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20. Februar 2010

Mieterhöhungen der Stadtbau

MÜNSTERECK: Nicht einfach hingenommen

Gratulieren darf man den prozessierenden Mieterinnen und Mietern, die sich in den vergangenen Monaten über Rückzahlungen ihrer Vermieterin, der Stadtbau, freuen durften. Ohne ihre Entschlossenheit, zweifelhafte Merkmale des Mietspiegels nicht einfach hinzunehmen, würden in Freiburg wohl immer noch viele Menschen mehr Miete für ihre Wohnungen bezahlen als sie eigentlich müssten. Im März 2007 war nach zehn Jahren ein neuer Mietspiegel beschlossen worden, und dass knapp 300 Mieter eine gerichtliche Auseinandersetzung wegen der darauf folgenden Mieterhöhungen nicht scheuten, war sicherlich auch ein Nachhall der Diskussionen, die es beim geplanten Verkauf der städtischen und Stadtbau-Wohnungen gegeben hatte – und die ein grelles Licht auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Freiburg warfen.

Gratulieren darf man aber auch der Stadtbau, die ihr Versprechen, alle Mieter von den Gerichtsentscheiden profitieren zu lassen, einlöste. Das ist ein notwendiger erster Schritt, die verärgerte Kundschaft zurück zu gewinnen. Ein zweiter wäre, mehr in die Kundenpflege zu investieren: Wer Anschreiben schickt, die die Mieter auf die aktuelle Rechtsprechung und in gewundenem Deutsch auf die "rückwirkende Korrektur der Grundmiete" hinweisen, muss sich nicht wundern, wenn viele Kunden nur Bahnhof verstehen. Wie dem auch sei: Spannend wird es werden, wenn die nächsten Mieterhöhungen kommen – und sie werden kommen.

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Autor: Simone Lutz