Roche spricht sich für den Entsorger aus

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Di, 05. März 2013

Grenzach-Wyhlen

"Teil der Kreislaufwirtschaft".

GRENZACH-WYHLEN (rs). Mit einem klaren Ja spricht sich die Firma Hoffmann-La Roche für die Ansiedlung des Sonderabfallentsorgers Zimmermann auf dem BASF-Areal aus. Via Aushang wurde den eigenen Mitarbeitern die Haltung des Pharmakonzerns verdeutlicht. Darin wird betont, dass sich die Industrieunternehmen am Ort für einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Industriestandort einsetzen. "Seit mehr als einem Jahrhundert hat dies in Grenzach-Wyhlen zu Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen, Wohlstand und einem funktionierenden Zusammenleben mit einer einzigartigen Infrastruktur für die Gemeinde geführt."

Als Industriestandort-Partner hat Roche umfängliche Information und Akteneinsicht zu den Zimmermann-Plänen erhalten. "Wir konnten uns vergewissern, dass alle Richtlinien betreffend Umwelt und Gesundheit, wie beispielsweise Emissionsschutzrichtlinien, eingehalten werden. Wir gehen deshalb davon aus, dass durch die potentielle Industrieansiedelung die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht beeinträchtigt wird. Roche hat somit keinen Einspruch gegen die Ansiedlung eingelegt", heißt es in dem Positionspapier.

Auch Roche sei ein Industrieunternehmen, das bei seiner Produktion biotechnologischer Arzneimittel und Diagnostika Abfälle verursacht, die gesondert in speziellen Entsorgungseinrichtungen wiederaufbereitet werden. "Einer solchen Kreislaufwirtschaft können und wollen wir uns nicht verweigern, da dies auch eine Entscheidung gegen unser Industriemodell wäre", wird betont. Roche zeigt zwar "Verständnis für mögliche Sorgen und Befürchtungen" der Bürger, "dennoch haben wir ein ebenso berechtigtes Interesse an einem zukunftsfähigen Industriestandort mit entsprechenden Arbeitsplätzen. Dazu gehört auch die Ansiedelung jener Industrieunternehmen, die Teil der Kreislaufwirtschaft unserer Unternehmen sind", wird betont.