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17. Juni 2009 07:19 Uhr

Freiburger Augustinerplatz: Feuer und Bierflaschen gegen die Säule der Toleranz

Bunt erleuchtet soll sie für Ruhe am Augustinerplatz sorgen: Die Säule der Toleranz. Bei der Einweihung flogen Bierflaschen, Freiburgs Bürgermeister Ulrich von Kirchbach wurde bespuckt – und ein Feuer gelegt.

  1. Die Säule der Toleranz auf dem Freiburger Augustinerplatz. Foto: Dominic Rock

Die erste Flasche fliegt bereits um viertel vor zehn. Seit wenigen Minuten leuchtet die so genannte Säule der Toleranz, erstrahlt in Regenbogenfarben am Fuß von Freiburgs Spanischer Treppe. Dort, wo sich in lauen Sommernächten die Jugend versammelt und lautstark das Leben feiert, soll die Säule künftig mit Lichtsignalen für Ruhe sorgen. Die Wetten, wie lange sie unbeschadet bleiben wird, laufen auf Hochtouren.

Am Dienstag wurde sie aufgestellt. Es dauert nur Minuten, ehe der erste Aufkleber das Glas der der Säule ziert und aus der "Toleranz" mit Filzstift die "Intoleranz" wird. Ist es um 18 Uhr noch ein Kleber, vervielfacht sich die Zahl binnen drei Stunden auf mindestens 50.

"Wir woll’n den Salomon, wie woll’n den Salomon", skandiert die Menge gegen 21.45 Uhr als Freiburgs Bürgermeister Ulrich von Kirchbach auf den Augustinerplatz kommt und in Anzug und Krawatte deutlich Abstand hält zu den mehr als 100 Jugendlichen. Plötzlich stürmt ein Betrunkener auf von Kirchbach zu, baut sich vor ihm auf, greift nach der Krawatte, lässt sie durch die Finger gleiten, vom Knoten bis zur Spitze, schreit, brüllt – und spuckt von Kirchbach vor die Füße. Perplex, konsterniert, überrascht – der Bürgermeister regt sich nicht, bewegt sich keinen Zentimeter. Er habe nicht provozieren wollen, erzählt der Bürgermeister später. Man habe einen Einsatz der Polizei verhindern wollen.

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Die rückt gegen viertel nach zehn an. Vereinzelt tönt aus der Menge der Schrei: "Polizeifreiburg! Polizeifreiburg!" Vier Beamte kontrollieren Personalausweise der Hauptrandalierer, versuchen allein durch ihre Präsenz ein wenig Ruhe in die zum Teil aufgebrachte Menge zu bringen.

Um 23 Uhr schaltet die rund 18.000 Euro teure Säule auf Rot. "Das Signal an die Jugendlichen, dass sie sich jetzt in ihrer Lautstärke einschränken sollen", erklärt von Kirchbach. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Das Rot wirkt wie ein Weckruf, die Menge klatscht, einige verbeugen sich, knien vor der Stehle nieder, huldigen ihr voller Ironie. "Auf diesem Platz wohnen Familien mit Kindern. Freiburg ist nicht nur eine Partymeile – wohnen soll hier auch noch möglich sein", wirft von Kirchbach ein.

Toleranz – so sein Stichwort. Doch davon wollen die meisten an diesem Abend nichts wissen. Ein paar Fäuste schlagen gegen das Glas der Säule, ein Regen aus Bier ergießt sich über den Schriftzug. "Die hält einiges aus", beruhigt von Kirchbach mit unsicherem Blick. "Sie sollte durch Schläge oder Flaschen nicht zerstört werden." Eigentlich.

An diesem Abend kommt der Freiburger Augustinerplatz nicht mehr zur Ruhe. Von Kirchbach schiebt das auf die Einweihung und beschwichtigt: "Das geht vorüber.” Ende des Sommers werde Bilanz gezogen. "Es ist ein Versuch", räumt von Kirchbach ein. Und klingt dabei fast schon ein bisschen hilflos. Angesichts der weiteren Entwicklung in der Nacht kein Wunder.

Um 23.30 Uhr schlingen vier Jugendliche ein Seil um die Stehle, versuchen, sie mit vereinten Kräften zu stürzen. Sie wackelt, schwankt, ächzt, doch dann greifen andere Jugendliche ein. "Lasst das doch!”, rufen sie und können die Zieher und Zerrer zur Vernunft bringen. Zumindest vorerst.

Gegen 24 Uhr errichten sie eine Art Scheiterhaufen auf dem Augustinerplatz. Sie lehnen Bretter einer Baustellenabsperrung an die Fassade, stecken sie in Brand. Flammen züngeln an den Aufklebern, blecken am Glas, lodern für kurze Zeit heller als das Licht der Säule. Doch das Feuer bekommt zu wenig Nahrung, erlischt schnell. Mehrmals versuchen die Randalierer den Brand neu zu entfachen, vergebens. Auf einmal durchbricht eine Sirene das Stimmen- und Partygewirr. Die Polizei rückt erneut an, dicht gefolgt von einem Einsatzwagen der Feuerwehr.

Zu löschen gibt es nichts, doch die Polizisten fotografieren die von angekokelten Holzlatten umzäunte Stehle. Die Jugendlichen lassen sich von der angerückten Staatsmacht nicht einschüchtern. Sie trinken, lachen und singen weiter. Einige Anwohner der Gerberau beobachten von Ferne kopfschüttelnd das Treiben."Wir setzen unsere Hoffnungen in die Stehle”, sagt eine Frau, die ungenannt bleiben möchte. Dem heutigen Abend zum Trotz.

Gegen ein Uhr morgens ist der Augustinerplatz bedeckt von Glasscherben und Müll. Nur wenige Jugendliche harren noch aus, genauso wie ein Streifenwagen der Polizei. Er wird wohl so lange bleiben, bis die Kälte auch die letzten vom Augustinerplatz vertrieben hat.

Autor: Alexandra Sillgitt


84 Kommentare

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C.K.  

C.K.

17. Juni 2009 - 07:59 Uhr

Tja, da diskutieren wir noch drüber , ob ultimate Fighting im Käfig stattfinden darf.... Das wird doch von dieser Randale bei weitem übertroffen!

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Ralph  

Ralph

17. Juni 2009 - 08:09 Uhr

Das Volk wird aus der Innenstadt vertrieben.

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nie-mehr-benzin.de  

nie-mehr-benzin.de

17. Juni 2009 - 08:14 Uhr

Die Frage ist nur, ob das grüne Licht vor 23 Uhr einladender ist als das rote ab 23 Uhr. Daran sieht man auch die völlige Weltfremdheit der Verantwortlichen.

Diese Provoziersäule verbrennt nur Steuern. Gesockse wird eher angezogen statt ferngehalten.

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Charmeur  

Charmeur

17. Juni 2009 - 08:21 Uhr

@ralph
nein. das volk wird aus der innenstadt vertrieben wenn es dort nächtens so laut ist das dort kein mensch mehr wohnen möchte und es außer geschäften in der innenstadt nichts mehr gibt.
dann ist das volk aus der stadt vertrieben!

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patmos76  

patmos76

17. Juni 2009 - 08:25 Uhr

Ist jemanden eigentlich schon mal aufgefallen, dass Toleranz etwas ist, was das Chaos-Pack immer nur für sich selbst einfordert? Scheint eine schwere Übung für solche Leute zu sein, auch ANDERE so leben zu lassen, wie SIE leben wollen - dazu gehören sogar sogenannte "Spießer", Bürger etc., die verständlicherweise ab einem gewissen Zeitpunkt Ruhe wünschen. Sollte es demnächst mal wieder eine Wagenburg- oder eine ähnliche "Parade" durch Freiburg geben, so wäre es langsam angebracht, auch einmal eine "Spießer"-Parade anzuregen. Leben und leben lassen - das gilt hoffentlich nicht nur für Chaoten!

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 09:00 Uhr

FREIburg ist eben ZWANGSburg, wie dies bereits vor Jahren von Dr. Peter Niehenke festgestellt wurde. Die von Staatsgeldern aufgebaute Funzel ist ebenso unsinnig, wie die seinerzeitige BleibDuDu-Kampagne von unseren Bürgermeistern, Brauerei Ganter und Geschäftsbetreibern des sagenumwobenen "Bermuda-Dreiecks".

Die Aussage der Polizei, dass seit Einführung des Alkoholverbots die Straftaten in diesem Segment um 16% zurück gegangen seien, sehen in Zahlen dann schon ganz anders aus. Vor dem Alkoholverbot fanden im sogenannten Bermudadreieck jährlich ca. 90 Straftaten statt, nach Einführung des Alkoholverbots etwa 75. Also ca. 15 Straftaten weniger (habe die Zahlen nur noch ungefähr im Kopf - sie müssten aber so in etwa stimmen).

15 Straftaten weniger, stattdessen ein Riesenaufgebot von Polizei, Papierverschwendung in Form von Flyern, Aufklebern und sonstig unnützem Tand. Ganze Straßenbahnen wurden mit Aufklebern zugekleistert - soweit ich mich noch erinnern kann, kostet eine Straßenbahn-Jahreswerbung um die 40.000 Euro. Nicht zu vergessen, dass auch noch Glascontainer mit diesen BleibDuDu-Blauhänden versehen worden sind, damit die Jugendlichen (falls sie ihre Flaschen fachgerecht entsorgen) nochmals auf ihr schändliches Handeln hingewiesen werden.

Falls sich jemand nicht mehr genau an die BleibDuDu-Kampagne erinnern kann, sollte man sich diesen Artikel durchlesen:

http://www.pseudolus.de/index.php/396/bleibdudu-polizeistadt-freiburg-alkohol

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Charmeur  

Charmeur

17. Juni 2009 - 09:25 Uhr

und wenn ich mir die aufkleber an der säule so anschaue dann weiß ich ja das es sich mal wieder
um die üblichen verdächtigen handelt die dort ärger machen...

