Freundeskreis Santeramo erkundet Italien

Klaus Schneidewind

Von Klaus Schneidewind

Mi, 23. Mai 2018

Bad Säckingen

Vielfältiges Programm beim Ausflug in den Norden des Landes.

BAD SÄCKINGEN. In zwei Jahren kann Walter Wolf ein kleines Jubiläum feiern. Dann sind es 15 Jahre, dass er die mehrtägigen Fahrten des deutsch-italienischen Freundeskreises Santeramo, für viele der Höhepunkt des Vereinsjahres, in den Norden Italiens organisiert. Für ihn, der zudem lange Jahre als Vorsitzender des Freundeskreises mit der Bad Säckinger Partnerstadt fungierte, wird es daher immer schwerer, ein neues, möglichst für die meisten noch unbekanntes Fleckchen Erde im Norden dieses Landes zu entdecken. Aber es gelingt ihm immer wieder. Marina di Pietrasanta, an der toskanischen Küste, sollte diesmal der fünftägige Standort für die Freunde Italiens sein.

Zur kleinen Einstimmung auf die italienische Lebensart für fünf Tage aber legte die erwartungsvolle Gästeschar auf der Hinfahrt einen Stopp in Parma ein, vor allem bekannt als Heimat Toscaninis und wegen des weltweit geschätzten Schinkens gleichen Namens.

Da das Wetter in den Tagen nicht unbedingt den Vorstellungen entsprach, den die Menschen aus nördlichen europäischen Gefilden allgemein von Italien haben, waren Programmänderungen unausweichlich.

Erwartungsvoll etwa ging es Richtung Colonnata, ein kleines Bergdorf oberhalb von Carrara, mit seinen gigantischen Marmorsteinbrüchen, die schon aus weiter Ferne überwältigend wirkten. Kurz vor der Auffahrt die Ernüchterung. Die Polizei stoppte den Bus. Der Grund: Eine Moräne hatte nach heftigem nächtlichem Unwetter die Straße unpassierbar gemacht. Ein attraktives Alternativprogramm stand schnell: Pisa mit seinem weltberühmten schiefen Turm war das Ziel.

Nachdem tags darauf sich das Meer weitgehend beruhigt hatte, war auch die Schifffahrt von La Spezia entlang der grandiosen "Cinque-Terre"-Küste möglich, mit den an den Berghängen klebenden malerischen Orten Riomaggiore, Vernazza, Monterosso al Mare, Comiglia und Manarola. Zurück ging’s mit dem Zug.

Lucca ist zwar 88 000 Einwohner groß, aber die Altstadt mit ihren gepflasterten Gassen und imposanten Festungswällen, einer Piazza, deren Innenraum einst ein römisches Amphitheater war und deren Mauern heute als Geschäfte genutzt werden, strahlt ein Flair der besonderen Art aus.

Bei einer zweistündigen Stadtführung tauchten die Besucher vom Hochrhein ein in das Leben dieser imposanten Stadt, die im 13. Und 14. Jahrhundert zu den einflussreichsten Metropolen Europas zählte.