Schönes aus Wolle unterm alten Nussbaum

Danielle Hirschberger

Von Danielle Hirschberger

Mo, 11. Juni 2018

Grenzach-Wyhlen

Die AWO-Gruppe "Flinke Finger" bot erstmals im Emilienpark ihre selbstgemachten Sachen an / Erlös geht an den Tafelladen.

GRENZACH-WYHLEN. Im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gibt es eine rege Gruppe, die sich "Flinke Finger" nennt. In dieser Abteilung stricken und häkeln junge und ältere Damen für sich oder zu Gunsten eines sozialen Projekts (die BZ berichtete). Viele bunte Decken und warme Socken stapeln sich bereits im Lager und die Zeit bis zu den beliebten Weihnachtsmärkten ist noch lange. Deshalb beschloss die Gruppe im Sommer einen Hobbymarkt ins Leben zu rufen, der jetzt erstmals unter dem großen Nussbaum stattfand.

Die Leiterin der aktiven Gruppe ist Regina Pfirrmann. Ihr standen acht Helferinnen zur Seite, die entweder am eigenen Stand die tollen Produkte anboten oder sich aber um das leibliche Wohl der Hobbykünstlerinnen kümmerten. Diese kamen aus Efringen-Kirchen, Weil am Rhein, Schopfheim, Rheinfelden und Grenzach, sie packten begeistert im schönen Emilienpark im Freien ihre Waren aus. Auch der Verein "Hilfe für Ostsumba" aus Rheinfelden durfte am Hobbymarkt teilnehmen.

Kopfzerbrechen bereitete Pfirrmann die Schlechtwettervariante. Was tun, wenn ein Platzregen droht? Der Hobbymarkt müsste dann in die Seniorenresidenz verlagert werden, dort ist der Platz begrenzt. Bei der Premiere am Samstag war zwar kein Ausweichen nötig, denn das Wetter blieb schön: Aber da der Markt zu einer Institution werden soll, sucht Pfirrmann noch nach guten Lösungen.

"Ich konnte schon stricken, bevor ich überhaupt in der Schule war. Meine Enkelinnen können es bis heute nicht", stöhnte eine Helferin, sie strickt fantastisch Socken in allen Größen. "Wir möchten altes Handwerk weiter geben", sagte Pfirrmann, deren nächstes Projekt die Gründung einer Handarbeitsgruppe in "Kittys Welt" sein wird, ein Spezialgeschäft für Wolle, das im Herbst eröffnet wird. In Kooperation mit Geschäftsinhaberin Brigitte Bienöder sollen vor allem junge Frauen für die alten Techniken begeistert werden.

Die Aktion der AWO ist nicht gewinnorientiert, vom Erlös des ersten Sommer-Hobbymarktes wird der Tafelladen in Rheinfelden unterstützt.