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06. Juni 2013

SAGEN SIE MAL ...: "Mein eigenes kleines Schach-Café eröffnen"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Silvia Spiegelberg (17), Drittplatzierte bei den Deutschen Schachmeisterschaften.

  1. Silvia Spiegelberg Foto: Schneider

RIESELFELD (cfr). Die schönen Schachfiguren waren es, die Silvia Spiegelberg faszinierten, als sie mit sieben Jahren eine Spielesammlung geschenkt bekam. Die heute 17-jährige Freiburgerin fing an Schach zu spielen – und hat gerade in ihrer Altersgruppe den 3. Platz bei der Deutschen Schachmeisterschaft belegt. Silvia geht in die 11. Klassenstufe des Droste-Hülshoff-Gymnasiums und lebt mit ihrer Familie in Rieselfeld.

Schach ist ja nun nicht unbedingt ein hipper Sport. Was sagen Ihre Freunde?
Die finden’s cool. Weil sie mich kennen und wissen, dass ich nicht das Klischee vom Streber erfülle und den ganzen Tag am Schachbrett sitze.

Spielen Jungs besser Schach als Mädchen?
Auf jeden Fall, leider. In der Weltspitze ist unter den ersten hundert gerade mal eine Frau. Ich habe keine Ahnung, wieso das so ist, das fragen mich viele. Irgendwie haben Männer das einfach besser drauf.

Haben Sie ein sportliches Schachziel?
Jetzt freue ich mich erst mal, dass ich dank meines 3. Platzes bei der Deutschen Meisterschaft an der Europa- und an der Weltmeisterschaft 2013 teilnehmen kann. Dann würde ich gern nach dem Abitur noch einen Titel erwerben.

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Was wollten Sie als Kind werden?
Tierärztin.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Das Dietenbachgelände und das Dreisamufer.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Das Enchilada.

Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über meine Ungeschicklichkeit. Wer hat es schon einmal geschafft, auf einem Adventsbasar einen kompletten Stand niederzureißen?

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Schach spielen, schwimmen und meine Freunde treffen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Die Schachnovelle" von Stefan Zweig.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
An Weihnachten.

Welche Musik hören Sie gerne?
Zu meinen Lieblingskünstlern gehören unter anderem James Blunt, Prinz Pi und Taylor Swift.

Ihre Lieblingsinternetseite?
tumblr.com.

Was mögen Sie an sich selbst?
Ich bin zuverlässig und ehrlich.
Haben Sie ein Vorbild?
Ein direktes Vorbild habe ich nicht, aber ich bewundere meine Lieblingsspieler wie Arkadij Naiditsch – die deutsche Nummer 1 – und Magnus Carlsen. Das ist die Nummer 1 weltweit.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In meinem zweiten Heimatland Rumänien: in Bukarest und am Meer .

Ihr größter Erfolg?
Meine Teilnahme an der Jugendweltmeisterschaft 2010 in Griechenland und die jetzige Qualifikation zur WM/EM 2013.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Ins 18. Jahrhundert – mich mit Immanuel Kant unterhalten.

Mit wem würden Sie gern warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit meiner Katze – den ganzen Tag schlafen, fressen und spielen.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Schach zum Pflichtfach in der Grundschule geworden."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Ich würde einen großen Teil des Geldes auf jeden Fall in ein Projekt zugunsten verlassener Kinder in Rumänien, deren Eltern im Westen arbeiten, investieren. Den Rest würde ich vermutlich sparen.
Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
Herd aus, Ofen an: Backen ist meine Lieblingsbeschäftigung in der Küche.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich während einer Partie sechs Stunden lang am Schachbrett sitze.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... mein eigenes kleines Schach-Café eröffnen, in dem sich Leute treffen, Kaffee trinken und Schach spielen.

Als Oberbürgermeisterin von Freiburg würde ich ...
... die Stadt als kleine, grüne Schwarzwaldstadt erhalten und versuchen zu verhindern, dass Freiburg immer mehr zu einer Großstadt wird.

Autor: cfr