Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

03. September 2009

SAGEN SIE MAL : "Jedes Wochenende etwas Neues ausprobiert"

BZ-Fragebogen, heute ausgefüllt von Christa Dörr (64), Organisatorin der Ausstellung "Kunst in der Oberen Altstadt"

  1. Christa Dörr Foto: Ingo Schneider

WIEHRE (cfr). Seit nunmehr 29 Jahren organisiert Christa Dörr die Straßenausstellung "Kunst in der Oberen Altstadt", die von heute bis Samstag zwischen Schwabentor und Münster stattfindet. Die 64-jährige Einzelhandelskauffrau wurde im Allgäu geboren und lebt seit 1947 in Freiburg. Sie machte sich 1973 mit einem Stadtteilladen selbstständig, später führte sie das Fachgeschäft für Künstlerbedarf und Schreibwaren "Oberle" in der Salzstraße. Dörr hat drei erwachsene Töchter, ist geschieden und lebt in der Wiehre.

Machen Sie selbst auch Kunst?
Ich habe jede Technik gelernt, die ich verkauft habe. Batik und Porzellanmalerei, Makramee und Radierungen – ich war quasi jedes Wochenende auf einem Seminar und habe was Neues ausprobiert. Leider habe ich nie die Zeit gehabt, etwas davon weiterzuverfolgen.

Die Auswahl an Kunsthandwerken ist ja groß – was mögen Sie selbst am meisten?
Das sind ganz eindeutig die Skulpturen. Ich kann nicht einmal sagen, warum, die ziehen mich einfach wahnsinnig an. Sobald ich irgendwo eine Skulptur erspähe, muss ich die genau angucken und mache mir intensiv Gedanken drüber.

Werbung


Was wollten Sie als Kind werden?
Verkäuferin, der Waage wegen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Oberlinden und der Oberlindenbrunnen.

Ihr Lieblingsessen?
Kartoffelbrei mit einer guten Soße.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Die Markthalle. Da bin ich 20 Jahre lang täglich hingegangen.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Mathe und Geschichte.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Letzten Sonntag. An einem Sonntag ohne Gottesdienst würde mir was fehlen.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über Situationskomik, vor allem bei Kindern.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Radfahren, wandern, Krimis lesen.

Was lesen Sie gerade?
"50 Rituale für das Leben" von Anselm Grün und "Alle meine Schwestern" von Judith Lennox.

Welche Musik hören Sie gerne?
Klassik, aber auch deutsche Volkslieder. Das erinnert mich an meine Großeltern, mit denen wir früher viel im Auto gesungen haben.

Was ist Ihnen peinlich?
Laufmaschen und ohne Geldbeutel an der Kasse stehen.

Wovor haben Sie Angst?
Vor chronischen oder lebensbedrohenden Krankheiten bei mir und meiner Familie.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Geduld, Offenheit, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.

Was bringt Sie auf die Palme?
Rücksichtslosigkeit bei Radfahrern und Autofahrern.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
Bei meinen Freundinnen und ihren Familien in Griechenland und Kanada.

Was fehlt zum vollkommenen Glück?
Eigentlich nichts, bis auf einen Partner. Das Alleinleben war nicht mein Ziel.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Niemand muss mehr hungern. Alle Kinder – Jungen und Mädchen gleichermaßen – dürfen in eine Schule gehen."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Reisen und Ausstellungen auf der ganzen Welt besuchen und die "Aktion Weihnachtswunsch" kräftig unterstützen.

Was werden Sie in zehn Jahren machen?
Immer noch die Kunstwoche und etwas Neues auf die Beine stellen.

Bitte vervollständigen Sie: Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich …
... die Schirmherrschaft für die Kunstwoche übernehmen und sie auch eröffnen. Spaß beiseite: Ich würde nicht klagen über Sozialausgaben und politisch nach einer Lösung für ein Grundeinkommen suchen.

Autor: cfr