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04. Mai 2011

Stadt – Land – Geld

MÜNSTERECK: Vom Leben als Pendel

Das Leben ist wie ein Pendel. Mal geht’s in die eine Richtung, mal in die andere. Ähnlich ergeht es der Stadt Freiburg, wo zur Zeit Immobilienkaufwillige einen ausverkauften Markt vorfinden. Ein Grund: Viele, die vor einem Vierteljahrhundert wegen der niedrigeren Baukosten aus der Stadt ins Umland gezogen sind, kehren nun wieder zurück. Andere, die hier mal studiert haben und von ihren Lebensläufen in andere Gegenden getrieben wurden, drängt die Nostalgie zurück in dieses Freiburg, das als eine der wenigen deutschen Städte noch wächst. Eine Folge: Hier wird künftig nur noch in eigenen vier Wänden wohnen können, wer ziemlich viel Geld hat. Angesichts der Zahlen von verkauften Immobilien im vorigen Jahr sind das nicht wenige. Geld ist immer noch genug da. Nur nicht genügend Eigentumswohnungen und Häuser als Geldanlage (und im Gefolge davon bezahlbare Mietwohnungen). Weshalb sich die Begehrlichkeiten von Immobilienvermittlern nun wieder verstärkt aufs Umland richten. In der Stadt arbeiten und auf dem Land leben. Das wird ohne Reibereien freilich nur funktionieren, wenn Stadt und Land Hand in Hand sich dieser neuen Herausforderung stellen. Die so neu gar nicht ist. Denn der Pendlerinnen und Pendler waren schon immer viele. Und Unzählige von ihnen können bis heute bestätigen und werden es auch künftig tun: Es ist eben tatsächlich wie ein Pendel, das Leben.

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Autor: Gerhard M. Kirk