Awo-Ortsverein blickt optimistisch in die Zukunft

Manfred Herbertz

Von Manfred Herbertz

Fr, 12. Januar 2018

Grenzach-Wyhlen

Vorsitzende Christel Campagna fordert die Mitglieder beim Neujahrsempfang auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

GRENZACH-WYHLEN (htz). Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) möchte nach den Worten ihrer Vorsitzenden Christel Campagna schrittweise einen Generationswechsel einleiten. "Daran müssen wir gemeinsam arbeiten", sagte sie beim erstmals stattgefundenen Neujahrsempfang im Quellenstüble. Zum Empfang waren auch Hannelore Nuss, Kreisvorsitzende der Awo, und die neue Kreisgeschäftsführerin Ina Pietschmann gekommen. Statt der ansonsten üblichen Weihnachtsfeier wollte man mit diesem Neujahrsempfang auch neue Wege beschreiten: "Wir müssen uns von nicht mehr Zeitgemäßem trennen", fuhr Campagna fort. Es gelte, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Awo-Arbeit der neuen Zeit anzupassen, auch wenn dies die älteren Mitglieder nicht nachvollziehen könnten. Wenn diese Anpassung nicht gelänge, sieht Campagna über kurz oder lang die Existenz des Ortsvereins gefährdet.

Campagna ließ in ihrer Ansprache auch das vergangen Jahr Revue passieren, das Licht- aber auch Schattenseiten hatte. Die monatliche Bring- und Holaktion sei noch immer der Renner, nach fünf Jahren seien jedoch Ermüdungserscheinungen bei allen Akteuren zu erkennen. Es seien Überlegungen angestellt worden, die Aktion nur noch vierteljährlich durchzuführen. Die Akzeptanz der Bevölkerung mache es jedoch schwer, die Termine abzuspecken.

Dunkle Wolken lagen im vergangenen Jahr über dem Café Quellenstüble, berichtet Campagna. Die Einführung des Mindestlohns hatte die Awo gezwungen, den Betrieb des Cafés, das bis dahin auf ehrenamtlicher Basis geführt wurde, zu professionalisieren. Infolge der Umstrukturierung verließen vier Mitarbeiterinnen das Helferteam. Es hätte viel Energie gekostet, die Weiterführung des Cafés sicherzustellen. Inzwischen ist das Schiff wieder in ruhigen Gewässern, und die Awo beschäftigt seit 2017 drei Mitarbeiterinnen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Der Umbruch, so räumte Campagna ein, sei teilweise holperig gewesen, aber jetzt laufe der Betrieb prächtig. Einige neue Aktionen seien für 2018 schon in Vorbereitung, sagte die Awo-Vorsitzende zum Abschluss.