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11. März 2010

SAGEN SIE MAL ...: "Beim Kochen bin ich für den Salat zuständig"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Gottfried Menner (70), Alleinunterhalter und Tenor im Gesangsverein Ebnet.

  1. Gottfried Menner Foto: Bamberger

EBNET (cfr). Gottfried Menner ist das, was man ein Urgestein nennt. 1940 in Ebnet geboren, ist der gelernte Schreiner und spätere Orgelbauer dort bis heute tief verwurzelt. Seit mehr als 50 Jahren singt er als Tenor im Gesangverein, ist Sangwart und 2. Dirigent. Er sang im Kirchenchor, leitete den Kinderchor und tritt bis heute als Alleinunterhalter oder im Duett mit Doris Rombach als "Dreisamspatzen" auf. Beim Ebneter Christkindlemarkt spielt Menner Weihnachtslieder auf einer selbst gebauten Drehorgel. Er hat vier Kinder und lebt mit seiner Frau in Ebnet.

Macht Singen glücklich?
Ich denke schon. Ich singe jeden Tag, und es tut mir gut. Weil man sich beim Singen öffnen muss, tief durchatmen. Am liebsten singe ich übrigens im Wald, da hören die Bäume zu und manchmal antwortet sogar ein Vogel.

Sie sind ein eherner Verfechter des deutschen Volksliedes.
Unbedingt. Es ist wichtig, dass wir dieses Liedgut nicht verlieren. Viele unserer Volkslieder sind weltbekannt und werden auch im Ausland gemocht, da dürfen wir ruhig ein bisschen stolz drauf sein.

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Was wollten Sie als Kind werden?
Maler.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Die St. Wendelinskapelle bei Ebnet.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Zeichnen.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Neulich erst, ich gehe oft in die Kirche. Gerne auch mal ins Münster, wenn ich am Samstag auf dem Markt bin.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über die Vorstellungen in der Alemannischen Bühne.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Die Cholesterin-Lüge" von Walter Hartenbach.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Oh, das ist ewig her. Der letzte große Film, an den ich mich erinnern kann, ist "Titanic".

Welche Musik hören Sie gerne?
Opern.

Ihre Lieblingsinternetseite?
Keine bestimmte, in Sachen Internet bin ich noch am Lernen.

Wovor haben Sie Angst?
Vor Krankheit.

Was war das beeindruckendste Erlebnis in Ihrem Leben?
Immer wieder die Bregenzer Festspiele. Am tollsten war die Carmen-Aufführung.

Haben Sie ein Vorbild?
Nicht direkt. Früher habe ich für den Sänger Fritz Wunderlich geschwärmt.
Wo machen Sie gerne Urlaub?
Im Sommer irgendwo am Wasser, im Winter beim Skifahren in Montafon.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Nirgendwohin, ich bleibe im Hier und Heute. Ich bin froh, dass es ist, wie es ist.

Mit wem würden Sie warum gerne mal einen Tag lang tauschen?
Mit einem Regisseur im Bregenzer Theater, weil das sicher eine phantastische Aufgabe ist.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Mehr Menschen singen, weil es glücklich und gesund macht."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Ein Haus im Dreisamtal bauen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten …
... heißes Wasser. Das ist das Terrain meiner Frau. Dafür mache ich jeden Morgen das Frühstück und bin beim gemeinsamen Kochen für den Salat zuständig.

Wer es als Chorsänger zu etwas bringen will, der …
... muss kameradschaftlich sein.

Die Zeit vergesse ich, wenn …
... ich am Computer sitze. Das macht mir wirklich Spaß.

Einmal im Leben will ich noch …
... ein paar ostdeutsche Städte besuchen. Leipzig und Dresden zum Beispiel will ich mir unbedingt anschauen.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich …
... versuchen, noch besser auf die Bedürfnisse der Stadtteile einzugehen und die Bürger dort anzuhören, ehe Entscheidungen getroffen werden, die den Stadtteil betreffen.

Autor: cfr