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Grf. Merlo  

Grf. Merlo

17. Juni 2009 - 09:40 Uhr

Die Frage stellt sich mir hier, wer wen provoziert? Als ich vor 15-20 Jahren noch zu denen gehörte welche sich an Sommerabende am Augustiner aufhielten, hielt man sich an gewisse Grundregeln und wußte auch das es Anwohner gibt. Zwischenzeitlich gibt es aber wohl eine Szene die man meines erachtens ruhig und gelassen als "asozial" bezeichnen kann. Wer asozial gleich wieder abwertend beurteilt sollte wissen das es nichts anderes heißt wie "gemeinschaftsschädigend". Ich will damit nicht alle am Augustinerplatz anwesenden beleidigen, sondern die Gruppierung von Leuten welche mit mit den Begriffen, Werte, Toleranz und Grundregeln nichts anfangen können. Die Stadt mit dieser Aktion versucht etwas auf friedliche Art und Weise in Bahnen zu leiten, von Ihrer Seite aus gab es keinerlei Aggressionsverhalten, leider haben die meisten der am Augustinerplatz anwesenden das nicht erkannt. Ich hoffe nur das sich die Vernunft durchsetzt und nicht der Pöbel.

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Ralph  

Ralph

17. Juni 2009 - 09:57 Uhr

Eine Spiesserdemo, das wär doch mal was.

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Kommander  

Kommander

17. Juni 2009 - 10:01 Uhr

Dort, wo sich in lauen Sommernächten die Jugend versammelt und lautstark das Leben feiert, ...

Also mir würde das als Anwohner auch nicht gefallen.
Die in der Früh nicht zur Arbeit müssen stört das natürlich nicht.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 10:26 Uhr

Wenn den Stadtoberen nichts anderes einfällt, als eine Alk-Funzel aufzustellen, na dann GUTE NACHT. Sind die mittlerweile tatsächlich so weltfremd geworden, dass sie sich nicht denken können, dass durch solche Aktionen die Personen, die man zur Ruhe bringen möchte, sich erst recht provoziert fühlen? Die Nachtruhe auf dem Augustinerplatz dürfte nunmehr vollends hinüber sein, denn Polizei, Feuerwehr und anderweitiges Ordnungspersonal ist auch sehr lärmbehaftet...

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Justinianus  

Justinianus

17. Juni 2009 - 10:27 Uhr

Wozu diese teure "Stehle"?

Besser eine Stange mit Herrn Salomons Hut.

Kommt gut!

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Kommander  

Kommander

17. Juni 2009 - 10:48 Uhr

@Dr. Satori:
wie würdest du denn die Leute zur Ruhe bringen?
Ich vermute das gute Vorschläge gerne gesehen sind.

Wer sich von einer Leuchtsäule provozieren lässt muss schon sehr unterbelichtet sein.
Schickt man Ordnungshüter dann regen sich ja auch alle auf.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 11:30 Uhr

@Kommander: Marihuana verteilen...

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Markus T.  

Markus T.

17. Juni 2009 - 11:47 Uhr

was wurde nicht schon alles versucht um den Pöbel am Augustinerplatz etwas ruhiger zu stimmen ? Alles war erfolglos !!! Das arbeitende Volk macht schon einen Bogen um den Bahnhof, den Platz der alten Synagoge und jetzt wohl auch um den Augustinerplatz.
Selbst im Mai 09 erlebt. Meine Frau stieg am Hbf aus dem Zug und verließ den Bahnhof wo sie von einer szenentypisch gekleideten Dame um Kleingeld befragt wird. Als sie die Anfrage freundlich ablehnte erhielt sie den passenden Kommentar: (wörtlich) "die Schlampe kommt braungebrannt aus dem Urlaub und will keine Kohle haben" (Zitatende)
Urlaub und dann noch braungebrannt.... das war schon zuviel an Provokation.
Bin ich froh, dass ich Spießer bin und nicht zu denen gehöre !!!

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NEO  

NEO

17. Juni 2009 - 12:00 Uhr

18 000€, not bad,
das ambiente ist jetzt deutlich angenehmer auf dem August,
mir gefällt es noch besser als vorher

die sogenannten Chaoten sind natürlich angezogen worden,
die Mehrheit der versammelten Jugendlichen WAREN/SIND keine Chaoten, sonst wäre die Säule tatsächlich gefallen!!!
Toleranz fordern, aber nicht tolerieren ist ein typisches problem der pseudoLinken,
man kann auch gut gegen das System sein, mit nem dicken Bankkonto hintendran
aber Freiburg ist bei vielem PSEUDO
PSEUDO GRÜN
PSEUDO TOLERANT
PSEUDO ÖKO
PSEUDO WELTOFFEN...
einzig die SPIESSER sind autenttisch, und die sind hier zu Haufen versammelt,
und sind nicht die Autonomen die größten Spießer????

PSEUDo LINKe

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AE0  

AE0

17. Juni 2009 - 12:11 Uhr

Ich versteh die randalierenden und pöbelnde Leute generell nicht. Egal ob auf dem Augustiner Platz oder im Bermuda-Dreieck, oder sonst wo.

Wie kann man nur so leben? Können die noch in den Spiegel schauen und sich ernsthaft sagen: "Es ist gut, das es mich gibt"?

Intolerant, alkohol- und/oder drogenabhängig, ziel- und planlos, egoistisch - Sie benehmen sich schlimmer als jedes Tier, beschädigen Eigentum anderer Leute und kümmern herzlich wenig um das Wohlergehen der Schutzbedürftigen (z.B. Kinder).
Sie leben auf Kosten der anständigen Bürger, und müllen die ganze Stadt zu.

Ich bin extrem genervt von dem ungemeinschaftlichen Personenkreis, und wegen mir, dürfen sie gern verbahnt und vertrieben werden. Keine Stadt braucht solche Mitbürger. Die bringen Nichts als Ärger und Dreck - darauf kann ich getrost verzichten.

Wenn ich hier das Ordnungsamt/Polizei wäre, ich würde für jeden Verstoß
Gebühren im Tausend-Euro Bereich für Müll- und Lärmbelästigung jeder Art einfordern.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 12:12 Uhr

Kommentar zum Video in Sachen Lichthupe:
Aha, den Herrn von Kirchbach mal wieder dabei erwischt, wie er Unwahrheiten unters Volk bringt. Tja, so sind sie, unsere Stadtoberen - es wird etwas so lange zurechtgebogen, bis es passt...

Vielleicht sollte vor dem Rathaus eine Lügenampel postiert werden. Bei jeder Rathauslüge würde die Ampel grelles Rotlicht über ZWANGSburg (ehemals FREIburg) ausstrahlen. So würde wenigstens die Ampel noch bei einer Lüge erröten - unsere Bürgermeister haben sich die Eigenschaft des Errötens schon lange abtrainiert. Muss man wohl, wenn man politisch erfolgreich sein will.

Pfui Deibel...

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nie-mehr-benzin.de  

nie-mehr-benzin.de

17. Juni 2009 - 12:34 Uhr

Es heisst übrigens Stele, nicht Stehle...;) Zumindest die Redaktion sollte die Rechtschreibung beherrschen. Aber es gibt ja mittlerweile auch Germanistik-Hausarbeiten mit massig Rechtschreibfehlern...;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Stele

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sportfan  

sportfan

17. Juni 2009 - 12:47 Uhr

ich finde das rote lichtläd zum verwweilen ein. sieht chillig aus.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 13:16 Uhr

@Kommander1: Genau aus diesem Grunde empfehle ich Marihuana - das relaxed. Zusammen mit der schummrigen Rotlichtatmosphäre auf dem Augustinerplatz, würde schnell bleierne Müdigkeit aufkommen und die vormals saufenden und unliebsamen Protagonisten würden ruckzuck ins Reich der bunten Träume katapultiert werden...

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Markus T.  

Markus T.

17. Juni 2009 - 14:02 Uhr

@Dr. Satori
Sehr wahrscheinlich haben Sie Recht. (Wegen Verstoß gegen die Netiquette editiert. Wir befürworten eine rege Diskussion, aber bitte in einem angemessenenTon. BZ)

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 14:05 Uhr

Somit wäre das Problem gelöst und die Lichthupe kann verschrottet werden... - nächstes Thema...

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Kommander  

Kommander

17. Juni 2009 - 14:52 Uhr

heute wird aber früh gelöscht und editiert

:-S

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nightandday  

nightandday

17. Juni 2009 - 15:04 Uhr

@ patmos76 ,,,,sehr gut beschrieben ,,,,,, ich frage mich wer die eltern von diesen chaoten sind/waren ,,,, wenn man sich diesen verdrecken platz ansieht wo am nächsten morgen wieder die kleinkinder spielen wollen ,,,,, da packt es als eltern einen die wut !!!! armes freiburg

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Sebi  

Sebi

17. Juni 2009 - 15:22 Uhr

Also mal im ernst... wenn ich früher mal mit Freunden in einem Wohngebiet zulaut war kam die Polizei hat an alle eine verwahrnung ausgesprochen und als die ein zweites mal kamen, gabs ein Platzverweis und wer das nicht befolgt wäre dann eine Nacht im Revier Nord gewesen!
UND JETZT?! Wir hatten auch keine "Leuchte" die uns gezeigt hat, wann wir leise sein sollen...
Aber wahrscheinlich sollte diese "Lampe" auch wieder nur ein neuer "Exportschlager" werden für Freiburg...

Wem es zu laut ist soll hat die grünen bitten Platzverweise zu verteilen, in anderen Städten klappt das ja denke ich mal auch ohne "Lampe"!

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Radványi  

Radványi

17. Juni 2009 - 15:26 Uhr

Ob der Stellungnahmen im Video kann man nur den Kopf schütteln, vor allem, wenn sich "die Besucher" des Platzes zu Wort melden.

Da behauptet sinngemäß einer, daß sich die Plebs auf dem Platz früher selbst reguliert und man natürlich Rücksicht auf die Anwohner genommen hätte. Ach ja! Als ob die Säule eine Idee irgendeiner Kunsttruppe und nicht die Folge dauernder Lärmbelästigung wäre. Daß sich die Gäste auf dem Platz schon längst nicht mehr zu benehmen wissen, hat sich bereits bei der Umnutzung des Spielplatzes als Pissoir erwiesen. Vielleicht erinnert sich noch jemand daran. Leider kann man um Krach, Lärm und Müll nicht auch einfach einen Zaun bauen.

Den Vogel schießt der nächste Besucher ab: Die Säule stehe für Entmündigung! Ersonnen von Spießbürgern, die "Spaß-haben" verhindern wollen ... wenn die horriblen Zustände auf dem Platz nur "Spaß" sind, will ich nicht wissen, was solche Zeitgenossen im Ernstfall alles anstellen.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 15:41 Uhr

Vorschlag zur Güte: Die Anwohner des Augustinerplatzes müssen umgesiedelt werden - bestenfalls an eine Autobahn oder in ein Industriegebiet mit LKW-Lärm. Die Lichthupe kann ebenfalls dorthin umgesiedelt werden. Mal schauen, ob sie auch gegen Auto- und Industrielärm hilft.

