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03. März 2014 09:16 Uhr

Abfallentsorgung

Illegale Altkleidercontainer werden wieder zahlreicher

Illegal aufgestellte Altkleidercontainer bleiben ein Problem in Freiburg. "Wir stellen das momentan im ganzen Stadtgebiet fest", sagt Michael Broglin, Chef der Freiburger Abfallwirtschaft ASF.

  1. Altkleider gehören nur in solche tannengrünen Container. Foto: Kunz

In der Hindenburgstraße (Oberau) und im Elefantenweg (Mooswald) haben seine Mitarbeiter solche Container bereits entdeckt. Er empfiehlt: "Nichts reinschmeißen, wenn es kein tannengrüner Altkleidercontainer ist." Sonst ist die Gefahr groß, dass die Altkleider verkauft werden und der Erlös dann in die Taschen irgendwelcher Leute wandert.

Seit kurzem lassen sich die "richtigen" Container gut erkennen, nämlich die, von denen gemeinnützige Organisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser oder Diakonie profitieren. Die Stadtverwaltung hat die Altkleidersammlung umorganisiert: Mit 220 grünen Altkleidercontainern in allen Stadtteilen übernimmt die ASF Sammlung und Verkauf, die gemeinnützigen Organisationen erhalten den Gewinn (die BZ berichtete).

Wer Container aufstellen will, braucht eine Genehmigung der Stadtverwaltung und muss je nach Größe 20 oder 40 Euro im Jahr bezahlen. Um genehmigte Container kümmert sich dann die ASF. Manche Geschäftemacher schert das allerdings nicht: Sie stellen ihre Container – meist schmucklos oder beschriftet mit Namen von Phantasieorganisationen – selbst irgendwo auf für Altkleiderspenden. Ein lukratives Geschäft: Etwa 400 Euro pro Tonne kann man damit erzielen.

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Wenn ASF-Mitarbeiter solche illegalen Container bemerken, melden sie es der Stadtverwaltung. Die allerdings kann die Container nicht einfach wegschaffen lassen. "Uns sind die Hände gebunden", sagt Broglin. Nur wenn sie den Verkehr gefährden, können sie sofort abgeräumt werden. Ansonsten muss die Stadtverwaltung die Eigentümer ermitteln – das kann unter Umständen dauern – und ihnen ein Bußgeld von 150 bis 200 Euro Strafe androhen. Manchmal passiert es, dass die Container dann 100 Meter weiter aufgestellt werden und das Spielchen von neuem beginnt. Erst wenn das alles nichts fruchtet, können die illegalen Container im dritten Schritt fortgeschafft werden. Wer sichergehen will, dass der Erlös aus seiner Altkleiderspende seriös weitergegeben wird, sollte sich an die tannengrünen Altkleidercontainer der ASF halten, die meistens neben den ebenfalls grünen Glascontainern stehen.

Autor: Simone Lutz