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09. November 2012

Farben, Formen, spielerische Fantasie

Die Mitglieder des Gundelfinger Kunstvereins stellen ihre Werke zurzeit im Foyer des Rathauses aus.

  1. Kunstverein Gundelfingen zeigt bis 5. Dezember Werke der kunstschaffenden Mitglieder Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Der Gundelfinger Kunstverein präsentiert ein weiteres Mal das Beste was er hat – die Kunst seiner Mitglieder. Bilder, Quillts und plastische Arbeiten von 26 Kunstschaffenden sind bis 5. Dezember im Gundelfinger Rathausfoyer zu sehen. "Es macht mir ganz große Freude, die Bilder und Werke anzusehen", sagte Bürgermeister Reinhard Bentler bei der Vernissage am Mittwochabend.

Gundelfinger Bürger können derzeit wieder beachtliche Werke verschiedener Kunstvereinsmitglieder und somit unterschiedlichster Vorlieben und Neigungen bezüglich Technik- und Motivauswahl bewundern. Mit Porträts, Landschaften, abstrakter Kunst und Skulpturen locken die Aussteller in die neue Schau. Jeder zeigt dabei seine besten Arbeiten: Die einen lieben es, ihre Bilder abstrakt mit Strukturen zu gestalten, die anderen bevorzugen Blumen, Personen oder Stadtszenen. Auffallend, trotz der extrem großen Variationsbreite der Themen und Techniken, ist der fröhliche Charakter der Ausstellung. Vorherrschend ist ein Eindruck von Heiterkeit, Klarheit und spielerisch schweifender Fantasie bis hin zu Humor – etwa bei den Bildern von Dieter Dörle. Er zeigt großformatige, grell-bunte Frauen – einmal als "Ballett-Tänzerin", ein zweites Mal, als "Tänzerin zu Gitarrenklängen".

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In der Ausstellung können die Besucher die "Mondfrau" von Hilde Zimmermann und zwei Werke von Delia Goering bestaunen oder verblüfft vor der grünen oder blauen "Pforten" von Stefan Bohl stehen bleiben. Martina Sailer zeigt gemalte Details aus "Havanna" und das neue Kunstverein-Mitglied, Jürgen Köhler präsentiert "Straßen in Saigon". Die graphischen Formen aus der Hand von Gisela Findel-Tölke nach Verreibungen sind als homöopathische Bilder einzuordnen. Beindruckend sind auch die Werke von Anna Huber. Sie zeigt klassische Waldlandschaften mit tiefblauen Seen, in denen sich der Waldrand spiegelt. Auch Helga Drumm-Herrel und Heidelore Hartmann präsentieren Bilder aus der Natur.

"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser" ist das gelungene Werk von Mona Augsburg betitelt. Erika Gothe van der Zwaag schrieb in kunstvoller Handschrift Verse von Hermann Hesse aufs Papier und übermalte diese mit einem riesigen Baum. Hans-Werner Drawin porträtiert einen Bratschisten, eine Geigerin und einen Cellisten. Barbara Ostwald Kunstwerke sind nicht in Öl, Aquarell oder Acryl gemalt – sondern mit Stoff. Ihre Technik ist der Quillt. Auch Isabell Wiessler stellt Kunstwerke aus Stoff her und lässt harmonisierende Farben beschwingt ineinander fließen. Wilma Bühler malte noch mit Pinsel und Farben und zeigt neugierig dreinschauende Eulen. "Rauhnächte" hat Ruth Caspar ihr Bild getauft, während Brigitte Goeckes Bilder keine Namen tragen. Die klassische Kunst der Stillleben zeigen Doris Wollandt-Andrée und Erika Morell.

Collagen präsentiert auch dieses Jahr wieder die Künstlerin Margot Busch. Wessen schönes Antlitz das Portrait "M.J." von Wolfgang Peter Woseipka zeigt, verrät er nicht. Anders Roderich Brandsch, dessen Bild "Die Hochzeit" sich den Werken von Gustav Klimt annähern. Bunt und überdimensional ist das Zahnpasta-Bild von Hans-Peter Friedrich. Franz Quitter zeigt Blumenbilder, die in der Vitrine ausgestellt werden und Christina M. Lotz hat eine Reihe Schönheiten aus Sandstein, Alabaster oder Steatit erschaffen.

"Ich bin beeindruckt", erklärte Bürgermeister Reinhard Bentler. Mit den Ausstellungen und der bunten Palette interessanter und origineller Veranstaltungen, hat sich der Kulturverein Gundelfingen weit über den Gundelfinger Raum hinaus bekannt gemacht, lobte er. "Sie sind die kulturelle Bereicherung der Gemeinde". Für die musikalische Begleitung der Vernissage sorgten Liselotte Reaves (Cello) .

Hinweis: Die Ausstellung im Rathaus kann von montags bis freitags zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

Autor: Andrea Steinhart