Einflugschneisenlärm kann diese Lichthupe bestimmt ebenfalls reduzieren - sie müsste nur hoch genug sein, damit sie von den Piloten erkannt und umflogen werden kann/muss.

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Alex Smith  

Alex Smith

17. Juni 2009 - 15:49 Uhr

Da zeigt sich einmal mehr die Kluft zwischen Exekutive & Judikative auf der einen Seite und der Legislativen auf der anderen. Waehrend unsere Politiker enthemmt ein Gesetz nach dem anderen auf den Weg bringen und bis in die Privatsphaere regieren wollen, koennen in Freiburg noch nicht einmal die einfachsten Buergerrechte durchgesetzt werden. Warum werden penetrante Ruhestoerer nicht des Platzes verwiesen und bei Zuwiderhandlung mit auf's Revier genommen und mit entsprechenden Strafen belegt?
Das Rechtssystem in Deutschland (speziell in Freiburg) wird immer mehr zu einer Farce.

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Christian Müller  

Christian Müller

17. Juni 2009 - 16:00 Uhr

Das ist mal wieder eine interessante (und für politische Randgruppen typische) "tolerante" Sichtweise: Umsiedlung der Anwohner, damit irgendwelches "Volk" sich seine Langweile dort vertreiben kann, wo andere einfach nur ungestört leben wollen.

Apropos Langeweile: ich komme gar nicht auf die Idee mir jede Nacht um die Ohren zu schlagen, denn ich gehe einer geregelten Arbeit nach, benötige meinen Schlaf um mich zu erholen, damit ich wieder arbeiten und diesem "Volk" durch meine Steuerzahlungen ein sorgenfreies Partyleben ermöglichen kann.

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sportfan  

sportfan

17. Juni 2009 - 16:13 Uhr

endlich haben wir eine öffentlich beleuchtete reklametafel xd

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JosFritz  

JosFritz

17. Juni 2009 - 16:22 Uhr

"Sollte es demnächst mal wieder eine Wagenburg- oder eine ähnliche "Parade" durch Freiburg geben, so wäre es langsam angebracht, auch einmal eine "Spießer"-Parade anzuregen."

Die Spießer-Parade hat doch hier schon ihren großen Auftritt.

Losgelassene, hasserfüllte Kleinbürger.

Wie hat Lafontaine so schön gesagt: Mit diesen Sekundärtugenden kann man auch ein KZ führen.

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Christian Müller  

Christian Müller

17. Juni 2009 - 16:28 Uhr

@Josfritz
...nur machen das die Spiesser hier nicht auf Kosten der Allgemeinheit und kritisieren bzw. beleidigen das System, von dem sie selbst leben.

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Kommander  

Kommander

17. Juni 2009 - 16:47 Uhr

@JosFritz
"...so wäre es langsam angebracht, auch einmal eine Spießer-Parade anzuregen."

ich würde mal die Kommentare von Anfang an lesen.
oder hast nur abgeschrieben weil dir nichts sinnvolles eingefallen ist?

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Markus T.  

Markus T.

17. Juni 2009 - 16:51 Uhr

Symphatisanten von Wagenburglern und Randalierern lassen den obligatorischen Verweis auf die NS Zeit wieder nicht im Keller. Erst benimmt man sich nicht nach den sozialen Gepflogenheiten, sondern wirft Flaschen, randaliert, beleidigt und bespuckt Menschen die etwas für den Staat tun, erhält man entsprechende Kritik werden die Kritiker als Nazis oder potentielle KZ-Aufseher beschimpft. Politik und Polizei in Freiburg wären gut beraten mal etwas für das Volk zu tun und Uneinsichtige wegzusperren.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 17:10 Uhr

@Chrisitan Müller:
"...nur machen das die Spiesser hier nicht auf Kosten der Allgemeinheit und kritisieren bzw. beleidigen das System, von dem sie selbst leben."

Wo bitte kann man diese rosafarbene Brille kaufen?

@Kommander: (jetzt in kleinschreibung): ich denke das hat jos fritz ...

@Markus T.: wirklich?

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 17:13 Uhr

Spießer scheinen einfach keinen Spaß zu verstehen - und gleich wird die Keule ausgepackt, mit dem Argument, dass die saufenden Augustinerplatz-MitbewerberInnen keine Steuern zahlen würden, keiner geregelten Tätigkeit nachgingen, auf Kosten anderer leben undsoweiterundsofort.

Haben die Spießer vergessen, wie hoch die Branntwein- und Tabaksteuern eigentlich sind? Diese ehrbaren und trinkenden Mitbürger ZWANGSburgs, drücken eventuell monatlich mehr Steuern ab, als so manche Hausfrau, die von ihrem in einer Niedriglohn-Fabrik arbeitenden Mann durchgefuttert werden muss.

Ja, "Undank ist der Welt Lohn", wie es schon passend in 2. Korinther 12,11-18 steht. Vielleicht sollte sowieso die Bibel bemüht werden, um herausfinden, was uns bezüglich "Lichthupe auf dem Augustinerplatz" geraten wird:

Psalm 119, Vers 105: „Dein Wort sei meinem Fuß eine Leuchte“!
Also Gottes Wort und keine Lichthupe, sollte unseren trinkenden AugustinerplatzmitbewerberInnen den Weg heimleuchten. Somit wäre einwandfrei erwiesen, dass v. Kirchbach und Gefolge mit Aufstellung des Leucht-Bembels unbiblisch und somit unchristlich gehandelt haben. Eine leuchtende Bibel hätte aufgestellt werden müssen, aus der v. Kirchbach zu später Stund' vorlesen müsste!

Was soll man denn von dieser Zuwiderhandlung seitens Stadtoberen halten?

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JosFritz  

JosFritz

17. Juni 2009 - 17:19 Uhr

"...nur machen das die Spiesser hier nicht auf Kosten der Allgemeinheit und kritisieren bzw. beleidigen das System, von dem sie selbst leben."

@ Müller:

Schätze, wenn einer von uns beiden seine Kohle vom Staat bekommt und "vom System lebt", dann doch wohl Du, oder ;)

Schön, dass sich die konservativen Revolutionäre hier gleich outen, wenn man nur ganz sachte auf den Putz haut :)

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 17:32 Uhr

@dr. satori: man scheint hier wohl zu vergessen, dass man unser ding hier um uns herum, hier in der BRD, eine sogenannte demokratie nennt.

und man vergisst hier wohl in diesem thread wohl auch, dass das die MENSCHEN, die hier leben nicht nur einer gesinnung sind.

@all: ihr müsst euch mit einem abfinden - so wie wir eben auch - es gibt auch die ANDEREN. bitte, keine toleranzfloskeln und keine SCHULDVERSCHIEBUNG auf elternhäuser hier auf diesem server.

in unserer STAATSFORM sollte es um konsens gehen.

und nun die frage des TAGES:

wer ist die wahre minderheit in diesem land?

die, die das geld besitzen?
oder sind es die, die (bald) keines mehr haben werden?
zeigt euch das nicht, dass hier sogar im süßen freiburg so langsam die REALITÄT durchsickert?

es sollte euch allen ANGST machen, und ich würde mir an eurer stelle folgende fragen stellen:

"verdammt, was wenn ich falsch gelebt habe?"

oder gerne auch:

"was wenn das ganze politsch-wirtschaftliche MONSTER um mich herum eine große FARCE ist?"

ps: mein elternhaus war leider 68 schon aktiv. grins.

...

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nightandday  

nightandday

17. Juni 2009 - 17:53 Uhr

,,,,, und das gibt es auch nur in freiburg wo links-aussen tun und lassen kann was sie wollen, und wir normalos dürfen nur abnicken und uns auf der nase rumtanzen lassen, es ist zum kotzen mit euch !!

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Klingeling  

Klingeling

17. Juni 2009 - 17:55 Uhr

Zum Schutz vor Vandalismus an der Säule durch gewaltbereite Objekte aus dem unteren Rand der Gesellschaft benötigen wir nun ohne Zweifel mindestens vier stationäre 180°-Kameras auf Masten rund um den Augustinerplatz mit Infrarotscheinwerfern und digitaler Aufzeichnungstechnik.

Die Toleranz muss eben zwangsweise durchgesetzt werden, wenn nötig durch Polizeigewalt!

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Willy B.  

Willy B.

17. Juni 2009 - 18:09 Uhr

Ich bin in Deutschland viel rumgekommen. Die Dichte an Dummen und Intoleranten scheint mir hier in Freiburg am höchsten. Wer kann den Anwohnern des August bei nüchterner Betrachtung ein Recht auf Nachtruhe verwehren? Die, die laut und zum Teil aggressiv nach Toleranz schreien haben nicht die geringste Gabe zum Perspektivenwechsel. Ekehaft!

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eddi  

eddi

17. Juni 2009 - 18:24 Uhr

hallo,

um es gleich vorweg zu sagen: ich finde die vorgehensweise der stadt richtig, den einsatz von herrn von kirchbach in der sache sehr lobenswert und - wie wir gestern gesehen haben - auch sehr mutig. die einfachere variante für die stadt wäre gewesen, die thematik ordnungsrechtlich zu lösen. gut, dass sie es sich nicht so einfach machen wollten.

