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25. Juni 2010
Großes Interesse an Endrunden
Beim "Dies Universitatis" ehrt die Universität verdiente Kräfte / Neue Schwerpunkte neben Wissenschaft und Forschung.
Während draußen das Fußballfieber grassierte, ehrte drinnen beim "Dies Universitatis" die Universität in Würde eine Reihe von Persönlichkeiten, von denen sie sich in besonderer Weise unterstützt und vorangebracht sieht. Vor eher mäßig besetzten Stuhlreihen begrüßte Rektor Hans-Jochen Schiewer am Mittwochabend in der Aula die Gäste aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Und parierte die unglückliche Terminkollision mit Schlagfertigkeit: "Unser Interesse ist mehr auf Endrunden als auf Vorrunden gerichtet."
Dabei hatte er vermutlich nicht nur die Fußball-WM, sondern auch die eigenen Exzellenzerfolge im Blick, an denen die Geehrten einen Anteil haben.Längst stehen dabei nicht mehr allein Wissenschaft und Forschung im Mittelpunkt. Die Universität hat als weitere Schwerpunkte Studium und Lehre sowie die Gleichstellung entdeckt. Da passte es gut, dass mit Anne-Kathrin Deutrich erstmals eine Frau zur Ehrensenatorin ernannt wurde und dem "Kreis der Herren Ehrensenatoren" (Deutrich) damit eine weibliche Komponente hinzugefügt wurde. Die ehemalige Vorstandssprecherin der Sick AG und Aufsichtsratsvorsitzende der Testo AG ist laut Schiewer ein Vorbild, das zeigt, "wie erfolgreich Frauen Karriere machen können". Als Mitglied des Universitätsrats habe sie die "strategische Entwicklung der Universität begleitet", sich für die Universitätsstiftung engagiert und ihre Kontakte eingebracht zum Aufbau der technischen Fakultät.
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Was einst als "Frauenförderplan" begann, hat sich mittlerweile zu einem vom Rektorat gesteuerten Gleichstellungskonzept gemausert, das die Vielfalt fördert und Anerkennung findet bei einer Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Professorin Ingeborg Villinger hat sich nach Auffassung der Universität als langjährige Gleichstellungsbeauftragte mit einer Reihe von Initiativen darum verdient gemacht und wurde dafür mit der Universitätsmedaille ausgezeichnet.
Pionierarbeit geleistet hat im Bereich der Forstwissenschaften mit Siegfried Lewark auch ein Mann. Dafür gab es den Bertha-Ottenstein-Preis. Besonderen Dank erfuhren Sibylle Bouvier-Yücel und Dirk Niethammer für ihr gleichstellungspolitisches Engagement bei Forst- und Umweltwissenschaften.
Ebenfalls mit der Universitätsmedaille ausgezeichnet wurden der ehemalige Ministerialdirigent im Wissenschaftsministerium, Hans-Jürgen Müller-Arens, sowie Reinhard Grunwald, ehemaliger DFG-Generalsekretär, der als "einer der einflussreichsten Wissenschaftsmanager" dem Universitätsrat angehörte.
Erstmals verliehen wurde der Instructional Design Award, kurz IDA genannt, für exzellente Lehrentwicklungskonzepte. Sie sind nicht mit herkömmlichen Lehrpreisen zu verwechseln, sondern liefern Ideen für Zukunftskonzepte der Universität. Dafür gibt es sogar Geld, nämlich insgesamt 210000 Euro für die Professoren Siegfried Fink, Matthias Nückles, Wolfgang Hochbruck und Hans-Dieter Hofmann sowie für Götz Fabry. Dass auch Studierende mit ihrer "unermüdlichen universitären Gremienarbeit fernab von Bildungsstreiks" zum Gedeihen der Universität beitragen, fand Anerkennung im von der Techniker-Krankenkasse verliehenen Unikosmos-Gremien-Award, der Stipendien oder Fortbildungen beinhaltet. Lisa Schindler vom Asta-Vorstand nahm ihn stellvertretend für 36 studentische Gremienmitglieder entgegen.
Autor: Anita Rüffer
