Jagd mit einem Rekordergebnis

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 10. Januar 2014

Freiburg

Wildbestand soll reduziert werden, da sonst der Wald Schaden nehmen würde.

FREIBURG (BZ). Vom Rekordergebnis bei einer vom städtischen Forstamt organisierten Drückjagd in den Revieren Günterstal und Kappel berichtet das städtische Presseamt. Insgesamt seien 42 Rehe und Wildschweine erlegt worden, um den Wildbestand im Gebiet Bohrer, Brombergsattel, Kybfelsen, Sternwald und Kappler Wald wirkungsvoll zu reduzieren. 60 Jäger, 30 Hunde und viele Treiber seien dabei im Einsatz gewesen. Solche Jagden seien nötig, um den Wald dauerhaft zu schützen, so Forstamtsleiter Hans Burgbacher. "Unsere Aufgabe ist die Schadenminimierung. Das erreichen wir, indem wir das Wald-Wild-Verhältnis im Gleichgewicht halten. Mit solchen Drückjagden können wir ohne permanenten Stress und Jagddruck in kurzer Zeit wirkungsvoll in den Bestand eingreifen", sagt Burgbacher. Bei einer Drückjagd werde das Wild durch Treiber und Hunde in Bewegung gebracht. Jagdhunde seien dabei unverzichtbare Helfer, denn an Menschen seien die Wildtiere im stark frequentierten Stadtwald gewöhnt. Bei einer Einzeljagd hingegen müssten die Jägerinnen und Jäger oft bis zu zehn Mal stundenlang auf einem Hochsitz ausharren, um überhaupt ein Stück Wild zur Strecke zu bringen. Würden Reh und Wildschwein nicht in ihrem Bestand reduziert, könnten sich die natürlich vorkommenden Baumarten nicht mehr ausreichend verjüngen, argumentiert das Forstamt. Auch auf Grünland und Ackerflächen drohten dann teils gravierende Schäden. Im vergangenen Jahr sind in Freiburg auf einer Fläche von rund 11 000 Hektar Wald und Feld 165 Rehe (1,6 je 100 Hektar) und 116 Wildschweine (1,1 je 100 Hektar) erlegt worden.