„wer am augustinerplatz wohnt, muss halt den lärm aushalten oder umziehen.“ solche oder ähnliche sätze hört man leider öfter: ich bin der meinung, dass man mit einer wohnung in der innenstadt nicht gleich seine bürgerrechte abgeben muss. Im gegenteil bin ich der meinung, dass der platz für alle so attraktiv ist, gerade weil dort noch menschen wohnen und ihnen der platz wichtig ist. die alternative sind plätze mit anonymen geschäfts- oder verwaltungsgebäuden: ich möchte das eher nicht.

aus der tatsache, dass auch andere mit lärm konfrontiert sind abzuleiten, dass man dann am augustinerplatz (oder anderswo) eben auch lärm ertragen muss, ist aus meiner sicht unfug. mit dem gleichen argument könnten die augustinerplatzbewohner ja auch zusammengeschlagen werden, denn gewalt gibt es ja schließlich auch im bermudadreieck. ich helfe gerne mit (demonstrieren, briefe schreiben etc.), wenn sich jemand durch auto- oder fluglärm gestört fühlt. dann haben wir ja ein ähnliches anliegen.

ich sehe auch die konfrontationslinie zwischen anwohnern und platznutzern nicht. keiner der anwohner, zumindest ist es mir nicht bekannt, möchte, dass sich auf dem platz keiner mehr aufhalten kann. auch mit platzkonzept und säule kann jeder, so oft und so lange er möchte, den platz nutzen. die einzige – und auch nicht neue – einschränkung ist, dass ab einer bestimmten uhrzeit die lautstärke reduziert werden soll. wo ist hier das problem?

es geht auch nicht nur um die anwohner. es gibt nämlich auch andere platznutzer, u.a. viele familien mit kindern, die sich an einem verdreckten platz und in einer bierseligen stimmung nicht wohl und z.t. auch bedroht fühlen. warum ist hier eine gegenseitige rücksichtnahme nicht möglich?

es geht im übrigen nicht nur um den lärm, sondern auch um den dreck. ich habe zwar viele kommentare gelesen, die sich über die kosten der säule ärgern, aber noch keinen, der auf die kosten der täglichen platzreinigung hingewiesen hat, die die einmaligen kosten für die säule jedes jahr um ein vielfaches übersteigen.

insgesamt fällt mir auf, dass die diskussion offensichtlich nicht ohne die üblichen klischees auf beiden seiten auskommt. die „uncoolen spießer“ auf der einen und die „linken chaoten“ auf der anderen seite. Ich kenne „spießige linke“ und „coole spießer“, daher – auch wenn das ggf. wieder spießig ist – würde ich gerne ein paar gute sachargumente der gegner des platzkonzepts hören. bis jetzt hat mich noch keins überzeugt.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 18:29 Uhr

@freiburger linke:

schämt euch. ihr bösen. warum habt ihr so eine (editiert wegen Verstoß gegen die Netiquette), eigene meinung? könnt ihr nicht wie alle anderen ignorant und blind durchs leben laufen? muss man den immer alles in frage stellen? hört doch mit euren sinnlosen bestrebung auf. lasst es bleiben. passt euch endlich an. (editiert wegen Verstoß gegen die Netuquette) gebt euch doch mal ne anständige haltung. warum tut ihr den anderen immer so unrecht?

passt euch endlich an ... bitte.

@all: wünsche euch weiterhin noch ein paar weitere fette, goldene jahre hier im süßen freiburg!
genießt sie - es könnten die letzten in dieser art sein.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

17. Juni 2009 - 18:41 Uhr

@nightandday:
Nur kurz, da ich grad Schnaps brenne:
Gerne gewähre ich einen Einblick in meine Aktenordner, die gefüllt mit Schreiben von der Freiburger Staatsanwaltschaft sind, damit meinerseits bewiesen werden kann, dass die Freiburger Staatsanwaltschaft alles andere als links-freundlich eingestellt ist und war. Hierzulande werden gerne mal Satiriker, Kabarettisten und deren Telefone sowie Mitbewohner überwacht - pure Verschwendung von Steuergeldern, die gottseidank auch ein "nightandday" zu tragen hat.

Man sehe sich diesen Artikel an:
http://www.pseudolus.de/index.php/676/freiburg-amtsgericht-linke-staatsschutz

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keep-it-deep  

keep-it-deep

17. Juni 2009 - 18:51 Uhr

meines erachtens ist es jedem auch nur ansatzweise selbständig denkenden "augustinerplatzhocker" sonnenklar, dass er sich auf diesem platz in der freiburger innenstadt und nicht auf einem den stadtgrenzen vorgelagerten kirmesplatz befindet. er weiss also, dass dieser ort nicht nur gewerblich, sondern auch zum wohnen genutzt wird.

genauso ist jedoch der durchschnittliche anwohner über diese misch-/gemengelage aufgeklärt. denn nicht zuletzt ist ein bewohner innerstädtischer gebiete tagein tagaus gewisser "lärmbelästigungen", verursacht durch strassenbahn, zuliefer- und entsorgungsbetriebe, baustellen etc., ausgesetzt.

fakt ist, dass der augustinerplatz ein öffentlicher platz ist, auf dem sich jeder bürger zu jeder tages- und nachtzeit aufhalten kann. fakt ist auch, dass sich daraus zwei positionen ergeben, zwei freiheitsbereiche, die beide einer grösstmöglichen verwirklichung zustreben wollen. diejenige der augustinerplatz-besucher, die in lauen sommernächten gerne das fast schon reiseprospektartige südländische flair der stadt freiburg geniessen wollen, und diejenige der anwohner, die ab einer gewissen uhrzeit auf jede art von lärm neuralgisch reagieren, sei das nun ein dumpfes murmeln einer sich unterhaltenden menge oder sei es ein über's kopfsteinpflaster knatterndes moped.

dass jeder seine freiheit beeinträchtigt sieht, wenn nur ansatzweise die rede von "hinnehmen" oder "einschränken" ist, dürfte ebenso auf der hand liegen. da ist der blosse anwohner, der am liebsten schon um 21 uhr eine ausgangssperre verhängt sähe, genauso spiessig wie der einfache "augustinerplatzhocker", der noch um zwei uhr morgens den platz mit einer funktion one-anlage beschallen möchte.

es geht doch daher gar nicht um den streit anwohner-platzbenutzer. dieser streit würde auch aufflammen, wenn man sich lediglich bis 21uhr dort aufhalten dürfte. es geht doch meines erachtens vielmehr um die frage, wie dieses "ausgleichsprogramm" beiden parteien, aber insbesondere den "augustinerplatzhockern" vermittelt wurde und wird. nicht zuletzt durch die entscheidungstragenden und ausführenden personen.

der auftritt des bürgermeisters von kirchbach war für mich eine einzige enttäuschung. sich von denjenigen abwenden, an die sich seine massnahme richtet (er ist bürgermeister, und daher ist er für diese massnahme letztverantwortlich), nur den blick in die kameras und auf die augen der mitschreibenden journalisten gerichtet, ist unfein und vermittelt nicht unbedingt den eindruck von bürgernähe. meiner ansicht nach hätte er sich direkt an das abendpublikum wenden sollen und müssen, den diese menschen geht sein programm etwas an. er hätte sich zu den menschen setzen sollen, es ihnen in direktem austausch vermitteln müssen - auch wenn er sich möglicherweise fiesen buh-rufen oder anderen anschuldigungen ausgesetzt hätte. damit muss ein bürgermeister jedoch rechnen, es ist ja auch "seine" massnahme. mit dem auf-die-menschen-zugehen hätte er jedoch sehr viel gewinnen können.

es hängt so viel an einer gut entwickelten kommunikationspolitik. doch diese scheint manch einem entscheidungsträger völlig abzugehen. schade.

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keep-it-deep  

keep-it-deep

17. Juni 2009 - 18:57 Uhr

um diesem ganzen links-rechts / schwarz-weiss-einheitsbrei einmal eine andere richtung zu geben:

es ist nun doch sehr bemerkenswert, dass heutzutage in der regel gerade diejenigen am lautesten auf die sicherung ihrer pfründe achten, die vor nicht allzu langer zeit, also in den späten 60er-jahren, die grösstmöglichen freiheiten für sich beansprucht und lautstark postuliert haben. doch mittlerweile sind diese fast schon am ende ihres langen arbeitslebens angekommen, haben nur noch wenige jahre in ihren kaum mehr gesicherten nine-to-five-jobs abzusitzen, und wollen - denklogisch - des abends ihre "wohlverdiente" ruhe haben, ob das nun in der innenstadt, in einem aussenbezirk oder auf dem land ist. "schliesslich han ich ja g'schafft."

unberücksichtigt bleibt dabei jedoch, dass in der zwischenzeit weitere generationen nachgewachsen sind, die nicht minder freiheitssuchend und -liebend sind, die sich nicht minder gerne einmal nachts zerfeiern wollen um anderentags mit rotgeränderten augen auf die ausbildungsstelle, die sitzbank in der universität oder den prekariatsjob zu kriechen.

erstaunlich daher, dass man die eigenen freiheiten für andere kaum gelten lassen möchte!

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Minister  

Minister

17. Juni 2009 - 19:30 Uhr

Hier ein paar praktische Vorschläge wie man die linken undemokratischen Trupps ganz sicher vertreibt.
Wenn sich die Stele rot färbt, gibt es sich immer weiter steigernde Sanktionen wie in der Tierforschung.

1. Den Platz mit Natriumdampflampen überbeleuchten. Für Leien, Natriumdampf erzeugt farbloses Licht, alle sichtbaren Farben werden in Gelbtönen dargestellt. In der Hoffnung auf einen Fluchtreflex da sich ihr eigenes monotone, frablose Leben sich 1000 fach auf dem Platz wiederspiegelt. Der Platz würde sich zum alkoholischem Kuscheln nicht mehr eignen da er dann einfach zu hell ist.

2.Zwangsbeschallung des Platzes mit extrem schlecht klingenden Megaphonen.
unentwegte Lesung "Steppenwolf" von Hermann Hesse. Als Vorleser währe Helmut Kohl gut.

3.Der Platz wird zwangsbeduftet mit einer Mischung aus Patchouli , Rosenöl und Ziegenscheiße.

4. Feiner Nieselregen aus einer Berieselungsanlage wirkt Wunder

Also wie man sieht gibt es eine ganze Menge Tricks aber mich fragt ja keiner.

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keep-it-deep  

keep-it-deep

17. Juni 2009 - 19:38 Uhr

es ist, um einmal etwas off-topic zu schreiben, in der stadt freiburg leider ein gewisser (negativer) trend festzustellen, der diese stadt, die sich gerne mit den adjektiven "liberal, freiheitlich, tolerant,..." beschreibt, hin zu einer vor verhängnisvoller selbstzufriedenheit vor sich hin dösender kleinstadt führt.

noch vor nicht allzu langer zeit war es - um nur ein beispiel zu nennen - überhaupt kein diskussionsthema, dass die legendäre und weit über die stadtgrenzen hinaus bekannte montagsveranstaltung "tageins" im nicht minder legendären waldsee, die sich durchaus in einer gewissen vorreiterolle in sachen montagsveranstaltung sehen darf, bis weit in die frühen morgenstunden andauern durfte. seit einiger zeit jedoch erfahren die betreiber und veranstalter einen erheblichen gegenwind, sind in manch einem (print-)medium, zuletzt im freiburger wochenbericht, anfeindungen ausgesetzt, deren verfasser, wie beispielsweise ein stadtweit bekannter unternehmensberater, noch nicht einmal davor zurückschrecken, wider besseren wissens ersichtlich unwahre tatsachen in richtung der betreiber und veranstalter zu verbreiten.

dieser gegenwind weht leider nicht nur dort. er ist allerorts festzustellen. besonders nachdenklich muss dabei stimmen, dass nur ein paar wenige menschen stadtweit über eine derartig grosse lobby verfügen, dass sie sich gewissermassen wie eine ersatzpolizei gebahren dürfen. dies feststellen zu müssen, ist unerträglich!

