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24. November 2014

Ganter kombiniert Brauereiführung mit Schauspiel und Buffet

Auf dem Ganter-Gelände sorgt "Hopfen und Totschlag" für ein Spektakel mit Brauereiführung, Schauspiel, Buffet und Bier.

  1. Erschrecken bei „Putzfrau“ Annette Dressel (li.), als sie die Leiche des toten Brauers (Anne Grießer) zwischen den Gärtanks entdeckt – Teil des Spektakels „Hopfen und Totschlag“. Foto: Rita Eggstein

Ein eiskalter Novemberabend, das dunkle und weite Gelände der Brauerei Ganter wirkt menschenleer. Plötzlich durchschneidet ein Aufschrei die Stille der Nacht: "Oh mein Gott, da liegt eine Leiche!". Neugieriges Gewusel, eine kleine Menschenmenge sammelt sich in gebührendem Abstand um einen scheinbar leblosen Körper hinter den Gärtanks, rückt dem Tatort langsam näher. Die Premiere von Ganters schaurig-schönem Bier-Krimi-Dinner unter dem Motto: "Hopfen und Totschlag", beginnt so, wie es der Titel verspricht, mit einem Mord – geschrieben und inszeniert von den Schauspielerinnen Anne Grießer und Annette Dressel.

Putzfrau Else (Annette Dressel) eilt über den Hof und schickt die Schaulustigen in das alte Kesselhaus der Brauerei, schließlich sollen keine Spuren für die Polizei verwischt werden und alle Anwesenden müssen sich für Vernehmungen bereithalten. Der "Schrecken" der Gäste sitzt so tief, dass sie sich mit Antipasti, Cordon bleu und einem kühlen, frischen Bier erst einmal stärken müssen, bevor es an die Aufklärung des Mordes geht. Angestrahlt in Rot und Blau, wird der rüde Charme des alten Kesselhauses, das zuletzt 1996 in Betrieb war, ins rechte, weil schummrige Licht gesetzt. Gespeist wird an Tischen zwischen den alten Maschinen und Treppenaufgängen, während im Hintergrund Jazzmusik ertönt.

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Mit Hilfe von Parapsychologin Paula Schäuble (Anne Grießer), der schönen Liesel (Annette Dressel), und dem Thekenwirt (Christian Thoma) wird versucht den Kriminalfall aufzuklären. Immer neue Abgründe des "Mordfalls" tun sich auf, in immer neue Verstrickungen geraten die Beteiligten. Ein per Videosequenz eingespielter ungeklärter Mord an einem jungen Brauer (Moritz Schmitz) im Jahr 1972 auf dem Gelände der Brauerei wird auch für das "Verbrechen" an diesem Abend von großer Bedeutung.

Beim Spektakel wird den Zuschauern alles geboten, was eine spannende, lebendige, zuweilen aber auch komische Handlung ausmacht: Gewalt und Mord, ein Gitarre spielender singender Geist, eine trunkene Psychologin und nicht zuletzt das Elend einer unerfüllten Liebe. Kleine Videosequenzen sind in das Schauspiel eingebaut. Komisch wird’s am Premierenabend, wenn der vor 40 Jahren ermordete Brauer plötzlich leibhaftig unter den geladenen Gästen sitzt, sich bei Videoausschnitten erkennt und vor Scham seinen Schal vors Gesicht zieht. Die Lacher auf seiner Seite hat Christian Thomas als Kneipier, wenn er Probleme, die Videos per Fernbedienung zu starten, mit "Geister und Technik" kommentiert.

Die rund 30 Premierengäste sind sich einig: "Das war ein super Abend", meint Karin Trescher (46). "Das ist einfach mal was anderes", kommentiert sie die Kombination aus Brauereiführung, Schauspiel, Buffet und Bier. Auch der jüngste Gast des Abends, Fabio Schwehr (10), ist begeistert: "So doll fürchterlich war es gar nicht, am allerbesten war die Action zum Schluss."

Tickets für Ganters Bier-Krimi unter Tel. 0761 / 21 85 600. Nächste Termine: 3. Dezember, 21. Januar, 25. Februar und 25. März.

Autor: Nina Witwicki