Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. Februar 2011

Ein Jahr voller Kultur

BZ-INTERVIEW mit Ulrike Bach, der Vorsitzenden des Gundelfinger Kulturvereins.

  1. Ulrike Bach Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. In der Breisgauer Kunstszene ist Gundelfingen keine Unbekannte. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Kunstverein, der am Donnerstag tagte und mit seinen vielfältigen Aktionen schon die verschiedensten Künstler nach Gundelfingen brachte. Im Interview mit BZ-Mitarbeiterin Andrea Steinhart beschreibt Ulrike Bach, die Vorsitzende des Kunstvereins, die Arbeit des Vereins und die aktuelle Stellung des Vereins in der Gemeinde.

BZ: Frau Bach, wieder ist ein kulturelles Jahr des Kunstvereins Gundelfingen zu Ende gegangen. Welche Veranstaltungen waren denn besonders erfolgreich und welche hatten Ihnen denn Kopfschmerzen bereitet?

Ulrike Bach: Um gleich mit der letzten Frage zu beginnen: Kopfschmerzen hat mir keine Veranstaltung gemacht. Die vielen Ausstellungen, das Konzert mit "Anprall", die israelischen und jüdischen Lieder, eine Lieder-Matinée und die Lesung über Frida Kahlo – alle unsere Veranstaltungen waren gut besucht. Darauf sind wir auch stolz.

BZ: Sie und Ihre Mitorganisatoren schaffen es immer wieder, professionelle Kunstwerke, die schon in namhaften Galerien zu sehen waren, und solche von Anfängern in das Jahresprogramm aufzunehmen. Gibt es bei den etablierten Künstlern, zumal wenn sie aus Berlin, Dresden oder Leipzig kommen, nicht manchmal Vorbehalte hier im Gundelfinger Rathaus auszustellen?

Werbung


Bach: Nein, denn die Aussteller lesen ja vorher schon in unserem Internetauftritt, was unser Kunstverein so macht und was er in den vergangenen 26 Jahren schon geleistet hat. Daraufhin bewerben sich dann die Künstler bei uns. Wir könnten fast ununterbrochen das ganz Jahr über Veranstaltungen anbieten – ich muss öfters die Kunstschaffenden vertrösten.

BZ: Wie beurteilen Sie denn die Stellung des Kunstvereins in Gundelfingen? Fühlen Sie sich in der Gemeinde unterstützt – oder eher doch für sich und allein?

Bach: Die Gemeinde unterstützt uns sehr, sie stellt uns vor allem die Räume zur Verfügung. Das Rathaus wurde ja eigens dafür konzipiert, dort Ausstellungen durchführen zu können.

BZ: Was sind Ihre Pläne für das Kunstjahr 2011?

Bach: In diesem Jahr haben wir fünf Ausstellungen, wobei im November wieder die Mitglieder ihre Kunstwerke zeigen können. Jetzt am Sonntag (13. Februar, A.d.R.) findet gleich ein sogenanntes Lyriktheater statt mit Lisbeth Felder und Karl Heinz Maurer. Dann gibt es im Mai einen Johann-Peter-Hebel-Tag mit Musik von Stefan Pflaum und Raimund Sesterhenn. Es folgen im Laufe des Jahres noch drei weitere Veranstaltungen, unter anderem ein Konzert mit Jugendlichen.

BZ: Und gibt es Veränderungen?

Bach: Es standen keine Wahlen an, aber wir versuchen weiterhin, auch zu unseren rund 100 Mitgliedern mehr jüngere Leute zu gewinnen.

BZ: Und mit welchen Aktionen will dies der Gundelfinger Kunstverein in Angriff nehmen?

Bach: Wir versuchen, mit den Kunstlehrern der örtlichen Schulen Kontakt aufzunehmen. In den vergangenen Jahren haben wir zudem, auch um jugendliche Künstler zu fördern, junge Musizierende eingeladen – das gilt auch für das Konzert im Oktober, bei dem ein jugendliches Streichquartett auftreten wird.

Weitere Informationen unter http://www.kunstverein-gundelfingen.de

Autor: ast