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 19:46 Uhr

@keep it deep: respekt für wortwahl und inhalt. dem kann nichts hinzugefügt werden.

@dr. satori: viel erfolg beim schnaps. siehe keep.

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keep-it-deep  

keep-it-deep

17. Juni 2009 - 19:47 Uhr

@ minister:

- befreie dich als erstes von deinem ewiggestrigen und längst überkommenen schubladisierenden denken. die kategorien links - rechts sind in einer postideologischen gesellschaft, wie wir es heutzutage, am ende des ersten jahrzehnts des 21. jahrhunderts längst sind, völlig unangebracht.

- hermann hesses "steppenwolf" ist ein gutes buch. denn der darin beschriebene grundkonflikt lässt sich meines erachtens auch und gerade auf die situation am augustinerplatz anwenden, zumindest teilweise. dass du dieses werk der literatur allerdings gewissermassen als "rausschmeisserlektüre" vorlesen lassen verlangst, outet dich nach meinem persönlichen dafürhalten als für jedwede konfliktsituation befriedende lösungsansätze ungeeignet. vielleicht solltest du dir einmal selbst die zeit nehmen, den "steppenwolf" zu lesen und zu verstehen.

- dass du - im übertragenen sinne - keine anderen lösungsvorschläge als "kratzen, spucken, beissen" vorzuweisen hast, ist armselig. war aber letzten endes, allein aufgrund der missachtung eines herausragenden werkes der deutschen literatur, offensichtlich und daher keinesfalls enttäuschend.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 20:02 Uhr

@keep it deep: ich glaube du kannst mit dem posten aufhören. die entsprechenden herren werden jetzt wohl die tagesschau oder gar RTL-news schauen.

eine diskussion können wir hier wohl nicht führen ... ein sachliche ginge hier wohl auch nicht.

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keep-it-deep  

keep-it-deep

17. Juni 2009 - 20:16 Uhr

@ porelsol: noch zwei minuten, dann ist 20:15. da wird sich doch der ein oder andere rtl-honcho erbarmen und sich hier wieder einloggen. wenn auch nur für den bruchteil einer sekunde, denn nach einem kurzen werbetrailer, einer filmvorschau und einem sendereigenen jingle geht's weiter mit der talk- oder castingshow, der schlechtübersetzten, aus amerikanischem mittelklassefernsehen geklauten soap...

das war jetzt off-topic. verzeiht!

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 20:54 Uhr

offtopic: es ist jetzt 20:51 auf meinem in singnapur zusammenbebauten, in amerika konstruierten G5 aus dem amerikanischen BILL-GATES-KLON namens APPLE.

keine aktion - keine REAKTION.
sind wohl mit lesen beschäftigt ... ist ohnmacht via worte möglich?

hat dutschke doch recht gehabt. er möge in frieden ruhen.

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Markus T.  

Markus T.

17. Juni 2009 - 21:47 Uhr

@keep-it-deep
habe noch nie so viele Widersprüche in verhältnismäßig so wenig Text über mich ergehen lassen müssen. Es gibt einen Konflikt zwischen notorischen Unruhestifter, die sich gleichzeitig und regelmäßig als Randalierer und üble Pöbler profilieren und Anwohner die ein Recht auf Nachtruhe haben. Ein Recht auf Party (Randale) nach 23.00 Uhr auf öffentlichen Plätzen gibt es aus guten Grund nicht. Das Vorgehen der Randalierer zu verharmlosen und gleichzeitig das Bedürfnis der Anwohner auf Ruhe ins Reich der überzogenen Empfindlichkeiten von TV-Klotzern zu ziehen, mag in bestimmten Kreisen zwar gut ankommen ist aber tatsächlich profane Demagogie und in dieser Art weder erträglich noch für einen sozial eingestellten Menschen hinnehmbar.
Nochmals um das Problem richtig einordnen zu können. Es wurde in der Vergangenheit alles mögliche versucht um die Ruhestörer auf ein angemessenes Verhalten bewegen zu können. Erfolglos !!!!
Die gestern eingeführte Ampel ist vielleicht nicht der bisher beste Versuch den Pöbel zu beruhigen aber auf keinen Fall kann hingenommen werden, dass demokratisch gewählte Politiker, beim Versuch ihrer Arbeit nachzugehen, bespuckt und beleidigt werden. Ihre Ausführungen mit den vielen Widersprüchen, die offensichtlich auf einer unglaublichen Uneinsichtikeit beruhen, belegen sehr deutlich, dass es im Grunde sehr schwierig ist mit Argumenten gegen verbohrte Staatsfeinde vorzugehen. Es findet sich schließlich immer ein Grund um einen unbändigen Zorn auf die Obrigkeit zu entwickeln und nebenbei kann man auch noch damit die Randale in einem Wohnbezirk rechtfertigen.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

17. Juni 2009 - 22:26 Uhr

@Markus T.: deinen worten folge leistend ... möchte ich lieber "staatsfeind" sein.

gute nacht.

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Dr.Sagita  

Dr.Sagita

17. Juni 2009 - 22:57 Uhr

Schon unglaublich, wie viele sich hier mit billigen Parolen die Gunst der Leserschaft - oder einfach um sich wichtig zu machen ? - sichern wollen. Habe selten so viel Unsinniges und Unverschämtes gelesen. Ist das die Art und Weise, wie Politik betrieben werden soll? Die Position des anderen abwerten, ihn verhöhnen, lächerlich machen? Warum nicht gleich alle Bürgermeister angreifen? Oder wie wäre es mit dem Gemeinderat, der das neue Konzept abgesegnet hat? Das sind 48 Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die mit abertausenden Stimmen vor 5 Jahren gewählt wurden. Sind all diese Freiburger Spießer? Und wissen es immer nur ein paar wenige besser? Schade, dass die vielen Platznutzer die Chance nicht wahrgenommen haben, um den wenigen unbelehrbaren, betrunkenen, randalierenden, gewaltbereiten und damit sich selbst disqualifizierenden Bürgern klarzumachen, dass sie der Sache nur schaden. Aber vielleicht passt Zivilcourage und Partylaune eben nicht zueinander.
Genausowenig übrigens wie niveaulose Kommentare und Selbstherrlichkeit sich mit den Wünschen der Platznutzer decken.
Ich bin ein solcher Platznutzer und ich wünschte, es würden nicht immer andere für mich reden wollen, die meine Meinung überhaupt nicht vertreten.
Das Konzept der Stadt ist gut, es hat eine lange Vorgeschichte und sollte zumindest eine Chance bekommen. Schade, dass ich gestern nicht dabei war. Mir wäre an einem Dialog gelegen. Aber was hier abgeht, ist wirklich unterirdisch. Das ist GOTT SEI DANK nur die Meinung einer Minderheit.
Also, liebe Minderheit: hört auf mit euerm Gejammer im Namen von anderen. Wenn ihr euch hier so unwohl fühlt, dann zieht doch einfach weg. So, wie es die Anwohner auch tun sollen, oder?
Als friedlicher Platznutzer kann ich auf jeden Fall auf euch alle verzichten.

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Markus T.  

Markus T.

17. Juni 2009 - 23:05 Uhr

@porelsol
na, dann ist es ja Ihre wahre Gesinnung endlich dokumentiert und warum dann soviel Worte um einen "Augustinerplatz".
Es geht doch bei Ihnen nur um die Abschaffung des Staates und nicht wirklich um die Problemlösung am August. Welch Geistes Kind Sie sind war bereits frühzeitig und unschwer aus Ihrem Kommentar: (Zitat) "@all: wünsche euch weiterhin noch ein paar weitere fette, goldene jahre hier im süßen freiburg! genießt sie - es könnten die letzten in dieser art sein." (Zitatende) zu entnehmen. Leute mit Ihrer Gesinnung stehen nicht für die meisten jungen Leute die sich nur am August treffen und unterhalten wollen, sondern nur für eine kleine Minderheit, die nun mal existiert.

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keep-it-deep  

keep-it-deep

17. Juni 2009 - 23:09 Uhr

@ markus t.

ich bitte sie, in zukunft keine einem allgemeinplatz nahen behauptungen aufzustellen, sondern belegen sie anhand zitaten aus meinen ausführungen, ob und wo die von ihnen lediglich plakativ angepriesenen widersprüchlichkeiten aufzufinden sind.

anderenfalls kann und darf ich ihnen nur entgegenhalten: ich hätte mich sehr gerne mit ihnen intellektuell duelliert, aber wie ich feststelle, sind sie leider unbewaffnet.

in meinen von ihnen lediglich als "widersprüchlichkeiten" abgetanen ausführungen habe ich keineswegs diese von ihnen angesprochenen unruhestörer zu ikonen der freiheit stilisiert noch deren verhaltensweisen auf irgend eine art und weise gebilligt, geschweige denn gut geheissen. protest mit den mitteln der gewalt delegitimiert seinen zweck - das ist auch und gerade für mich sonnenklar. diesbezüglich bedarf ich keiner belehrung von dritter seite, schon gar nicht, weil ich mich zu keiner zeit für derartige aktionen ausgesprochen habe. aus welchen meiner worte sie dies herauslesen, ist mir völlig rätselhaft und bedarf der weiteren, diesmal jedoch begründeten ausführungen von ihrer seite!

letzten endes sind diese von ihnen angesprochenen jugendlichen aber keine "störer", "unruhestifter" oder gar "gewaltbereite". und dass auch hier wiederum das denkbar abgegriffene wort "pöbel" seine verwendung findet, ist vielmehr bezeichnend für den autor denn für diese jugendlichen. jugendliche wie die von ihnen angesprochen gehören genauso zu einer gesellschaft wie sie und ich, es gilt also nicht, gegen diese menschen vorzugehen, sondern einen konflikt aktiv mit ihnen anzugehen. dies nur auf der einen seite.

auf der anderen seite stehen jedoch die vielzahl derer, die den augustinerplatz lediglich als öffentlichen raum, für ein gesellschaftliches beisammensein nutzen wollen. der augustinerplatz ist gewissermassen ein analoges facebook, wo sich menschen jedweder herkunft und jedweden alters treffen, austauschen, vernetzen. dies soll und muss erhalten bleiben und ist möglicherweise auch ein teil des städtischen konfliktlösungsprogrammes. die frage ist nur, wie wird das programm vermittelt. und da sehe ich doch den einen oder anderen nicht gerade unerheblichen mangel auf seiten der städtischen entscheidungsträger.

enttäuschend allerdings, dass sie, nur weil hier in den kommentaren jemand auftritt, der eine der ihren diametral gegenüber stehende meinung vertritt, sogleich in die sprachkiste greifen und begriffe wie "staatsfeind", "uneinsichtigkeit" und, und, und ausgraben müssen. andererseits kann ich ihnen für ihre ausführungen nur dankbar sein. ein schöneres selbstbild hat mir noch kein unbekannter zuvor von sich verfasst.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

18. Juni 2009 - 01:12 Uhr

@Dr. Sagita:
Es ist tatsächlich so, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht:
Immer ein paar wenige wissen es besser... Siehe Einstein...

