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21. November 2008 17:52 Uhr

Probelauf "erfolgreich"

VAG: Die Kameras in Straßenbahnen bleiben

Der Probelauf mit der Videoüberwachung war erfolgreich, die Kameras spähen weiter. Das teilte die Freiburger Verkehrs Agentur heute mit. Jetzt soll geprüft werden, ob mehr Kameras installiert werden.

  1. Ertappt durch die Linse: Essen und trinken ist in den Straßenbahnen der VAG nicht erwünscht. Foto: Brigitte Sasse

Anlass für den Spähangriff war der Vandalismus in den Fahrzeugen: Seit 1998 musste die VAG nach eigenen Angaben 1,8 Millionen Euro investieren, um zerstörte Gegenstände zu ersetzen.

Inzwischen ist die VAG, die momentan zehn Freiburger Straßenbahnen per Video überwacht, von der abschreckenden Wirkung der Kameras überzeugt. Von Anfang April, als die Anlagen eingeschaltet wurden, bis Ende Oktober seien nur noch neun Glasschäden in den Straßenbahnen registriert worden. Im gesamten Vorjahr habe man noch 142 solche Schadensfälle verzeichnet. "Damit ist die Zahl der Vorkommnisse eindeutig gesunken", sagt Pressesprecher Andreas Hildebrandt. Eine genaue Vergleichszahl, also wieviel Glasschäden von April bis Oktober 2007 entstanden, konnte er nicht nennen.

VAG-Aufsichtsrat will prüfen, ob auch Bilder entlang der Fahrstrecke aufgezeichnet werden sollen

Genauso wenig veröffentlicht die VAG Zahlen zu strafbaren Handlungen in den Trams, etwa zu handgreiflichen Auseinandersetzungen oder Diebstählen. Nur so viel: Deren Zahl sei seit der Videoüberwachung ebenfalls rückläufig. Man wolle nicht den Eindruck erwecken, dass Straßenbahnfahren unsicher sei, so Hildebrandt. Auch die Polizei habe von der Videoüberwachung profitiert: Bislang habe sie bei der VAG in 14 Fällen wegen strafrechtlich relevanter Tatbestände Daten aus den Kameras angefordert und erhalten.

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Der Aufsichtrat der VAG hat deshalb beschlossen, die Kameras in den Trams nun dauerhaft einzusetzen. Bislang sind allerdings nur zehn Combinos, so der Name der neuen, modernen Straßenbahnwagons, mit den Anlagen ausgerüstet. Ob nun auch die anderen Straßenbahnen mit elektronischen Augen ausgerüstet werden, soll der Aufsichtsrat noch entscheiden. Geprüft werde obendrein, ob künftig auch die Bilder der Kameras entlang der Fahrstrecke aufgezeichnet werden sollen. Dies war in einer zweiwöchigen Testphase bereits erprobt worden. Danach hatte die VAG den Speicherbetrieb wieder eingestellt.

Autor: Heike Spannagel