Seit 40 Jahren Klammer der Gemeinde

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Fr, 15. Juli 2016

Grenzach-Wyhlen

Ein Festtag zum 40-jährigen Bestehen des Schulzentrums zwischen Grenzach und Wyhlen findet am kommenden Samstag statt.

GRENZACH-WYHLEN. Wie doch die Zeit vergeht, nun wird das Schulzentrum schon 40 Jahre alt. Ein Jahr nach der Fusion von Grenzach und Wyhlen zu einer Gemeinde nahm der damals Bildungszentrum genannte Schulkomplex seine Arbeit auf. Der Geburtstag wird in der nächsten Woche gefeiert.

Das Bildungszentrum zwischen den Ortsteilen hatte gleich zwei Vorteile. Einmal förderte es das Zusammenwachsen der beiden Orte zu einer Gemeinde. Andererseits wäre wohl das damalige Progymnasium in Grenzach ebenso wenig haltbar gewesen, wie in Wyhlen eine neue Realschule hätte eingerichtet werden können. So aber hatte die neue Gemeinde beide Schulformen.

In einer Festschrift zum 20-jährigen Bestehen schrieb der damalige Schulleiter des Gymnasiums und heutige Ehrenbürger, Erhard Richter, dass die Gemeinde unter abnehmender Schülerzahl leide. Heute ist die Tendenz genau umgekehrt, derzeit besuchen rund 900 Schüler die beiden Schulen und werden dort von etwa 80 Lehrern unterrichtet. "Unsere Zusammenarbeit ist wirklich sehr unkompliziert", beschrieb der Leiter der Realschule, Christoph Bigler, den Alltag. "Heute ist das Schulzentrum zu klein, von der Raumnot sind Gymnasium und Realschule betroffen". Auch die vor einigen Jahren vollzogene Aufstockung des Gebäudes reicht nicht mehr aus. Derzeit verfügt das Gebäude über knapp 40 Räume. Deshalb werden rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres Container für vier Klassen aufgestellt. Dennoch, die Stimmung im Schulzentrum ist sehr gut.

"Mit unserer Ausbildungsbörse haben wir uns weit aber die Gemeinde hinaus Ansehen erworben", beschreibt Manfred Stratz, Direktor des Lise-Meitner-Gymnasiums die Zusammenarbeit. "Wir nutzen alle möglichen Synergieeffekte." In den Bereichen Musik und Sport ist die Kooperation besonders eng.

Anlässlich des Jubiläums veranstalten beide Schulen am Samstag nächster Woche einen Festtag. Von 10 bis 16 Uhr stellen Lehrer, Schüler und Eltern das Schulzentrum vor. Dabei bietet sich eine gute Gelegenheit, die Ausstattung des Schulzentrums zu erleben. Interessant sind dabei die erst in diesen Tagen eingerichteten Klassenräume mit neuer Medienausstattung. Die so genannten "Whiteboards" ermöglichen nicht nur kreidefreies Schreiben, sondern auch Datenübertragung aus nahezu allen Quellen, Projektionen in vielerlei Formen und auch die Speicherung von Informationen am Ende einer Unterrichtsstunde, so dass zur nächsten Stunde an gleicher Stelle weitergemacht werden kann.

Die Schüler präsentieren am Samstag etliche Projekte, etwa über Partnerschaftskontakte, Sport-, Musik- oder Textaufführungen. Alle Fachbereiche gestalten Vorführungen. Für die Eltern der Schüler sind intensive Einblicke in die Arbeitsformen der Schule möglich.

Wie Anna Gerbel und Florian Wiest, Schülersprecher des LMG und der Realschule, im Pressegespräch erzählen, hatten die Schülervertretungen bei einem gemeinsamen Hüttenwochenende ihre Projekte erarbeitet. Die gesamte Bewirtung der Besucher bereiten die Elternbeiräte vor. Den Schulen wäre dies gar nicht möglich gewesen. So sorgen die Elternvertreter für ein ausreichendes Imbiss- und Getränkeangebot. Beide Schulleiter bedankten sich bereits im Voraus für die breite Unterstützung vieler Helfer, ohne die der Festtag nicht auszurichten wäre. Eingeladen sind die Eltern der Schüler, aber auch alle weiteren Interessenten sowie ehemalige Schüler und Lehrer.