Gegen Kinderarbeit in aller Welt

Eberhard Groß

Von Eberhard Groß

Mi, 03. Januar 2018

Münstertal

Die Sternsinger sind wieder im Münstertal und vielen anderen Gemeinden des Südlichen Breisgau unterwegs und sammeln Spenden.

MÜNSTERTAL/SÜDLICHER BREISGAU. Seit dem Neujahrstag sind sie wieder unterwegs und bringen an den Haustürbalken die Segensformel "20+C+M+B 18" an, die Sternsinger in Münstertal und vielen anderen Gemeinden des Südlichen Breisgau. Unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein – Gemeinsam gegen Kinderarbeit

" erbitten sie Spenden für in Not geratene Kinder in aller Welt, in diesem Jahr vorwiegend zur Bekämpfung von Kinderarbeit in Indien und weltweit.

Zum 60. Mal sind in diesem Jahr die Sternsinger als Heilige Drei Könige in der ersten Januarwoche von Haus zu Haus unterwegs, um Spenden zu sammeln. In Deutschland beteiligen sich derzeit etwa 300 000 Sternsinger an der Aktion, die im vergangenen Jahr insgesamt 47 Millionen Euro erbrachte. Auch im weitläufigen Münstertal gehören die Sternsinger derzeit zum Straßenbild, wobei 30 Sternsinger in sieben Gruppen unterwegs sind. Sie setzen sich aus Ministranten der Pfarrei und von Erstkommunionskindern zusammen. Sie wurden im Gottesdienst am Neujahrstag von Pfarrer Josef Moosmann ausgesandt. Kurz vor dem Jahreswechsel wurden die Einzelheiten ihres Einsatzes zusammen mit den Organisatoren Sigrid Sayer und Tobias Burget festgelegt, insbesondere welche Gruppe welchen Wohnbezirk besucht und wer welchen König darstellt; außerdem wurden die Gewänder verteilt, die die Pfarrgemeinde zur Verfügung stellt.

Getragen wird die Aktion vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Sie ist die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder und richtet sich im Jahr 2018 gegen die Ausbeutung von Kindern und gegen die immer noch weit verbreitete Kinderarbeit in vielen Ländern der Erde, besonders in Indien.

Die in Münstertal oft weit abgelegenen Häuser und Höfe erreichen die Sternsinger in vielen Fällen nur, indem die Eltern die Beförderung übernehmen. Dabei engagiert sich das Ehepaar Max und Ursula Schneider vom Stohren seit Jahren in besonderer Art und Weise. Die drei Könige mit Gefolge werden im Allgemeinen stets freundlich empfangen und sind gern gesehen. Für ihren Besuch werden sie mit einer Geldspende zu Gunsten ihrer Hilfsaktion bedacht. Darüber hinaus gibt es meistens auch noch eine süße Wegzehrung als besondere Belohnung. Diese wird unter den Akteuren nur zum Teil aufgeteilt; der andere Teil wird an die Tafeln für Bedürftige weitergegeben.

Für die Sternsinger ist ihr Einsatz nicht immer ein reines Vergnügen, vielmehr sind damit auch Opferbereitschaft und Engagement verbunden, vor allem wenn es gilt, bei Schnee, Regen oder schlechtem Wetter längere und beschwerliche Wege zurückzulegen. Bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft Kinder und Jugendliche bereitfinden, diesen Dienst für eine gute Sache zu übernehmen. Im vergangenen Jahr erbrachte die Aktion allein im Münstertal Spenden von 13 750 Euro.