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07. Februar 2011

Erste Bausteine für ein Bildungshaus

Start mit "Dienstagsschule".

GOTTENHEIM. Das "Bildungshaus 3- 10", ein Projekt des Landes Baden-Württemberg zur Zusammenarbeit von Kindergärten und Schulen, beginnt nun auch, pünktlich zum zweiten Schulhalbjahr, am Dienstag in Gottenheim. Hier soll eines von 157 – statt der anfangs nur 70 geplanten – Bildungshäusern aufgebaut werden. Das Ziel dieses Modells ist es, die pädagogische Arbeit von Kindergarten und Grundschule zu verzahnen und Kindern den Übergang zum Schulalltag zu erleichtern.

Der Orientierungsplan der Kindergärten und der Bildungsplan der Grundschulen sind ähnlich ausgerichtet und streben den den Erwerb von Kompetenzen an, warum also sollte man das nicht verbinden? In Gottenheim traf dieser Vorschlag im Gemeinderat und unter den Eltern auf große Zustimmung. Der erste Meilenstein im Projekt ist nun die "Dienstagsschule": Jeden Dienstag werden sich die künftigen Schulanfänger – die Regenbogenkinder – und die Erstklässler zu gemeinsamen Projekten treffen. Das erste Thema ist, passend zur Jahreszeit, Fasnacht. Die 30 Regenbogenkinder und die 26 Erstklässler werden in vier gemischten Gruppen in Räumen der Schule und des Kindergartens mit dem Thema vertraut gemacht. Ihre Ergebnisse werden auf selbst gestalteten Plakaten dokumentiert und ausgestellt. Im kommenden Schuljahr sollen auch weitere Klassen und jüngere Kindergartenkinder in das Projekt miteinbezogen werden, so dass in wenigen Jahren vielleicht die ganze Grundschule und der Kindergarten integriert sind.

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Im Moment bekommt die Schule für jede teilnehmende Klasse zwei Wochenstunden mehr vom Land. Man hoffe jedoch, dass der bereits abgeschickte Antrag auf mehr Unterstützung genehmigt werde, da die teilnehmenden Lehrerinnen schon jetzt ausgelastet seien, sagt Judith Rempe, die Rektorin der Grundschule. Bestenfalls könne man dann auch das Personal erweitern. Die Gemeinde unterstützt die Schule finanziell und übernimmt die anfallenden Materialkosten.

Auch der Kindergarten ist auf die Hilfe der Gemeinde angewiesen. Für den ersten Meilenstein wurde schon in der Vorbereitungszeit eine Vertretungskraft gebraucht, welche auch während des ersten Projektes und der Nachbearbeitung anwesend sein wird. Diese zusätzlichen Kosten werden von der Gemeinde getragen. Bürgermeister Volker Kieber habe diese Unterstützung auch für die kommende Zeit zugesagt, freut sich Etelka Scheuble, die Leiterin des Kindergartens.

Damit das Bildungshaus auch für die Kinder greifbarer wird, haben diese mit ihren Eltern bereits fleißig nach einem ansprechenden Namen für das Projekt gesucht und dazu Vorschläge abgegeben. Am Mittwoch wird dann eine aus Eltern, Erziehern, Lehrern und Schul- sowie Kindergartenkindern bestehende Jury über den zukünftigen Namen entscheiden.

Die enge Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule wird vielleicht auch bald räumlich zu sehen sein: Im Rahmen der Initiative "Ortskern-II", die die Bahnhof-Schul-Achse attraktiver gestalten soll, werden Ende des Jahres 2011 Vorschläge dafür vorgelegt. Dann wird sich auch zeigen, ob der sanierungsbedürftige Kindergarten in die Räumlichkeiten der Grundschule umziehen kann.

Autor: Joanna Sykora