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18. Juni 2016

Regionalverband Südlicher Oberrhein

Neuer Regionalplan sieht "Grünzäsur" zwischen Wiehre und Günsterstal vor

Der Protest hatte Erfolg: Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hat bei der aktuell anstehenden Fortschreibung des Regionalplans eine bestehende „Grünzäsur“ zwischen den Stadtteilen Wiehre und Günterstal jetzt doch bis an den Ortsrand von Günterstal ausgedehnt.

Ursprünglich war geplant, ein insgesamt 15 000 Quadratmeter großes Dreieck zwischen Wiesenweg und Schauinslandstraße frei zu lassen. Das hätte bedeutet, dass dort theoretisch gebaut werden könnte. Deshalb hatte Wolfgang von Kalckreuth, ein Bewohner von Günterstal, 2014 auf die Schnelle eine Unterschriftenaktion gestartet, 400 Bewohner des 1700-Einwohner-Stadtteils machten mit.

Auch der Ortsverein Günterstal protestierte beim Regionalverband. Denn: Wenn erst einmal ein Teil der Günterstäler Wiesen bebaut werden dürfe, dann sei weiteren Entwicklungen Tür und Tor geöffnet, befürchteten die Bürger. Der Planungsausschuss des Regionalverbands folgte dieser Argumentation. Die potenzielle Eignung des Gebiets für eine Siedlungsentwicklung, etwa durch den bestehenden Straßenbahnanschluss, sei nicht so wichtig wie "der langfristige und vollumfängliche Erhalt des Freiraums". Konkrete Planungen, diesen Bereich zu bebauen, gebe es aber sowieso nicht, hatte die Stadtverwaltung damals betont. Bei dieser Aussage bleibt das Rathaus auch jetzt.

Aktuell steht die zweite sogenannte Offenlage des Entwurfs für den neuen Regionalplan an, wo noch einmal Bedenken vorgebracht werden können. Im Regionalplan wird festgelegt, wie sich Südbaden in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln soll,126 Städte und Gemeinden sind erfasst. Im geltenden Plan, der aus dem Jahr 1995 stammt, ist die Grünzäsur zwischen Wiehre und Günterstal nur schemenhaft dargestellt: als kleiner grüner Balken. Exakte Begrenzungen gab es bislang nicht. Doch inzwischen gelten neue Vorschriften: Erstmals muss der Regionalplan jetzt alles "gebietsscharf" zeigen und exakte Grenzen ziehen.

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Autor: Jelka Louisa Beule