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Dr. Satori  

Dr. Satori

18. Juni 2009 - 01:15 Uhr

...wenn es alle besser wüssten, hochverehrter Dr. Sangria (oder so ähnlich), wären wir ja alle Doktoren. Ach wie schlimm das doch wäre, könnte man uns vom Pöbel nicht mehr unterscheiden...

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Der Onkel  

Der Onkel

18. Juni 2009 - 09:46 Uhr

no

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Der Onkel  

Der Onkel

18. Juni 2009 - 09:51 Uhr

Die unterste Schicht der Gesellschaft führt ein ekelhaftes, spuckendes und gröhlendes Schauspiel vor das dieser Platz noch nie gesehen hat. Die Bereitschaftspolizei freut sich schon dieses (editiert wegen Verstoß gegen die Netiquette) nach dem Komando Helme auf (wg. fliegenden Bierflaschen) aus der Stadt zu knüpeln.

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Markus T.  

Markus T.

18. Juni 2009 - 10:07 Uhr

@keep-it-deep
wenn Sie meinen wer viel schreibt hat viel Recht, dann könnten Sie sich auf einem Holzweg befinden. Der Großteil Ihrer Ausführungen hat nichts mit dem Problem "August" zu tun und
ist schon deshalb nicht hilfreich, sondern lenkt nur vom eigentlichen Thema ab.
Das Wenige das Sie zum Thema schreiben ist widersprüchlich. Sie schreiben zum einen, dass es nicht um den Streit zwischen Anwohnern und Platznutzern geht, sondern darum wie das "Ausgleichsprogramm" insbesondere den "Augustinerplatzhockern" durch die Entscheidungsträger vermittelt wurde.
Nun denke ich ist es doch so, dass ein "Ausgleichsprogramm" durch Entscheidungsträger (Politiker) nur nötig ist, wenn ein Streit vorliegt. Der Streit (unzumutbare Lärmbelästigung nach 23.00 Uhr) war vor dem "Ausgleichsprogramm" vorhanden und nicht umgekehrt. Die nach Ihrer Ansicht unqualifizierte Vermittlung des Ausgleichsprogramms an die "Augusthocker" kann also nicht Ursache des Streits sein. Bleiben wir bei der von Ihnen als Hauptproblem dargestellten schlechten Vermittlung des "Ausgleichsprogramms", denn hier wird der eigentliche und wichtige Widerspruch Ihrer Ausführungen am deutlichsten. Sie halten die von der Stadt eingesetzten "info-teams" als unqualifiziert und fordern qualifiziertes Personal, das den "Augusthockern" das Ausgleichsprogramm vermittelt. Qualifiziertes Personal (street worker ?/ Psychologen?) ist doch aber bei den "Augusthockern" nicht nötig, denn die haben längst verstanden, dass ab 23 Uhr eine Rücksichtsnahme nötig ist bzw. verstehen auch freundlich geschriebene Handzettel.
Die von Ihnen geforderten qualifizierten Angestellten, die im Übrigen sehr viel Geld kosten würden, sind nur für den Pöbel nötig, der leider eben existiert. Warum qualifizierte und damit
gut bezahlte "info-teams" nötig sind um lediglich zu vermitteln dass man Rücksicht auf Anwohner nehmen muß ist im Grunde nur ein Armutszeugnis für die, die solche Anteilnahme nötig haben.
Die Verursacher der ganzen Misere sind gerade hier leicht auszumachen. Die Anwohner des "August" benötigen keine qualifizierten "info-teams", sondern haben längst akzeptiert, dass der "August" für die "Augusthocker" auf Grund legitimer Bedürfnisse nutzbar bleiben soll.

Nochmal in Kürze zur Übersichtlichkeit: die von Ihnen geforderten, qualifizierten "info-teams" sind doch unbestritten nur für Chaoten nötig, die es also geben muß. Den Vermittlern des Ausgleichsprogramms jetzt die Schuld in die Schuhe zu schieben ist für die Chaoten eine Legitimation für weiteres unrechtes Handeln aber der relevante Widerspruch Ihrer Angaben, der alle Ihre Ausführungen unglaubwürdig macht.
Ihre Unglaubwürdigkeit ist nicht das Problem aber die gesitteten "Augusthocker" und die Anwohner leiden unter der Verkehrung der Tasachen.

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keep-it-deep  

keep-it-deep

18. Juni 2009 - 10:47 Uhr

"Die von Ihnen geforderten qualifizierten Angestellten, die im Übrigen sehr viel Geld kosten würden, sind nur für den Pöbel nötig, der leider eben existiert. Warum qualifizierte und damit
gut bezahlte "info-teams" nötig sind um lediglich zu vermitteln dass man Rücksicht auf Anwohner nehmen muß ist im Grunde nur ein Armutszeugnis für die, die solche Anteilnahme nötig haben"

=> und wenn schon?! sind sie nicht der ansicht, dass gerade die menschen, die sie als "pöbel" und "chaoten" fortwährend abtun, einer besonderen führung bedürfen? wer sich eine eindimensionale gesellschaft wünscht, sollte seine eigene position einmal überdenken!

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

18. Juni 2009 - 11:04 Uhr

@Markus T.//Dr.Sagita:

wer lesen kann ist klar im vorteil, bzw.:

"wir leben zwar alle unterm gleichen himmel, wohl aber teilen wir uns nicht den gleichen horizont" - so in etwa mag es konrad adenauer gesagt haben ... üben sie bitte erst den sachgemäßen umgang mit WEB 2.0 - bevor sie mich als verfassungsfeindlich degradieren.

danke der ehre ... bis dahin, viel spass hier in freiburg, und herzliche grüße
von der digitale bohème

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sportfan  

sportfan

18. Juni 2009 - 11:08 Uhr

1. Um 23.00 muss Ruhe sein finde ich zu früh (falls gitarrenspiel, etwas lautere unterhaltungen inbegriffen sind)
2. wer auch Freitags und samstags bis 22.00 Arbeiten muss und wie ich einfach noch mit Freunden sich auf dem August trifft und sich dort Unterhällt und sich normal verhällt ist denke in Ordnung.
3. 1-2 Mülleimer mehr wäre denke auch ganz gut
4. finde ich wird jeder August besucher fast in die Richtung eines "Chaoten" geschoben, dabei gibt es viele Besucher wie ich die einfach noch 2 stunden abends dort verweilen und dann heimfahren.

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Markus T.  

Markus T.

18. Juni 2009 - 11:24 Uhr

@porelsol
Sie haben sich durch Ihren hier zuvor abgegebenen Kommentar: (Zitat) "@all: wünsche euch weiterhin noch ein paar weitere fette, goldene jahre hier im süßen freiburg! genießt sie - es könnten die letzten in dieser art sein." (Zitatende) als ernstzunehmender Diskussionsteilnehmer disqualifiziert und werden deshalb von mir zukünftig ignoriert.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

18. Juni 2009 - 11:35 Uhr

@Markus T.

da ich sehr tolerant bin ... kann ich damit leben.

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Markus T.  

Markus T.

18. Juni 2009 - 11:42 Uhr

@keep-it-deep
offensichtlich sind Sie von Ihren Schuldzuweisungen an die Vermittler des "Ausgleichsprogramms" doch nicht ganz 100% überzeugt.
Noch ein letztes Wort an Sie. Eine Gesellschaft ist doch nicht deshalb eindimensional weil sie sich aus Menschen zusammensetzt, die Rücksicht auf den jeweils anderen nehmen. Sollte das aber doch so sein, wäre eine eindimensionale Gesellschaft in der Tat wünschenswert.

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sportfan  

sportfan

18. Juni 2009 - 11:55 Uhr

Ich finde es schon schlimm genug dass durch zuviele "ausuferungen" schon keine openair bühnen-Feste mehr auf dem August stattfinden. Aber wenn man Abends auch erlebt dass Gegrölt, an die häuser- Geschäfte Gepinkelt-Gekotzt wird und Glasflascheneitwurf mit welche platzt am lautesten betrieben wird dann kann ich auch die Anwohner verstehen (würde mich dann auch aufregen).

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

18. Juni 2009 - 12:22 Uhr

@sportfan:

kein thema.

aber der august ist doch nicht der nabel der welt, bzw. der nabel von freiburg?

was ist mit den vorglühkids in der oberwhiere, in rieselfeld, in "hass"-lach?

das ist doch demographisch nicht nur auf den augustinerplatz reduzierbar?
was ist mit dem bermudadreieck?

sind etwa weitere säulen geplant?

im anderen artikel zu diesem thema geht es sachlicher und gezielter zu...habt
ihr diesen schon gelesen?

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sportfan  

sportfan

18. Juni 2009 - 12:42 Uhr

@por el sol

logisch habe mich aber nur hierzu geäussert, da ich dort früher verweilt habe und auch noch abundann da bin. Aufgefallen ist mir zudem, wie du sagst vorglühen, sich durch dass bermuda sauf verbot sich alles nur etwas verlagert hat. Da siehst du nun jugendliche schnell den sixer exen weil vorne bekommen sie ihn ja sonst abgenommen. Bezweifel was am ende besser ist...

