Ein breites Spektrum für die Zukunft

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Mi, 02. November 2016

Grenzach-Wyhlen

WIE WAR’S BEIM sechsten Informationsabend "Studium und Beruf" im Lise-Meitner-Gymnasium?.

GRENZACH-WYHLEN. Beim Informationsabend "Studium und Beruf" berichteten 14 Referenten im Schulzentrum über ihre Berufe und die Ausbildungswege dorthin. Zahlreiche Schüler des Gymnasiums und der Realschule ab der neunten Klasse waren als Zuhörer gekommen. Einigen war die Fülle an Informationen zu groß, andere hätten gerne noch mehr gehört.

Die Veranstaltung
Den Informationsabend hatten die Freunde des Lise-Meitner-Gymnasiums organisiert. Manfred Grether, Vorsitzender des Freundeskreises, und Manfred Stratz, Leiter des Gymnasiums, eröffneten den Abend im Multifunktionsraum. "Wir können heute Abend mit einer illustren Zahl von Referenten euch eine große Zahl von Berufen vorstellen", kündigte Stratz an. Vierzehn Berufstätige waren gekommen, um in einem Kurzvortrag ihren Beruf und den Weg dahin zu umreißen.

Der Ablauf
Nach der ersten Runde mit Referaten über die individuellen Berufswege war eine kurze Erfrischungspause geplant. Dazu waren kalte Getränke, heißer Kaffee und Butterbrezeln in einem angrenzenden Klassenzimmer gerichtet worden. Nach der zweiten Runde der Berufsvorstellungen hatten die Schüler dann die Möglichkeit, mit den Referenten in Einzelgespräche zu gehen und sich gezielt über die Berufe und Ausbildungswege zu informieren, die sie näher interessierten. Jeder Referent stand dabei als Experte für seinen Beruf zur Verfügung.

Die Resonanz
Rund 130 interessierte Schüler und Eltern waren zu der Veranstaltung gekommen. Aus umliegenden Klassenzimmern holten Schüler weitere Stühle heran. Während der Pause verschwanden aber ein paar Zuhörer und die Aufmerksamkeit ließ in der zweiten Hälfte der Veranstaltung deutlich nach. Leise Gespräche nahmen zu, einige Schüler lümmelten vor dem Zimmer herum. Nach dem Vortragsmarathon gingen viele gleich, doch ein guter Teil der Schüler nahm das Angebot zum Gespräch mit den Referenten wahr.

Die Referenten
Die Referenten präsentierten den Schülern Einblicke in Berufe wie Architekt, Apotheker und Rechtsanwalt und Studiengänge wie Betriebswirtschaftslehre, Geschichtswissenschaft und Meteorologie. Sie erzählten direkt aus ihrem Leben. Etwa der Musiker Marc Lewon hatte von der abgebrochenen Orgelbaulehre über das Studium der Laute bis zu den Schwierigkeiten der Selbständigkeit als Musiker einiges zu berichten. Und Bürgermeister Tobias Benz erläuterte die Inhalte der Volkswirtschaftslehre. "Bürgermeister wird man, wenn man auch kommunalpolitisch engagiert ist. Die Kenntnisse aus dem Studium sind aber sehr hilfreich", beantwortete Benz eine Frage.

Das Zuhören
Der Abend war so vielfältig wie die Referenten und ihre Berufe. Die Zuhörer verfolgten die Referate sehr interessiert. Manchen Rednern merkte man an, dass sie das Sprechen vor Gruppen eher nicht gewohnt waren, andere Referenten lag das Präsentieren im Blut. Manche plauderten einfach nur aus ihrem Leben, andere hielten mit Powerpoint-Präsentationen unterstützte Vorträge. Anstrengend wurde das Zuhören, wenn ein Redner auf das Mikrofon verzichtete. Interessantes wusste jeder Referent zu berichten, allerdings dauerte der Vortragsmarathon doch sehr lange, auch da einige ihre fünf Minuten Redezeit überzogen.

Das Fazit der Schüler
Gymnasiastin Sarah Blümel sagte: "Ich finde das gut, weil man von anderen hört, wie sie ihr Studium erlebt haben. Es ist schade, aber ich dachte, es sind mehr Berufsbeschreibungen." Die Veranstaltung als positiv nahm auch der Schüler Moritz Stiebeling wahr. Er meinte: "Man bekommt einen guten Einblick, wie die Leute ihre berufliche Laufbahn gemacht haben. Vor allem nehme ich mit, dass man machen sollte, worauf man Lust hat." Und Zehntklässlerin Selina Ritter erklärte: "Ich finde es hilfreich, weil uns jetzt ein Praktikum bevorsteht. Manche Berufe hätte man noch genauer ausführen können, aber das geht ja noch im Gespräch." Den Referenten und Organisatoren dankten es die Schüler mit einem großen Applaus.

Referenten und Fachgebiete
Ihre Berufe stellten Friederike Flamm (Wirtschaftsingenieurwesen), Roberto Sala (Geschichte), Björn Lang (Oralchirurgie), Marc Lewon (Musik), Sabine Berger (BWL), Susanne Schach (Biologie / Gesundheitsmanagement), Michael Ritter (Personalmanagement), Tobias Benz (VWL), Eugenia Sittner / Marco Hens (Architektur), Petra Huck (Klimatologie / Meteorologie), Frank Wienen (Pharmazie), Stephen Kraus (Logistik), Christine Kronberger (Jura / Sozialpädagogik) vor.