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07. April 2012

Eine kleine Hommage an Grafenhausen

Autorin Petra Pauls-Gläsemann stellt ihren historischen Roman "Der Galgenbuck" vor.

  1. Petra Pauls-Gläsemann stellte ihren historischen Roman „Der Galgenbuck“, der die Geschichte von Grafenhausen beschreibt, vor. Bürgermeister Christian Behringer (links) und Sebastian Stiegeler von der Touristinformation freuen sich auf die Lesung am 11. April. Foto: Chris Seifried

GRAFENHAUSEN. "Der Roman ist eine kleine Hommage an Grafenhausen", sagte Petra Pauls-Gläsemann, als sie im Rahmen einer Buchbesprechung ihren erst Ende März erschienen historischen Roman "Der Galgenbuck" vorstellte. Bei einer Lesung am kommenden Mittwoch, 11. April, um 19.30 Uhr im Hagehus, wird die Autorin ihr neues schriftstellerisches Werk der Öffentlichkeit präsentieren.

"Dieses Buch soll eine Hommage an die Menschen in Grafenhausen im Hochschwarzwald sein. An alle, die über Generationen hier gelebt haben und leben, die hierher gezogen sind, die das Dorf aufgebaut und ihre Spuren hinterlassen haben. Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieses Dorf einen besonderen Reiz hat und eine besondere Atmosphäre ausstrahlt", so heißt es im Anhang auf Seite 301, wo Petra Pauls-Gläsemann beschreibt, wie dieser 300 Seiten umfassende historische Roman über Grafenhausen und seine frühere Geschichte entstand. Mit dem Buch soll nach ihren eigenen Worten auch Werbung für ihre neue Wahlheimat gemacht werden.

Wie die 1961 in Herne in Westfalen geborene Autorin bei der Buchbesprechung im Haus des Gastes erzählte, ist sie Erzieherin von Beruf, schreibt bereits seit 1986 und hat ihre schriftstellerische Laufbahn mit dem Verfassen von Kinderbüchern begonnen. Sie war journalistisch bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und von 2002 bis 2009 im Lumen-Verlag in Freiburg tätig. Im gleichen Jahr kam sie nach Grafenhausen, wo sie zunächst Urlaub auf einem Bauernhof machte und von der Freundlichkeit der hier lebenden Menschen begeistert war. "Hier habe ich mich gleich wohl und heimisch gefühlt", schilderte sie, und weil sie vom Anblick der Alpenkette fasziniert war und ist, bezeichnet sie Grafenhausen auch gerne "als Himmel auf Erden".

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Die Idee zu diesem neuen Roman kam ihr im Juli 2009, als sie in einer Buchhandlung in Basel ein Buch über Mythen des Schwarzwaldes fand. Im Weiteren ließ sie sich von den Einheimischen in Grafenhausen und ihren Erzählungen inspirieren. "Ich habe über die Mentalität der Einwohner hier viel gelernt, sie sind ein eigener Menschenschlag", berichtete Petra Pauls-Gläsemann, dass sie in der Folge vom Galgenbuck sogar geträumt hat und sie die Geschichten darum herum nicht mehr losließen. Sie begann zu recherchieren, fragte bei Angelika Heller auf dem Rathaus nach und wurde schließlich fündig. Das Buch von Edmund Schenk "Grafenhausen in früheren Zeiten" habe ihr viel weitergeholfen, sagt die Autorin und freut sich, dass sie darin viele interessante Informationen über Schaffhausen und das Kloster Allerheiligen gefunden hat.

"Hier habe ich mich gleich wohl und heimisch gefühlt."

Petra Pauls-Gläsemann
Insgesamt hat sie drei Jahre lang gebraucht, bis ihr Roman entstand, in dem die kleine Schwarzwaldgemeinde Grafenhausen zum Mittelpunkt einer spannenden, zum Teil historisch belegbaren Geschichte wurde. Sie entführt die Leser in das Jahr 1522 und die Geschichte handelt von einer Zimmermannsfamilie aus Münster, die ihre religiöse Freiheit in der Schweiz sucht und unter schicksalhaften Umständen bis auf die Schwarzwaldhöhen nach Grafenhausen kommt.

"Grafenhausen ist der Nabel der Welt", zeigte sich auch Bürgermeister Christian Behringer erfreut, dass der Roman "seiner" Gemeinde und ihren Menschen gewidmet ist.

Autor: Chris Seifried