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keep-it-deep  

keep-it-deep

18. Juni 2009 - 13:25 Uhr

@ markus t.: wo ist denn in meinen ausführungen von einer schuldfrage im allgemeinen und einer schuldzuweisung die rede? davon einmal abgesehen bin ich auch jetzt noch zu 100% von meinen persönlichen ansichten überzeugt. dass für sie allerdings ein der diskussion sachdienliches einlenken wie ein zweifeln rüberkommen mag, dafür kann ich nichts.

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Markus T.  

Markus T.

18. Juni 2009 - 14:13 Uhr

@keep-it-deep
ein Zitat aus einem Ihrer Kommentare: (Zitat) "es geht doch daher gar nicht um den streit anwohner-platzbenutzer. dieser streit würde auch aufflammen, wenn man sich lediglich bis 21uhr dort aufhalten dürfte. es geht doch meines erachtens vielmehr um die frage, wie dieses "ausgleichsprogramm" beiden parteien, aber insbesondere den "augustinerplatzhockern" vermittelt wurde und wird. nicht zuletzt durch die entscheidungstragenden und ausführenden personen. der auftritt des bürgermeisters von kirchbach war für mich eine einzige enttäuschung. sich von denjenigen abwenden, an die sich seine massnahme richtet (er ist bürgermeister, und daher ist er für diese massnahme letztverantwortlich), nur den blick in die kameras und auf die augen der mitschreibenden journalisten gerichtet, ist unfein und vermittelt nicht unbedingt den eindruck von bürgernähe. meiner ansicht nach hätte er sich direkt an das abendpublikum wenden sollen und müssen......"(Zitatende)
ich habe diese Ausführungen so verstanden, dass Sie letztlich die Schuld der Misere dem Bürgermeister ankreiden wollen. Nach meiner Meinung versucht der nur das Problem zu lösen, kann aber niemals das Problem selbst sein, weil er ja erst ins Geschehen eingegriffen hat als die Situation eine Einmischung der Politik nötig machte. Wenn Sie so wollen kann ein Vermittler nie Ursache des Problems sein bzw. eine Schuld am Problem haben sondern er kann lediglich schlecht oder gut vermitteln. Auf keinem Fall kann selbst eine schlechte Vermittlung rechtfertigen, dass man sich zum einen bespucken und beleidigen lassen muß und zum Anderen darf dadurch auch keine Legitimation für weiteres Unrecht entstehen. Im Weiteren muß man die Pöbler auch zum Schutz der friedlichen "Augusthocker" aussortieren und im Rahmen der Gesetze bestrafen. Ihre Forderung nach qualifizierten "info-teams" (street worker ? Psychologen?) in Ehren aber man kann doch nicht jedem Chaoten einen solch großen Aufwand zukommen lassen.
Wer soll das bezahlen ? Im Übrigen wäre auch die qualifiziertesten "info-teams" kein Garant für einen Erfolg, da es leider immer Menschen gibt, denen es nur um Randale geht und um nichts anderes. Deshalb ist Kritik an der Ausführung von Vermittlungsversuchen sehr gefährlich, wenn dabei nicht klar erkenntlich wird, dass letztlich die Randalierer sich sofort ändern müssen und die Politiker sich vielleicht nur weiterentwickeln sollten. Nur.... wer ist schon perfekt und wer kann sich nicht noch weiterentwickeln ? Also alles keine Entschuldigungen sondern den Pöblern muss das Handwerk gelegt werden mit den Mitteln und dem Personal was eben zur Verfügung steht und was auch dafür gewählt wurde.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

18. Juni 2009 - 16:51 Uhr

@markus T.

von Leyen und Co verabschieden in wenigen minuten das Internetsperrengesetz.
wir werden in zukunft wohl ganz andere probleme haben.

wegen finanzierung:

wer finanziert momentan opel? wer macht schwachsinnige konjunkturpakete? wie hoch ist die städtische schuldenhöhe? wie hoch die von BAWÜ?

wer finanziert dieses land? und vor allem: die fehler der gewählten vertreter?
warum funktioniert die sozialarbeit hier in der BRD nicht? warum werden die gelder genau in den bereichen gekürzt wo es vor 30 jahren schon notwendig gewesen wäre geld rein zu bomben?

was blieb uns nach 16 jahren kohl?
wo ist die pseudo-reform-energie hin, die schröder und seine freaks, machen wollten?
warum darf ackermann immer noch frei herumlaufen?
wer finanziert die bad-bank?

ich denke noch härtere sanktionen sind nicht der richtige ansatz. das wurde schon zuoft in der vergangenheit bewiesen...

denn das ist demografisch kein problem, dass sich nur auf den augustinerplatz konzentriert.
dieser platz ist die spitze des eisbergs. das ist ein generationsproblem ... und ich glaube keiner hier gehört zu den hier angeschuldigten personen, bzw. zu angeschuldigten generation.

wir können uns gerne diesen samstag gegen 22 uhr treffen und bis 2 uhr einen stadtrundgang machen.
macht euch mal den spass, und geht einfach mal in die kneipen und clubs, und schaut euch dieses SCHAUSPIEL mal REAL an als euch hier mit geistvollen/-losen kommentaren zu bejubeln.

dann können wir gerne weiter reden.

und noch mal: wenn das im obige leyenhafte gesetz in zwei stunden durch geht - haben wir bald ganz andere probleme...!!!

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Radványi  

Radványi

18. Juni 2009 - 17:34 Uhr

@ POR EL SOL

Sanktionen sind durchaus der richtige Ansatz. Zumindest dann, wenn gesellschaftliche Mißstände aus dem Ruder laufen. Seit Jahrzehnten wird in diesem Land eine weitestmögliche Selbstverwirklichung gepredigt, nicht zuletzt aus dem linken Lager. Da man auch dort ahnte, daß dies aber absolut gesetzt nicht funktioniert, hat man den Sermon mit abstrakten Verhaltensregeln ins Rennen geschickt: "Solidarität" ist z.B. so ein Plastikwort, das heute jeder in den Mund nehmen kann, ohne Konsequenzen daraus ziehen zu müssen. Tugenden alten Zuschnitts wurden derweil als hohl, spießbürgerlich und gar faschistoid (Lafontains KZ-Diktum!)diffamiert. Aber sie haben selbst als klappernde Gerüste die Gesellschaft noch besser organisiert als diese appellative Weichspülrhetorik, auf die man heute setzt.

Die Folgen dieser Selbstverwirklichungsorgie: Verantwortungslosigkeit, Gier, Rücksichtslosigkeit, Doppelzüngigkeit allerorten ... in der Politik, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft, beim Individuum, global, national, regional.

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Markus T.  

Markus T.

18. Juni 2009 - 19:28 Uhr

@POR::EL::SOL
eigentlich wollte ich Sie ja ignorieren aber Sie haben mich mit letztem Kommentar davon überzeugt, dass Sie auch auf "konstruktiv" können :-) und ich bin nicht nachtragend.
Es ist natürlich so, dass ich als konservativ-liberal eingestellter Mensch zu den von Ihnen erwähnten Problemen sehr wahrscheinlich eine andere Sicht der Dinge habe als Sie.
Wenn Sie so wollen bin auch ich Opfer des Systems. Natürlich gibt unser Staat genug Anlaß zu Kritik und die von Ihnen aufgeführte Problemliste kann man noch beliebig erweitern aber hier ist nicht der richtige Ort für eine solche Diskussion die allerdings spannend verlaufen kann und mit Glück im phylosophischen enden kann. Zurück zu den von Ihnen aufgeführten Problemen. Ich denke niemand sollte für sich in Anspruch nehmen eine Patentlösung für die äußerst komplexen Themen in der Schublade zu haben. Ich halte überhaupt nichts davon immer den Politikern die Schuld für alles in die Schuhe zu schieben, denn gerade denen sind meistens die Hände gebunden, weil sie Parteisoldaten sind, Karriere machen wollen und beim Wähler ankommen müssen. Wer aus der Reihe tanzt wird abgesägt. Leider haben wir kein besseres System und keine besseren Politiker. Die Alternativen sind noch schlechter und deshalb sollte man den gewählten lieber den Rücken stärken statt sie anzuspucken. Es sieht so aus als ob der Kapitalismus eben weiter seine Kreise zieht und je schwieriger die Zeiten sind so unsozialer
werden sie eben. Es ist nun mal ganz einfach, hat man genug Geld angehäuft, ist man in der Regel unabhängig von unerwünschten Einflüssen von außen und baut sich eben seine eigene kleine Welt. Man macht seine eigene Party im eigenen Garten und muss sich nicht mit unerwünschten Objekten ob nun mit Bürgermeistern oder Randalierern rumärgern. Ein Luxus der eben schnödes Geld bedingt und schon sind sie wieder im System........
die sich gerne am "August" treffen haben zum großen Teil nur die Möglichkeit auf einen Treff an einem öffentlichen Platz und das sollte ihnen auch unbedingt gewährt werden aber leider treffen sich da auch Menschen die aus welchen Gründen auch immer nur auf Randale aus sind. Diese Leute findet man auch gerne am Platz der Alten Synagoge oder am Bahnhof, wo sie regelmäßig Leute um Geld anpöbeln und teilweise den Prolo raushängen wenn die erwünschte Kohle nicht eingefahren wird. Zeitweise haben die sich so geschickt aufgestellt, dass selbst ein Straßenseitenwechsel nicht vor Ärger schützt.... falls man nicht eben zahlt. Ein Verhalten das in einer zivilisierten Gesellschaft nicht hingenommen werden kann. Einer dieser Protagonisten ist mir noch mit schwarzen T-shirt und weißer Aufschrift "Arbeit ist Scheiße" in guter Erinnerung.
Solche Menschen tragen sicher nicht zum sozialen Frieden in unserer Gesellschaft bei, sondern sind eher bei denen anzutreffen die dem Bürgermeister vor die Füße spucken.
Was wollen Sie mit solchen Menschen machen ? Nun scheiden sich eben die Geister. wegsperren ? resozialisieren ? punktuell mit hochqualifizierten "info-teams" aufklären ?
Ich sag Ihnen mal was was Sie aber sehr wahrscheinlich schon wissen, die Meisten von denen lachen sich über hochqualifizierte "info-teams" oder sonstige Resozialisierungsmaßnahmen schlicht einen Ast und finden die entgegengebrachte Aufmerksamkeit noch als Anerkenung für die zuvor vollbrachten Heldentaten. Eine Perversität die kaum zu übertreffen ist ?
Nun ist da aber wieder Ackermann und gehört der nicht auch weg ???????? oder die Heuschrecken ??? was ist mit denen ? sind die nicht schlimmer als der perverse Chaot am Platz der Alten Synagoge ? Was ist mit Ihnen oder mit mir ? sind Sie ein linksradikaler Antifa-chaot und Staatsfeind ? bin ich ein Rechtsradikaler ? oder Kapitalist ? sind wir nicht alle asozial ?
Ein schöner Abend für den "August" und eine Diskussion.... wenn da nicht wieder der Chaot wäre, der mir mit Sicherheit die Stimmung versauen würde.......

