Rathausplatz

Pünktlich zum Martinsfest eröffnet die Kirche St. Martin

Sina Schuler

Von Sina Schuler

Fr, 10. November 2017

Freiburg

Die Kosten und der Zeitplan wurden eingehalten: Am Sonntag eröffnet die Martinskirche in der Innenstadt nach siebenmonatiger Sanierung.

Seit sieben Monaten ist die katholische Martinskirche am Rathausplatz eine Baustelle: Für 750 000 Euro ist der Innenraum saniert und die Technik modernisiert worden. Zum Patrozinium am kommenden Sonntag eröffnet das Gotteshaus wieder.

"Die Arbeiten sind sehr gut gelaufen", sagt Pater Markus Fischer. In den vergangenen Monaten wurden unter anderem Wände und Säulen neu gestrichen, die Akustik wurde verbessert und die Elektrik erneuert. Die Kirche wird nun stärker und mit LED beleuchtet, nicht nur der Eingangsbereich ist wesentlich heller als zuvor. Fischer bezeichnet den Abschluss der Bauarbeiten als "Start".

Nur noch eine Sonntags-Messe

Denn nach der Sanierung ändert sich noch mehr. So gibt es sonntags anstelle von zwei Messen nur noch eine, die um 10.30 Uhr beginnt. Das entlaste zum einen die Zelebranten – Fischer selbst bekommt im neuen Jahr noch eine Aufgabe dazu: Er löst Wolfgang Gaber als Leiter der Seelsorgeeinheit Freiburg-Mitte ab.

Zum anderen würde mit einer einzigen Sonntagsmesse ein Begegnungsraum geschaffen. "Sonst ging’s ja vom ersten direkt zum nächsten Gottesdienst", so Fischer. Nicht immer seien beide Messen gut besucht gewesen. Das Konzept der offenen Kirche und als Ort der Stille soll beibehalten werden. St. Martin soll trotz der prominenten Lage kein Tourismusmagnet werden, sagt der Dominikanerpater.

Die Kosten von 750 000 Euro konnten laut Fischer gehalten werden. 150 000 Euro gab’s vom Badischen Religionsfonds. "Ohne die Förderung hätten wir die Sanierung so nicht umsetzen können", sagt der Pater. Der Rest stammt aus Mitteln der Gemeinde und Gesamtkirchengemeinde Freiburg, und auch die Erzdiözese und die Denkmalschutzbehörde steuern einen Teil bei.

Vor der Sanierung wurde auch die kaputte Orgel abgebaut. "Die ist in Polen gut angekommen", sagt Beate Becker vom Stiftungsrat. Für eine neue Orgel hatte die Gemeinde fünf Angebote geprüft, die Wahl ist auf ein Modell für 900 000 Euro gefallen: Das neue Instrument soll Ende 2019 stehen. Bis dahin gibt’s Klänge von einer Elektro-Orgel.

Mit der Restaurierung des Hochaltars und einiger Fresken steht in den kommenden Jahren schon ein weiteres Vorhaben an. "Jetzt aber sind wir erst mal froh, dass wir pünktlich wieder aufmachen können", sagt Pater Fischer. Denn der Zeitplan sei "ambitioniert" gewesen, bald beginnt der Weihnachtsmarkt. Und der kommende Sonntag war auch nicht zufällig gewählt: Denn dann ist Martinsfest.

Martinsfest am Sonntag, 12. November, 10.30 Uhr mit Gottesdienst, danach Begegnung im Musiksaal und Pfarrgarten bei Fingerfood und Gesprächen. Um 13 Uhr gibt es einen Festakt in St. Martin mit Bildershow. Um 18 Uhr beginnt das Martinsspiel in der Kirche, danach Umzug durch die Innenstadt mit Pferd und Blasmusik, dann Glühwein und Würstchen im oder vor dem Kreuzgang.