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24. April 2008 00:00 Uhr

Wettbewerb

Siegerentwurf: Kontrast zum Stadtkern

Die Arbeitsgemeinschaft Landschaftsarchitekten "Faktorgruen" (Denzlingen) und Architekt Volker Rosenstiel (Freiburg) wollten einen weitläufigen Platz moderner Prägung. Gleichsam als Kontrast zum mittelalterlichen Stadtkern.

  1. Platz da: Der von der Jury favorisierte Entwurf von Faktorgruen. Foto: Architekt

Große Sandsteinplatten in Gelb-Beige-Rot sollen einen großzügigen Eindruck schaffen; die für Freiburg typischen Natursteinpflasterbeläge -– etwa aus Rheinkiesel – sollen für den Rahmen sorgen. Entlang der Bertoldstraße soll das Leben pulsieren. Ein Platzhaus mit Glasfassade soll als Stadt-Information, öffentliche Toilette und Ticketverkauf dienen und darüber hinaus bei größeren Veranstaltungen die Infrastruktur für Wasser, Strom, Beleuchtung und Medientechnik bereithalten. Hingegen wollen die Planer auf dem nordöstlichen Platz der Alten Synagoge einen Ort der Ruhe, Entspannung und Besinnlichkeit schaffen. Dafür sollen ein Wasserspiegel und lange Steinbänke sorgen. Das Stadttheater soll neu inszeniert werden, indem die flankierenden Mauern der Freitreppe einen Wasservorhang samt Becken erhalten. Die Kastanien müssen weichen. Die Stadtbahn soll geradlinig und möglichst unauffällig rollen.

Votum der Jury: "Der Platz tritt in den Dienst der Gebäude und nimmt sich in vornehmer Haltung zurück, ohne gesichtslos zu bleiben." Ihnen gebe der "fast vornehm zu nennende Entwurf" die Hauptrolle und setze nur sorgfältige Akzente. Kritisch diskutierte das Preisgericht, dass die eigentlich schönen Platanen vor den Kollegiengebäuden durch Kirschbäume ersetzt werden sollen. Weiterer Kritikpunkt: zu wenig Sitzplätze. Ansonsten sei der Entwurf "in jeder Hinsicht durchdacht und sorgfältig durchgearbeitet."

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