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21. April 2010

Alles dreht sich um Liebe

Themenabend anlässlich einer Soirée des Gundelfinger Kunstvereins im Rathausfoyer.

  1. Liederabend Gundelfingen Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. "Unsere Liebe ist etwas Leichtes, wie die Wege der Sonnenuntergänge". Sehnsüchtige Zeilen zu Beginn eines vom Gundelfinger Kunstverein engagierten Liederabends, standen am Sonntagabend auf dem Programm. Dargeboten wurden die Liebeslieder im Gundelfinger Rathausfoyer von Dorothea Rieger (Sopran) und Thomas Lefeldt (Klavier).

In den wunderschön vorgetragenen Liedern, die zum Teil aus der Feder von Gabriel Fauré stammen, wimmelte es nur von Liebesschwüren, duftenden Blumen und blauem Himmel. Zärtlich besang die Sängerin die "Morgenröte" oder die "Liebe". Liebeslyrik stand auch bei Mathilde Wesendonk im Vordergrund: Ihre "Fünf Gedichten" wurden schon von Richard Wagner vertont. Hinreißend sang Rieger daraus unter anderem die "Träume aus den Studien zu Tristan und Isolde".

Der berühmte und sehr anspruchsvolle Liederkreis von Robert Schumann nach den Gedichten von Joseph von Eichendorff stand danach auf dem Programm. Eröffnet wurde der Zyklus von der Sängerin mit dem Lied "In der Fremde". Das "Intermezzo" danach komponierte Schuman in der Liebestonart A-Dur. Dieses zweite Lied basiert auf einem Gedicht, das Eichendorff wohl für seine Verlobte Luise von Larisch verfasst hatte.

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Die nach dem "Waldesgespräch" folgende "Stille" handelt von unterdrückter, aber innerlich explodierender Liebe. Die "Mondnacht" ist wohl das bekannteste Lied des Zyklus’, weil Musik und Dichtung sich hier auf eine einzigartige Weise ergänzen. Ende des ersten Teils des Liederkreises war die "Schöne Fremde".

Der Anfang des zweiten Teils machten die Stücke "Auf einer Burg" und "In der Fremde". In "Wehmut" werden die Lieder mit jenen der Nachtigall verglichen und das Lied "Im Walde" glich einer lebendigen, fröhlichen Jagd-Szene. Das ekstatische Ende setzte das letzte Lied "Die Frühlingsnacht".

Ulrike Bach, Vorsitzende des Kunstvereins, appellierte an die Künstler unter den Zuhörern, nun das Gehörte in sichtbare, in Bildende Kunst umzusetzen. Somit könnte der Abend eine Fortsetzung in Form einer Ausstellung bekommen.



Autor: Andrea Steinhart