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11. Januar 2017 15:12 Uhr

Sternsinger

Süßigkeiten reichen: Karitatives sollte nicht entlohnt werden

In der Sache mit der persönlichen Kasse hat Pfarrer Jelic recht: Für alle Mitglieder sollten die selben Regeln gelten. Und karitatives Engagement sollte nicht mit Geld belohnt werden.

  1. Sternsinger in Regensburg (Symbolbild) Foto: dpa

Mag sein, dass es Pfarrer Steffen Jelic an Fingerspitzengefühl gefehlt hat, als er die persönliche Sternsingerkasse via Pfarrbrief abgeschafft hat. In einem persönlichen Gespräch hätte er wohl besser für Verständnis werben können. Zumal die Oberschopfheimer ihn bereits wegen der Abschaffung anderer liebgewordener Dinge auf dem Kieker haben. Sie nehmen ihm etwa übel, dass er die schwarze Puppe von der Krippe entfernen ließ. Die Figur auf dem Opferstock nickte, wenn man Geld hineinwarf. Die einen nennen das Tradition, die anderen Rassismus. Darüber kann man streiten.

Nicht jedes Engagement bringt Geld

In der Sache mit der persönlichen Kasse hat der Pfarrer jedoch recht: Die Pfarrei Oberschopfheim steht nicht allein auf weiter Flur, sondern gehört zur Kirchengemeinde. Für alle Mitglieder sollten die selben Regeln gelten, zumal es Regeln sind, die die Deutsche Bischofskonferenz, also die Kirchenoberen, vorschreiben. Mit der Abschaffung der Taschengeldkasse vermittelt Pfarrer Jelic aber auch, dass nicht jedes Engagement Geld bringt, karitatives schon gar nicht.

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Schlechtes Wetter und großer Einsatz sind keine Argumente für die persönliche Kasse. Einsatz zeigen andere Kinder beim Sternsingen auch anderswo – gegen ein paar Süßigkeiten oder ein gemeinsames Essen.

Autor: Ulrike Derndinger