Wiedehopf kehrt nur zögerlich zurück

ds

Von ds

So, 02. September 2018

Freiburg

Der Sonntag Der Bestand des Vogels am Tuniberg ist im jahr 2018 leicht rückläufig.

Der Bestand der Wiedehopfe am Tuniberg hat in diesem Jahr leicht abgenommen. Dies geht aus einer Statistik hervor, die Claus Krieger, Leiter des Nabu-Wiedehopf-Projekts am Tuniberg, erstellt hat. Demnach beträgt die Zahl der Wiedehopf-Nachkommen dieses Jahr 74, nachdem die Wiedehopf-Experten 2017 noch 97 gezählt haben. Ein paralleler Rückgang wird vom Kaiserstuhl gemeldet.

Über die Ursachen kann nur spekuliert werden. Krieger vermutet aber einen Zusammenhang mit der verspäteten Rückkehr aus dem Winterquartier in Afrika nach einem kalten und regnerischen Frühjahr.

Das könnte zur Folge gehabt haben, dass etwa Stare die Nisthöhlen der Wiedehopfe bereits belegt hätten. Denkbar ist für Krieger auch, dass der seltene Vogel, der vor 20 Jahren in der Region bereits fast verschwunden war, aufgrund der zunehmend milderen Temperaturen teilweise auch weiter nach Norden zieht. Feststellen ließen sich die Gründe für den Rückgang aber nur in einer Langzeitstudie. Trotz Insektenschwund, Landschaftsversiegelung durch Plastikplanen und vermehrtem Einsatz von Herbiziden sieht Krieger auch positive Entwicklungen, die dem Wiedehopf nutzen: steigender ökologischer Anbau, insektenfreundliche Grünstreifen zwischen Rebzeilen und der weitgehende Verzicht auf Insektizide.ds