Tag der offenen Tür

Hunderte besichtigen Notunterkunft in der Stadthalle

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Sa, 05. Dezember 2015 um 12:54 Uhr

Freiburg

Großes Interesse der Freiburger an der neuen Notunterkunft für Flüchtlinge: Rund 800 Menschen besichtigten bei einem Tag der offenen Tür die neue städtische Notunterkunft in der Stadthalle.

Ab 17. Dezember werden dort bis zu 413 Flüchtlinge vorläufig untergebracht. "Das ist deutlich mehr als ein Notquartier", sagte Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach am Samstagmorgen bei einem Presserundgang. Es gebe in diesem Bereich momentan nichts Besseres in Baden-Württemberg. Einen Millionenbetrag – nach BZ-Informationen drei Millionen Euro – kostete der Umbau der ehemaligen Stadthalle, die bis Juli sieben Jahre lang als Ausweichquartier der Unibibliothek gedient hatte.

Innerhalb von zwei Monaten hat die Stadt aufwändig in die Halle auf vier Ebenen insgesamt 105 geschlossene Kabinen für zwei bis sechs Personen gebaut, außerdem sanitäre Anlagen und in der ehemaligen Cafeteria des Studierendenwerks eine Kantine, wo drei mal täglich ein Caterer das Essen anliefert und ausgibt.

Komplett betreut wird die neue Notunterkunft vom Deutschen Roten Kreuz, welches 9,2 Vollzeitstellen bereitstellen wird. Die Notunterkunft in der Stadthalle ist nach der Tuniberghalle, der Waltershofener Straße 21 und der Lörracher Straße 45 die vierte städtische Notunterkunft in Freiburg. Eine fünfte wird derzeit in Form von zwei Zelthallen am Mundenhof für 350 Menschen errichtet. Nach deren Fertigstellung stellt die Stadt rund 1000 Notunterkunftsplätze zur Verfügung. In diesen sollen Flüchtlinge unterkommen, bis in Wohnungen und Wohnheimen Plätze frei werden. Derzeit leben in Freiburg rund 4000 Flüchtlinge. Nach derzeitigem Stand bekommt die Stadt Freiburg die Umbaukosten der Stadthalle in vollem Umfang vom Land erstattet.

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