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10. Februar 2012
"Noch mehr Interesse als sonst"
BZ-UMFRAGE unter Ausstellern der Ausbildungsbörse / Betriebe ziehen durchgängig positives Fazit zu der Veranstaltung.
GRENZACH-WYHLEN. Die Ausbildungsbörse im Schulzentrum fand vergangenen Samstag großes Interesse. BZ-Mitarbeiterin Martina Weber-Kroker fragte einige der Aussteller nach der Resonanz und nach ihren Eindrücken.
Sylvia Rübel, Hiebers Frische Center Grenzach: Für die Firma Hieber ist die Teilnahme an der Ausbildungsbörse sehr wichtig, um Auszubildende zu finden. 2011 hatten wir etwa vier neue Azubis, ich hätte aber sechs einstellen können. Ich würde immer mehr einstellen, wenn die Eignung vorhanden wäre. Wir suchen aktuell wieder Auszubildende. Viele unterschätzen den Einzelhandel im Hinblick auf die Vielfältigkeit der Berufe, die er bietet. Die Ausbildungsbörse stellt eine gute Kommunikationsplattform dar. Hier können wir auf die verschiedenen Ausbildungsberufe hinweisen, die wir anbieten. Die meisten denken, dass wir nur Verkäufer ausbilden und sind dann überrascht, wenn sie erfahren, dass wir in sechs Berufen ausbilden, angefangen vom Verkäufer, Bäckereifachverkäufer, Fleisch- und Wurstfachverkäufer, Drogisten bis hin zur Kauffrau Einzelhandel.Werbung
Jutta van Dick, Himmelspforte Wyhlen: Wir nehmen jedes Jahr gerne teil, um uns der Öffentlichkeit als Ausbilder zu präsentieren. Wir freuen uns, wenn wir Schüler aus unserer Gemeinde ausbilden können. Ich denke, es gibt immer wieder Berührungsängste mit der Altenpflege – diese gilt es aus dem Weg zu räumen. Der Fachkraftmangel in Deutschland ist sehr groß, vor allem hier entlang der Grenze. In Deutschland müssen die Pflegeheime einen Fachkraftschlüssel erfüllen, das heißt, 50 Prozent des in der Pflege und Betreuung beschäftigten Personals müssen Pflegefachkräfte sein. Es gilt dringend, allen zu zeigen, wie wichtig, aber auch anspruchsvoll das Berufsfeld ist, und unsere Menschen für diesen Beruf mit Zukunft sensibel zu machen. Ich freue mich, dass sich auch ein weiteres Zusammenarbeiten mit den Schulen ergibt. Wir werden in Unterrichtsfächern wie Ethik die Schülern über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Altenpflege zu informieren. In diesem Jahr hatte ich das Gefühl, dass wir auf noch mehr Interesse bei den Schülern gestoßen sind als sonst.
Michael Schwab, Schreinerei Stöcklin und Schwab: Wir haben gerade durch Ausbildungsbörsen den ersten Kontakt zu den Schülern und Eltern. Hier werden auch erste Berührungsängste genommen. Bei den Ausbildungsbörsen kann ich im persönlichen Gespräch auf meinen Beruf abheben und Vorurteile beseitigen, aber auch über die Anforderungen sowohl an eine Bewerbung zur Ausbildung wie auch an den Beruf selbst informieren. Ich fand die Resonanz sehr gut. Die Besucher, Eltern, Schüler und Lehrer, haben viel Interesse gezeigt. Es wurde gefragt nach der Ausbildung bis hin zu den Aufstiegsmöglichkeiten nach der Lehre. Wir sind hier in Grenzach-Wyhlen von Anfang an dabei und werden auch in Zukunft teilnehmen. Wir unterstützen die einzelnen Klassen auch mit einer Bildungspartnerschaft. Die Veranstaltung ist gesund gewachsen, jedes Jahr gibt es mehr Teilnehmer. Durch die Mischung in den einzelnen Etagen ist sie sehr interessant für die Besucher, hier steht das Handwerk neben der Dualen Hochschule und neben der Industrie und präsentiert die Vielfältigkeit.
Andreas Kroker, Technisches Gymnasium Lörrach: Der Kontakt mit interessierten Schülern war dieses Jahr sehr intensiv. Wir waren sehr zufrieden mit der guten Organisation der Börse, die trotz ihrer gewachsenen Größe für die Besucher übersichtlich geblieben ist. Durch die Messe haben wir die Gelegenheit, Schülern die Möglichkeiten eines technisch geprägten Abiturs aufzuzeigen. In unseren drei technischen Profilen können sie Schule kreativ erleben und auf diesem Baustein die Allgemeine Hochschulreife erreichen. Bei der Ausbildungsbörse ließen sich im persönlichen Gespräch Ängste und Vorurteile ausräumen. Wir konnten Schüler einladen, die Atmosphäre an unserer Schule bei einem Schnupperbesuch zu testen.
Arnold Imberi, Heinrich Schmid Malerwerkstätten, Grenzach-Wyhlen: Die Ausbildungsbörse ist eine gute Plattform, um unsere Firma und unsere Ausbildungsplätze zu präsentieren. Wir können dort sehr gut unsere Ausbildungsberufe und die unterschiedlichen Bildungswege vorstellen, die wir für Realschüler und Abiturienten anbieten können – bis hin zum Fachhochschulstudium und Bachelor-Abschluss. Die Resonanz in diesem Jahr war sehr gut. Viele junge Leute haben sich bei uns informiert. Die Ausbildungsbörse ist uns vor allem auch deswegen wichtig, weil wir bevorzugt Auszubildende möchten, die vor Ort wohnen und einen kurzen Anfahrtsweg haben. Ich würde mir wünschen, dass bei der nächsten Auflage noch mehr Hauptschüler dieses Informationsangebot in Anspruch nehmen.
Autor: art