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keep-it-deep  

keep-it-deep

19. Juni 2009 - 09:32 Uhr

@ marcus t.: die (haupt-)schuld an der problematik habe ich in meiner aussage keineswegs dem bürgermeister alleine in die schuhe schieben wollen. dahingehend bin ich möglicherweise mit meiner aussage missverstanden worden. denn wie heisst es so schön: it takes two to tango.

auch kann ein vermittler (zitat anfang) "nie Ursache des Problems sein bzw. eine Schuld am Problem haben" (zitat ende). doch durch ein ungelenkes auftreten im vorfeld und an jenem datum kann ein vermittler die situation zusätzlich aufheizen und dadurch möglicherweise einen teil derer noch gegen sich aufbringen, die zuvor noch eine gewisse neutralität praktizierten.

andererseits jedoch sehe auch ich: die stadt bzw. der bürgermeister befindet sich regelmässig in einer besch*** lage, will bzw. muss einen ausgleich finden und der ausgleich ist - schlimmstenfalls - aus der sicht beider parteien nicht vertretbar. sich jedoch aufgrund seiner ungeschicktheit mit verbalinjurien überhäufen und tätlich angehen zu lassen, das hat niemand so hinzunehmen - aber da waren wir uns bereits zuvor schon einig. dieser akt und die dahinter stehende person kann jedoch keineswegs stellvertretend für das gros der augustinerplatznutzer gewertet werden, wie es allerdings manche aussagen in print- und online-medien vermuten lassen. daher auch meine ablehnende haltung gegenüber vielerlei massnahmen: weshalb hat die vielzahl anständiger auszubaden, was lediglich zwei oder drei verbockt haben?! genügen da nicht die bereits bestehenden rechtsnormen, um diesen zwei oder drei mit einer gewissen (nachhaltigen) härte gegenüberzutreten?!

auf die frage, wer denn eine eigens dafür abgestellte, (hoch-)qualifizierte fachkraft bezahlen soll, kurz eingehend: es liegt auf der hand, dass ein qualifizierter (jugend-)psychologe / streetworker /... die stadt um ein vielfaches mehr kosten würde, als ein lediglich auf 400-euro-basis eingestelltes, kurz angeleitetes und einer vielzahl an handzetteln ausgestattetes "info-team". doch wenn man sich einmal mit dem städtischen haushalt etwas intensiver auseinander setzt und feststellt, dass von seiten der stadt beispielsweise in keiner weise aufklärungsarbeit hinsichtlich offensichtlich veruntreuter gelder von ehemals städtischen einrichtungen bzw. von städtischer seite unterstützter einrichtungen geleistet wird (und hier ist die rede von einem gegebenenfalls sogar sechsstelligen betrag), so ist die abordnung eines (jugend-)psychologen doch eigentlich ein kinderspiel.

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POR::EL::SOL  

POR::EL::SOL

20. Juni 2009 - 14:11 Uhr

@markus T.:

danke für ihre schilderung(en) - und auch danke für die "reputation"...grins.

meine frageliste, die unendlich ausführbar wäre, hatte sich ja im schnellschuss nur auf die politischen, wirtschaftlichen fragen dieser zeit bezogen.

die zwischenmenschliche frage nach der Rücksicht aufeinander, die frage nach einer angemessenen emotionalität, einer angemessenen, hier in deutschland fehlenden, streitkultur, darf man natürlich unter keinen umständen vergessen.

ich gehöre zu einem kreis von in deutschland lebenden personen, die (noch) das glück haben, freischaffend überleben zu können. auf eigenes risiko, bei relativ freier zeiteinteilung, akquiriere und erarbeite
ich im grafischen bereich inhalte - ohne dass mir eben ein agenturschef sagt was ich wann zu tun habe.

also, ich selbst genieße (noch) den luxus meine arbeitszeit frei einteilen zu können. somit kann ich über meinen tages/nacht-arbeitsrhythmus frei entscheiden. kann diesen an meinen biorhythmus sogar anpassen.

dies heißt aber auch: ich führe ein (arbeits)-leben am rande der "nine-to-five"-arbeitnehmer.

politisch kann ich meine gesinnung nicht (mehr) verorten. ich wage zu bezweifeln, dass es für meine art (als Digitale Bohème) eine genaue politische gesinnung jetzt schon geben kann.

ich bin aber nicht verfassungsfeindlich gesinnt. ich bin aber auch kein sturer linker, der mit bösem blick auf das "kapital", nach dessen untergang trachtet...

sozial-liberal trifft es ungefähr.

zurück zum zwischenmenschlichen:

ja, die gegenwärtige egoistische rücksichtslogigkeit ist schlicht zum kotzen.
hier muss ich aber noch ihren beitrag ergänzen: egal aus welcher nische dieser gesellschaft oder generation kommend ... nimmt der egoismus, die egozentrische rücksichtslogikeit leider überhand.

der trend zum egomansichen individualismus zieht sich - nach meinen erfahrungen - fast durch jedwede gesellschaftsschicht/form/klasse ... egal ob punk, ob im "konservativen" dasein ... man kann diese egomansichen tendenzen leider überall wahrnehmen.

toleranz ist aber auch in meinen augen für diese problematik (augustinerplatz) ein ungeeignetes wort - hier müsste es mehr um konsens gehen. toleranz steckt zwar bedingt auch im konsens - aber die fähigkeit zum konsens, wie auch die zur toleranz, geht leider zudem mehr und mehr den bach herunter.

mag es am werteverfall christlicher werte liegen, mag es daran liegen, dass wenn man sich dem medialen overkill (TV) preisgibt, mag es daran liegen, dass wir von unserer wahrnehmung her (elternhaus + kindergarten + schule+arbeit+eigene familie) auf eine ganz merkwürdige art von geisteshaltung getrimmt wurden.

philosophisch stecken wir in merkwürdigen zeiten, die alles andere als sozial gesinnt sind - leider.
es geht nicht mehr um gemeinschaft - sondern schlicht nur noch um das eigene DASEIN zzgl. der auslebung der eigenen libido in allen lebenslagen, wie konsum, sex, geld ...

und hierbei finde ich nicht nur den pöbelnden, bettelnden punk zum schreien - ich finde alle formen der rücksichtslosigkeit schlicht zum kotzen.

auf der schuldsuche werden wir wohl den typischen schuldträger verorten können. aber es sind nicht alleinig, die klassischen schuldträger, die meines erachtens nach zur verantwortenung gezogen werden können.

ab einem gewissen alter, sollte es dem menschen doch auch klar sein, dass er eigenverantwortlich auf dieser schönen, schnöden welt ist.

ich erlebe es selbst viel zu oft, dass hier eben auf der einen seite ein purer egoismus vorherrscht ... auf
der anderen fehlt sehr vielen leuten um mich herum aber definitiv eine notwendige eigenverantwortlichkeit.

gerade jüngere generationen haben hier definitiv defizite. und dies kann meines erachtens nach nicht mehr alleinig den eltern dieser generation zugeschoben werden ...

somit aber zum heutigen samstag finale fragen - und jetzt wird es philosophisch:

worauf kommt es an im leben?
ist es legitim beim bestreben nach seinem eigenem kurzem glücksmoment, dass des anderen neben mir zu beschränken?
muss ich meines zurückstellen, damit andere eines haben können?
was bedeutet es mit einer masse anderer zu leben?
warum diese heutigen (sozialen) vereinsamungstendenzen?
warum diese vielzahl an singlehaushalten?
warum geht jede zweite ehe den bach herunter?
woher kommt dieser teilweise extreme werteverfall, diese überhand nehmende rücksichtslosigkeit?
besteht eine möglichkeit dieses wirtschaftssytem unter sozialen politisch ausgewogenen gesichtspunkten zu führen, bzw. zu organisieren?

in der antwort dieser fragen liegt leider mein persönlicher pessimismus zur zukunft dieses landes begründet. ich versuche selbst für meinen teil das in dem rahmen zu "optimieren", am leben zu halten ... so gut es eben im sinne eines gutmenschen-daseins geht.

aber der wille und die kraft in heutigen zeiten nimmt leider auch bei mir selbst resignative züge an.

einen schönen samstag wünsche ich ihnen an dieser stelle - trotz aller schwarz-erahnerei in meinem kommentar - und

herzliche grüße, p.

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Dr. Satori  

Dr. Satori

25. Juni 2009 - 22:49 Uhr

...das Thema langweilt mich zu Tode...

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robby55  

robby55

07. Juli 2009 - 14:08 Uhr

Perplex, konsterniert, überrascht... es verwundert mich sehr, dass Herr von Kirchberg immer noch nicht weiss, welches Problemvolk Freiburg unsicher macht. Geht er abends nie in Freiburg aus (nicht Rathaus bis Colombi) um zu sehen, was in der Stadt so alles passiert? Eine Gruppe von etwas mehr als 100 Jugendlichen... betrunken, mit einer überschaubaren Intelligenz....
Wer zu lange wegsieht braucht sich nicht wundern, wenn sich chaotische Zustände breitmachen.
Abends in Freiburg in Ruhe flanieren und Geld ausgeben macht mir schon lange keinen Spass mehr.

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mw_16  

mw_16

11. Juli 2009 - 09:53 Uhr

Wer einen Kommentar veröffentlicht, sollte vorher einen Deutschkurs besuchen ! Hinweis zu den bisherigen Kommentaren. ( teilweise sehr peinlich ! )

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mw_16  

mw_16

11. Juli 2009 - 10:04 Uhr

Laie schreibt man mit ai, gell Minister ! Ist aber nicht der einzige Bock in Ihrem Kommentar !
Deutschkurs !!!

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