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12. April 2012

SAGEN SIE MAL...: "Der filigrane Westturm fasziniert mich sehr"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Manfred Börsig (60), ehemaliger Technischer Leiter der Freiburger Stadtbau.

  1. Manfred Börsig Foto: Thomas Kunz

TIENGEN (cfr). Nach 37 Jahren als Prokurist und Technischer Leiter der Freiburger Stadtbau (FSB) ist Manfred Börsig jetzt in die Altersteilzeit verabschiedet worden. Der 60-Jährige stammt aus Kappelrodeck, hat in Konstanz Architektur studiert und kam 1975 nach Freiburg zur Stadtbau, damals noch Siedlungsgesellschaft. Börsig ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Tiengen.

Welche Projekte aus Ihren Berufsjahren sind Ihnen besonders in Erinnerung?
Das 1000-Wohnungen-Programm der Stadt in den 90er Jahren, als nach der Wiedervereinigung große Wohnungsnot herrschte, war zum Beispiel eine enorme Herausforderung. Und besonders beeindruckt hat mich das Nein der Freiburger Bürgerschaft zum geplanten Verkauf der FSB. So viel Bestätigung der eigenen Arbeit hatten wir nicht erwartet.

Was sind Ihre Pläne für den Ruhestand?
Da denke ich momentan noch ein wenig drüber nach. Auf jeden Fall werde ich der FSB nicht ganz den Rücken kehren. Ein Thema, das mich sehr beschäftigt, ist die Inklusion. In einem solchen Projekt werde ich mich ehrenamtlich engagieren.

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Was wollten Sie als Kind werden?
Architekt.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Aussichtspunkt Erentrudis-Kapelle am Tuniberg.

Ihr Lieblingsfach in der Schule? Zeichnen und Sport.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
An Ostern.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über Sketche von Emil Steinberger.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Joggen, wandern und Gartenarbeit, Yoga und in die Sauna gehen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
Der Reiseführer von Marokko und "Herzensruhe" von Anselm Grün.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Vergangene Woche in "Ziemlich beste Freunde".

Welche Musik hören Sie gerne? Musik aus den 60er und 70er Jahren wie Cat Stevens, Joan Baez, Bob Dylan oder Janis Joplin.

Ihre Lieblingsinternetseite? http://www.dena.de

Wovor haben Sie Angst? Vor einer unheilbaren Krankheit eines Familienmitgliedes.

Was war Ihr größter Erfolg?
Die Sanierung der Bugginger Straße 50 und die Zertifizierung als erstes Passivhochhaus sowie die Modernisierung des Keidelbades.
Was mögen Sie an sich selbst?
Meine Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit.

Was bringt Sie auf die Palme?
Die Aussage "Es geht nicht".

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Nach Freiburg im Jahre 2100. Um mir anzuschauen, wie die Nahrungs- und Energieversorgung dann gelöst ist und wie man mit dem Klimawandel umgeht.

Mit wem würden Sie warum gerne mal einen Tag lang tauschen?
Mit der Münsterbaumeisterin Yvonne Faller. Das Münster und besonders der filigrane Westturm faszinieren mich sehr. Ich würde gern mehr über die Arbeit der Münsterbauhütte wissen.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Das Kernkraftwerk Fessenheim geht vom Netz."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Kindereinrichtungen fördern, meine eigenen Kinder unterstützen und eine Südamerikareise unternehmen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... Fisch mit Fenchel und Kartoffeln.
Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... sollte Liebe zur Architektur und zum Bauen, Organisationstalent und Leistungswille mitbringen und eine Vertrauensbasis zu Menschen aufbauen können.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich in der Natur bin und bei Sonnenschein im Garten arbeite.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... die Bauten der Hochkulturen in Peru und Mexiko besuchen.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... dafür sorgen, dass genügend Flächen für die Schaffung von günstigem Wohnraum zur Verfügung stehen und die Klimaschutzziele umgesetzt werden.

Autor: cfr