"Junges Freiburg" will wieder in den Gemeinderat

Christian Engel

Von Christian Engel

Mi, 26. März 2014

Freiburg

Viele Schüler und Abiturienten stehen auf der Kandidatenliste / Noch fehlen 250 Unterschriften für die Zulassung zur Wahl.

Die Wählervereinigung "Junges Freiburg" hat am Sonntagabend ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahlen im Mai vorgestellt. Die Spitzenkandidaten Lukas Mörchen, Sergio Schmidt und Michael Wegert wollen offensiv in den Wahlkampf gehen. Zuerst einmal müssen aber noch Unterschriften gesammelt werden.

Die Kandidatenliste der Wählervereinigung "Junges Freiburg" ist voll von Schülerinnen und Schülern, Abiturienten und Abiturientinnen sowie Studierenden. Unter den 48 Kandidatinnen und Kandidaten, die am Sonntag bei der Mitgliederversammlung im Rekordtempo von 18 Minuten und drei Sekunden vorgestellt und von den Wahlberechtigten abgesegnet wurden, befinden sich außerdem Musiker, Azubis, Krankenpfleger und Arbeitssuchende. Jede Menge jugendlichen Elan und Optimismus verspricht die Liste. "Junges Freiburg" will nach eigener Aussage "angreifen" und um Stimmen kämpfen.

Nachdem sich der Verein 2012 nach 13 Jahren im Gemeinderat wegen Uneinigkeit und zahlreichen Abgängen aufgelöst hatte, gründete er sich im vergangenen Monat neu. Die Themen klingen nach denen der Vorgänger. "Junges Freiburg" gehe es, wie auch schon der Name ein wenig andeutet, um die Jugend in Freiburg. "Wir wollen Freiräume für junge Menschen schaffen", sagt Sergio Schmidt, Vorstandsmitglied, Gründungsvater und einer der drei Spitzenkandidaten. Damit sind Aufenthaltsbereiche, Sportplätze und auch Skateparks gemeint, für deren Instandhaltung oder Neubau sich der Verein einsetzen will.

Auch in einem neu zu planenden Stadtteil will die Vereinigung "ein Wörtchen mitreden", wie Schmidt erklärte, und Ideen einbringen. Des Weiteren will sich "Junges Freiburg" im Bereich Kultur und Bildung einsetzen. Sie fordern eine Förderung alternativer Sportarten wie beispielsweise "Slacklining", wollen sich für Schulsanierungen engagieren und um mehr Wohnraum für junge Menschen kämpfen.

Diese Themen, ebenso wie auch die Diskussion um den Kommunalen Ordnungsdienst, gegen den die Wählervereinigung gemeinsam mit anderen Jugendparteien gestern zwischen Augustinerplatz und Rathaus demonstriert hat, liegen den Spitzenkandidaten und -kandidatinnen sowie dem gesamten Verein sehr am Herzen. "Wir haben schon ein paar Dinge für den Wahlkampf geplant", sagt Lukas Mörchen, der als Nummer 1 auf der Liste die heiße Phase einleitet. Am kommenden Samstag will "Junges Freiburg" einen Stand in der Stadtmitte aufbauen, wo es sich den Bürgerinnen und Bürgern präsentieren und mit ihnen ins Gespräch kommen will.

Zunächst muss der Verein aber noch 250 Unterschriften sammeln, damit seine Liste zur Kommunalwahl im Mai zugelassen wird. Aber das, so sagt Vorstand und dritter Spitzenkandidat Michael Wegert, sei gar kein Problem.