mit dem Neurozentrum. "Das rettet buchstäblich Leben", sagt Niemeyer. Die neue Kinder- und Jugendklinik sei "ein Quantensprung".

Ein wichtiger Bestandteil ist ein neues Elternhaus, in dem die Angehörigen krebskranker Kinder ein Zuhause auf Zeit finden. "Letztes Jahr hat eine Mutter zweieinhalb Jahre im Elternhaus gewohnt", erzählt Johannes Bitsch vom Förderverein krebskranke Kinder.
Die neue Kinderklinik

2012: Die geschäftsführende ärztliche Direktorin des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Charlotte Niemeyer, drängt auf einen Neubau, da die Kinderklinik an der Heiliggeiststraße zu klein, zu alt und marode ist.

2014: Die Fusion der Kinderabteilungen des St. Josefskrankenhauses mit der Uni-Kinderklinik unter dem Dach der Uniklinik wird beschlossen. 2016 wird Ute Spiekerkötter ärztliche Direktorin beider Kinderkliniken.

2016: Das österreichische Büro Health Team Vienna gewinnt den Architekturwettbewerb. Die Kinderklinik soll ein Gesundheitshaus für die Zukunft werden.

2017: Die Finanzierung der 125 Millionen Euro Kosten ist gesichert, der Bauantrag wird gestellt.

Februar 2018: Die vorbereitenden Arbeiten beginnen.