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12. November 2009
Kaufen, nicht verkaufen ist die Devise
Die Bürgerinitiative "Wohnen ist Menschenrecht" will mehr Wohnungen für die Stadtbau
Heute vor drei Jahren lehnten die Freiburgerinnen und Freiburger per Bürgerentscheid den Verkauf der Stadtbau-Wohnungen ab. Grund genug für die Bürgeriniatiative "Wohnen ist Menschenrecht" (WIM), an den Bürgerentscheid und seine Folgen zu erinnern – zumal nach drei Jahren die Bindungsfrist abläuft, theoretisch also die Wohnungen wieder verkauft werden könnten.
Doch "über einen Verkauf wird nicht mehr diskutiert in der Stadt", meint WIM-Mitglied Hendrijk Guzzoni. Im Gegenteil: Nach Ansicht der Bürgerinitiative gilt das Wohnungsbauunternehmen Stadtbau der Stadt inzwischen als "Allzweckwaffe" für Modellprojekte aller Art wie das Passivhochhaus in Weingarten oder die Bebauung des Geländes M1 in Vauban. WIM möchte nun mit zwei Vorschlägen eine öffentliche Diskussion um die Zukunft der Stadtbau befeuern.
Erstens solle die Stadtbau die 1303 Wohnungen, die seit der Jahrtausendwende verkauft wurden, zurückerwerben. Zuvor könnten die Mieterinnen und Mieter der betroffenen Wohnungen befragt werden, was sie von dieser Idee halten. Genauere Zahlen über die damaligen Kaufpreise, den heutigen Wert der Wohnungen und die Finanzierung dieses Vorschlag konnte die Bürgerinitiative allerdings nicht machen. Hendrijk Guzzoni verwies dazu lediglich auf die hohe Eigenkapitalquote der Stadtbau."Die finanziellen Aspekte zu durchdenken ist nicht in erster Linie unsere Aufgabe als Bürgerinitiative", so WIM-Mitglied Bernd Wagner.
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Zweitens sollten die 830 Freiburger LBBW-Wohnungen nach Ansicht von WIM möglichst in kommunalen Besitz übergehen oder aber in genossenschaftliches Eigentum. "Wir möchten damit denen die Hand reichen, die 2006 die Stadtbau-Wohnungen an eine Genossenschaft verkaufen wollten", so Guzzoni. Falls die gesamte Immobiliengesellschaft verkauft werden, solle Freiburg die Initiative ergreifen und mit anderen Städten ein Konsortium bilden, um ein gemeinsames Angebot abzugeben.
Autor: Simone Lutz
