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02. Februar 2009 22:39 Uhr
Aktion zum Gebührenboykott
KFH-Besetzer rücken nach zehn Stunden wieder ab
Einen Tag lang haben 100 Studenten die Katholische Fachhochschule in Freiburg besetzt. Nach zehn Stunden rückten die ungebeten Gäste wieder ab.
Nach mehreren Gesprächen mit der Hochschulleitung sei das Gebäude freiwillig geräumt worden, sagte ein Sprecher der Studentenvertretung u-Asta. Die Aktion verlief den Angaben zufolge friedlich. In Baden-Württemberg müssen Studenten seit Sommer 2007 pro Semester 500 Euro bezahlen.
Ziel der Besetzung sei es gewesen, die Leitung der Hochschule unter Druck zu setzen. So habe der Rektor zugesichert, den von Studenten organisierten Gebührenboykott vorerst zu akzeptieren. Bis zum Monatsende müssten Studenten, die sich am Boykott beteiligen, nicht mit Konsequenzen rechnen. Zudem sei der Rektor auf weitere Forderungen der Studenten eingegangen.
Vor der Besetzung war den Angaben zufolge ein Gespräch zwischen Hochschulleitung und Studentenvertretern zu diesem Thema gescheitert. Dies sei Auslöser für die Besetzung gewesen.
Eine Sprecherin der Hochschule sagte, die Hochschulleitung sei von der Besetzung völlig überrascht worden. Die Studenten seien in den Räumen des Rektorats vorübergehend geduldet worden. Die Polizei sei nicht eingeschaltet worden.
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In der letzten Januarwoche hatten die KFH-Studierenden den Boykott der Studiengebühren beschlossen. Zahlreiche Studenten haben die 500 Euro nicht an die Hochschule, sondern auf ein Treuhandkonto überwiesen. Im Streit um Studiengebühren hat es in Freiburg schon einmal eine Rektoratsbesetzung gegeben. Im Mai 2005 hielten sich zeitweise mehrere hundert Studenten im Rektorat der Albert-Ludwigs-Universität auf und übernachteten dort. Nach 13 Tage und Nächten waren sie schließlich freiwillig abgezogen.
Autor: dpa
