Bayer fördert den Forschergeist

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Mi, 04. Oktober 2017

Grenzach-Wyhlen

Der Pharmakonzern unterstützt naturwissenschaftliche Projekte an der Lindenschule.

GRENZACH-WYHLEN. Seit zehn Jahren fördert das Pharmaunternehmen Bayer Schulen in der Nähe seiner Standorte. 27 Schulen rund um das Werk Grenzach kamen so bereits in den Genuss von Fördermitteln. Insgesamt flossen bisher mehr als 131 000 Euro von der Bayer Science & Education Foundation in den Kreis Lörrach. Auch in diesem Jahr gab es Mittel – für eine Schule in Weil am Rhein (7000 Euro) und für die Wyhlener Lindenschule (3158 Euro).

Unterstützt werden sollen naturwissenschaftliche Projekte, die über den Unterricht hinausreichen. Vor allem längerfristige Themenarbeit wird damit angestrebt, um Kinder und Jugendliche möglichst dauerhaft für naturwissenschaftliche Forschung zu begeistern. "Auf diese Weise," hob Michael Oliva, Mitglied der Geschäftsleitung des Bayer-Werkes GP Produktion hervor, "gelingt es auch recht gut, Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern." Dies habe oftmals sogar Auswirkungen auf die Berufswahl.

Die Lindenschule gelangte bereits zum zweiten Mal in den Genuss der Unterstützung. Bürgermeister Tobias Benz bewertete dies in seinem Dank als eine sehr spürbare Hilfe für die Bildungsarbeit vor Ort, selbstverständlich bemühe sich jede Gemeinde darum, bestmögliche Voraussetzungen für effektive Bildungsarbeit zu schaffen und den Schulen dafür die notwendige Ausstattung zu geben. Doch da die Budgets nun einmal endlich seien, könne durchaus nicht alles beschafft werden, was wünschenswert sei. Gerade mit der Unterstützung aus der Bayer-Bildungsstiftung aber könne die Vielfalt von Einzelprojekten deutlich erhöht werden.

Die Lindenschule nutzt die Unterstützung, um ihrenseit einigen Jahren bestehenden Atelier-Unterricht auszubauen. Dabei haben Kinder der ersten bis vierten Klassen wöchentlich zwei Stunden Gelegenheit, Projektarbeit zu leisten. Derzeit befassen sich die unteren Klassen mit Licht und Schatten, die oberen mit Chemie in Alltag und Natur. Die stellvertretende Schulleiterin Kristina Peper: "Die Kinder lieben diesen Atelier-Unterricht, weil sie gerne experimentieren." Auch die Eltern begrüßen diese Bildungsform; der Elternbeirat war an der Ausgestaltung aktiv beteiligt. Im Hinblick auf die im kommenden Schuljahr beginnende Ganztagsbetreuung würden auch die Möglichkeiten für die außerunterrichtliche Beschäftigung erweitert.

Zu Beginn der Feierstunde zeigten einige Kinder aus den vierten Klassen, was sie in den letzten Tagen im Bayer-Humboldt-Mobil hatten untersuchen können. Der Informationswagen war seit Dienstag nahe der Lindenschule aufgestellt.