Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

08. Dezember 2011

SAGEN SIE MAL ...: "Mit der transsibirischen Eisenbahn fahren"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Christel Karle (52), Leiterin des Bücherbusses der Stadtbibliothek Freiburg.

  1. Christel Karle Foto: Ingo Schneider

INNENSTADT/BUGGINGEN (cfr). Seit 30 Jahren ist Christel Karle die "Herrscherin" über ihre eigene Bibliothek: den Bücherbus der Stadtbibliothek Freiburg. Die 52-jährige Diplom-Bibliothekarin stammt aus Buggingen und hat in Stuttgart studiert. Mit ihrem Kollegen Klaus Fischer fährt sie jede Woche 17 Stationen in Freiburg an, jedes Jahr werden die 20 000 Medien im Bücherbus zusammen 100 000 Mal ausgeliehen. Karle ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Buggingen.

Was hat sich in 30 Jahren Bücherbus am meisten verändert?
Der Bestand. Angefangen haben wir ausschließlich mit Kinderbüchern, das haben wir dann nach und nach erweitert, und heute haben wir für jedes Alter Bücher im Angebot.

Wird das auch von allen Altersklassen genutzt?
Die meisten unserer Besucher sind Kinder und ältere Mitbürger. Vor allem Teenager haben wir eher wenig, so ab 13, 14 Jahren.

Was sind die aktuellen Renner?
Der "Eragon", überhaupt sind die neuen Titel der Phantasie-Serien immer sehr gefragt. Und der neue Paul Maar.

Werbung

Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Ich habe gerade den "Kleinen Prinzen" noch einmal neu gelesen, den mag ich sehr. Und "Krabat" von Otfried Preußler ist auch eines meiner Lieblingsbücher. Aber das wechselt oft, schließlich lese sich sehr viel, um Empfehlungen geben zu können. Da ist immer mal wieder ein sehr gutes Buch dabei.

Was wollten Sie als Kind werden?
Krankenschwester.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Stadtgarten.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Das "Café Domino" in Oberlinden.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Deutsch.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über gutes Kabarett.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Wandern, lesen und Handarbeiten.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Runge.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Am vergangenen Sonntag.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Das ist schon länger her, in "Maria, ihm schmeckt’s nicht".

Haben Sie ein Vorbild?
Nicht konkret, aber ich bewundere Menschen, die sich für andere einsetzen, zum Beispiel Ärzte in Entwicklungsländern.
Welche Musik hören Sie gerne?
Jazz und Klassik.

Wovor haben Sie Angst?
Vor Gewalt, Krieg und Atomunfällen.

Was mögen Sie an sich selbst?
Dass ich für meine Familie und meine Freunde da bin.

Was bringt Sie auf die Palme?
Falschheit und Ungerechtigkeit.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Skandinavien.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
In die frühen Jahre der Jahrhundertwende, etwa 1890 bis 1920.

Mit wem würden Sie warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit Ministerpräsident Kretschmann, um mal hinter die politischen Kulissen sehen zu können.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Fortschritte bei der Krebsbekämpfung."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Caritative Einrichtungen wie zum Beispiel die Tafel unterstützen, reisen und einen Teil des Geldes anlegen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingen mir am besten ...
... Wildgerichte und badische Hausmannskost.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... benötigt Einfühlungsvermögen.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich mit meiner Familie und Freunden zusammen bin.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... mit der transsibirischen Eisenbahn fahren.

Als Oberbürgermeisterin von Freiburg würde ich ...
... verstärkt Bildungseinrichtungen fördern.

Autor: cfr