Nächtlicher Übergriff

Junge Männer begrapschen 15-Jährige unweit des Schwarzwaldstadions

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Di, 11. Oktober 2016 um 09:53 Uhr

Freiburg

Ein zweites Mädchen ist vor rund eineinhalb Wochen an der Dreisam sexuell belästigt worden: eine 15-Jährige wurde unweit des Schwarzwaldstadions von einer Gruppe junger Männer umzingelt.

Der sexuell motivierte Angriff auf ein 13-jähriges Mädchen am 30. September an der Dreisam war nicht der einzige seiner Art. Wie die BZ von einem Vater erfuhr, wurde in der selben Freitagnacht ganz in der Nähe auch die 15-jährige Freundin seiner Tochter begrapscht. Die Täter müssen andere gewesen sein.

Sicherheitsleute des Stadions kamen dem Mädchen zu Hilfe

Wie berichtet, hatten drei 16-jährige Jungs das betrunkene Mädchen in der vorvergangenen Woche sexuell belästigt. Etwa 20 Minuten später, gegen 23 Uhr, soll auch ein 15 Jahre altes Mädchen ganz in der Nähe beim Schwarzwaldstadion eingekreist, begrapscht und verbal sexuell belästigt worden sein. Die 15-Jährige war nach einer Party an der Dreisam mit drei gleichaltrigen Freundinnen auf dem Heimweg. Sie entfernte sich offenbar kurz von der Gruppe und ging ein Stück des Weges zurück, um jemanden zu suchen, als sie von einer Gruppe von acht bis zehn jungen Männern umzingelt und angegangen worden sein soll. Sie sollen zwischen 15 und 18 Jahre alt sein.

Sicherheitsleute, die in der Nacht vor dem Heimspiel das Stadion bewachen, kamen dem Mädchen zu Hilfe. Die Jugendlichen, von denen zwei zuvor offenbar auch versucht hatten, über den Zaun ins Stadion einzudringen, flüchteten. Bei der Gruppe handelte es sich laut dem Vater eines der vier Mädchen mutmaßlich um Männer nordafrikanischer Herkunft.

Ermittlungen haben erst begonnen

Laut Polizei hatten sie dunkle Haare, einen dunklen Teint und trugen alle Jogginghosen. Die Polizei spricht derzeit von einer "Beleidigung auf sexueller Grundlage". Zehn Tage nach dem Vorfall sind die Ermittlungen noch am Anfang. Unter anderem stehe eine weitere Vernehmung der Mädchen noch aus. Erst dann könne man sagen, ob und um was für eine Art sexuellen Übergriffs es sich handelt, so Polizeisprecherin Laura Riske. Der Vater sagte gegenüber der BZ: "Ich habe das Gefühl, die Mädchen haben wahnsinnig Glück gehabt."

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