Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

13. Oktober 2011

Stadt genehmigt größeres Bordell

Ärger um Puff-Bauantrag.

Der neue FKK-Palast in der Tullastraße 79 befindet sich in einem komplett umgebauten Gebäude, in dem früher das Bordell "Studio 79" untergebracht war. Zwischen Stadtverwaltung und FKK-Palast-Inhaber Berthold Lorenz hatte es in den vergangenen Monaten juristische Auseinandersetzungen gegeben, Ende Juni stoppte das Baurechtsamt hatte den Bau. Der Grund für den Zwist, zu dem sich Lorenz nicht äußern will: Die Stadtverwaltung, die Bordelle ebenso wenig komplett verbieten kann wie Spielhallen, genehmigte weniger Fläche als beantragt. Der Fall kam vors Verwaltungsgericht.

Das bisherige Bordellkonzept der Stadtverwaltung sah neben der Tulla- noch die Heinrich-von-Stephan- und die Wiesentalstraße als Standorte für jeweils ein Bordell vor, insgesamt wurden also drei Bordelle behördlich genehmigt. Da die Heinrich-von-Stephan-Straße im Zuge der Neugestaltung künftig als Standort wegfällt, überlegte man im Rathaus, ob ersatzweise in der Tullastraße im Industriegebiet Nord nicht noch ein Freudenhaus zugelassen werden sollte – oder alternativ die Flächenbegrenzung für Lorenz’ neuen Puff entfallen und die beantragte Größe (mehr als 500 Quadratmeter) genehmigt werden müsste. Auf diesen Vergleichsvorschlag ging FKK-Palast-Betreiber Lorenz ein, der Baustopp wurde aufgehoben. Sein Wunsch, das Airport-Restaurant am Flugplatz zu übernehmen, lehnte das Rathaus hingegen ab, da es dort kein Bordell haben wollte. Die Stadtverwaltung wird eine neue Bordellkonzeption erarbeiten, kündigt Rathaussprecherin Edith Lamersdorf an. Neben den beiden Bordellen gibt es noch 60 bis 80 Terminwohnungen – Privatwohnungen, in denen Prostituierte ihrer Arbeit nachgehen.

Werbung

Autor: fz