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28. Februar 2011

Viel Engagement für eine saubere Zukunft

Stadt Freiburg und FWTM vergeben den Umweltpreis.

  1. Einen Anerkennungspreis gab’s für Niklas Burchard, der in Kappel mit einem kleinen Wasserkraftwerk Strom erzeugt. Foto: Rita eggstein

"Es sind die Aktionen einzelner Bürgerinnen und Bürger, von Initiativen, Vereinen und Einrichtungen sowie die Investitionen von Unternehmen, die die Stadt Freiburg zur Bundeshauptstadt im Klimaschutz haben werden lassen", sagte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik am Samstag bei der Verleihung des Umweltpreises der Stadt und der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe (FWTM) am Rand der Messe Gebäude-Energie-Technik (G.E.T.), der zum neunten Mal ausgelobt wurde. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben und von der Badenova, der Rhodia Acetow und der VAG unterstützt, eingegangen waren 15 Bewerbungen.

Erster Sieger in der Kategorie Umweltgruppen (2000 Euro) ist der Verein ECOtrinova, wobei die Juroren die 2006 begonnene Veranstaltungsreihe "Samstags-Forum" mit Vorträgen, Führungen und Besichtigungen zum Themenfeld Energiesparen und Nutzung erneuerbarer Energien und zwei grenzüberschreitende Lehrpfade mit dem Titel "Sonnenenergie-Wege im Euro-Distrikt Regio Freiburg" betonten. Wer diese Wege passiert, kann sich an 50 Stationen in Südbaden und im Elsass über vorbildliche Formen der Sonnenenergienutzung informieren.

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Den mit 1600 Euro dotierten zweiten Preis hat der Verein Planetenkinder erhalten, der sich der Umweltpädagogik verschrieben hat. Besonders beachtenswert fanden die Juroren ein Projekt, das Wissenswertes über Fledermäuse vermittelt und damit über Tierarten, die extrem gefährdet sind, und über die Idee des Taschengeld-Contractings, wonach Kinder, die daheim Energiesparideen umsetzen, einen Teil der eingesparten Stromkosten als Taschengeldzulage erhalten. Weiter hat die Jury einen Anerkennungspreis (150 Euro) an den elfjährigen Niklas Burchard aus Freiburg-Kappel vergeben, der mit einem kleinen selbstgebauten Wasserkraftwerk am Intenbächle im Kappler Kleintal Strom für sein Handy, seinen iPod und LED-Leuchten gewinnt.

In der Kategorie Unternehmen gibt es zwei Erste Preise, die jeweils mit 1600 Euro dotiert sind. Ausgezeichnet wurden Erwin und Margot Ehret und ihr Sohn Tobias Ehret, die die MET Ehret GbR bilden, im vergangenen Jahr das Autohaus Breisgau in der Tullastraße wieder aufgebaut haben und dabei den Richtlinien des europäischen Umwelt- Standards "Breeam" gefolgt waren. Überzeugt hat die Jury Investitionen zum Schutz der Umwelt und des Klimas, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehen. Unter anderem erreicht das Gebäude den Passivhausstandard, wird 80 Prozent des Schmutzwassers wieder aufbereitet und ist das Flachdach begrünt.

Ein Hotel ohne Emissionen

In gleicher Weise wertete die Jury das jahrelange Engagement für den Umweltschutz der Inhaber des Best Western Hotels Viktoria in der Eisenbahnstraße. Das Gebäude gilt heute als Null-Emissions-Haus und ist, so FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann bei der Preisverleihung, ein Vorbild für ein Green-City-Label, das die FWTM für Hotel- und Gastronomiebetriebe initiiert hat.

Einen Anerkennungspreis (500 Euro) erhält Peter Schalk, Inhaber der Teninger Firma Innowaste. Er hat ein Verfahren entwickelt, das die Effizienz von Anlagen zur Abfallbehandlung (Trockenvergärung) steigert.

Autor: Silvia Faller