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25. Mai 2009

Vermieter zufrieden mit Mietspiegel

Versammlung Haus und Grund

Der Ärger um den neuen Freiburger Mietspiegel scheint zumindest bei den Vermietern verraucht: "Mit der zweiten Auflage, die seit dem 15. Februar gültig ist, können wir leben", so der geschäftsführende Vorsitzende des Verbandes der Haus- Wohnungs- und Grundeigentümer Freiburg (Haus und Grund), Manfred Harner. Wütend machen ihn dagegen die Preise des Energieversorgers Badenova: "Die Preispolitik der Badenova ist eine Sauerei", sagte Harner vor rund 350 seiner Mitglieder bei der Jahresversammlung von Haus und Grund vergangene Woche im Stadthotel Kolping. Die Stadt fördere beispielsweise die hohen Gaspreise, deren Bindung an den Ölpreis offenbar in Freiburg keine Gültigkeit besitze, argumentierte Harner: Die Preise für Gas habe der Energieversorger, an dem die Stadt Freiburg 32,8 Prozent der Anteile besitzt, dem fallenden Ölpreis nicht angepasst, "offenbar um damit Dinge zu finanzieren, die nichts mit Energiepolitik zu tun haben", so Harner. Dafür gab es von den Mitgliedern heftigen Beifall.

Auch der Freiburger Rechtsanwalt Peter-Dietmar Schnabel, der den Mitgliedern den überarbeiteten Mietspiegel in einem Kurzreferat nochmals erläuterte, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Mietpreise. Unverständnis äußerte Schnabel allerdings über Entscheidungen des Landgerichts Freiburg, das in zwölf Revisionsprozessen über Mieterhöhungen auf Grundlage des neuen Mietspiegels Recht gesprochen hatte, das Schnabel nur ein Kopfschütteln entlockte: Etwa, dass die Nähe zu Gaststätten jetzt ein Grund ist, einen Mietzuschlag zu verlangen, die Miete also zu erhöhen. Oder, dass ein zur Wohnung gehörender Tiefgaragenplatz für Autos keinen Zuschlag rechtfertige, "obwohl dies zweifellos die Wohnqualität erhöht", so Schnabel.

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Immobilien in Freiburg als zuverlässige Anlageform
Erfreulich dagegen für Freiburger Haus- und Wohnungsbesitzer sei, dass Immobilien in der Stadt sich trotz der Wirtschaftskrise als zuverlässiges Anlageform erwiesen hätten, so Manfred Harner, der von "schwachen Auswirkungen der Krise" sprach: "Gerade jetzt, während einer Finanz- und Geldmarktkrise wie sie die Bundesrepublik noch nicht erlebt hat, zeigt sich der wahre Wert von Immobilieneigentum", so Harner. Um dies zu erhalten, riet Harner den Haus- und Grundbesitzern, sich genau zu überlegen, wem sie Ihre Stimmen bei Bundestags- und Kommunalwahlen geben, besonders die Standpunkte der Parteien zum Erneuerbaren Wärmegesetz und zur Erbschaftssteuer sollten Eigentümer berücksichtigen. Harner: "Erben ist richtig teuer geworden, dagegen werden wir uns notfalls durch alle Instanzen klagen." Zudem gab es während der Versammlung noch reichlich Informationen mit dem Fachvortrag "Schenkung und Vererbung von Immobilien nach dem neuen Erbschaftssteuergesetz."

Beschlüsse: Mitgliedsbeitrag steigt um 3,6 Prozent (ein Euro pro Monat mehr).

Mitgliederzahl: 4900 Mitglieder.

Kontakt: http://www.haus-grund-freiburg.de

Autor: Stefan Merkle