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05. April 2013

Kreative Bilder und coole Musik

"Der Weg ist das Ziel": Die Hartheimer Künstlerin Mona Augsburg bringt Frühling ins Gundelfinger Rathaus.

  1. Mona Augsburg zeigt in Gundelfinger ihre Werke Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Das Gundelfinger Rathausfoyer hat frühlingshafte Akzente erhalten. Seit Mittwoch zieren Malereien der Hartheimer Künstlerin Mona Augsburg auf Einladung des Kunstvereins Gundelfingen das erste Haus im Dorf. Bis zum 2. Mai ist die Ausstellung "Der Weg ist das Ziel" zu sehen, in die Ulrike Bach, Vorsitzende des Kunstvereins detailliert einführte.

"Alles was man tut im Leben hinterlässt Spuren, so auch bei der Malerei", sagte Mona Augsburg bei der Vernissage. Ihre Bilder zeugen davon. Ein Thema, das sie fasziniert, sind Steine. Sie entlocken ihr Farben, Grautöne, Grüntöne, weiß, grau. "Steine nehmen mich gefangen, Steine in all ihrer Vielfältigkeit, Starke, Härte und in ihrer Vergänglichkeit."

Doch nicht nur Steinbilder werden gezeigt, sondern auch Landschaften, Katastrophen etwa im Bild "Fukushima", beschäftigen sie, was sie dann auch in einem kreativen Prozess bildnerisch gestaltet. "Während des Malens tauche ich völlig ein in ein von mir gewähltes Projekt", erzählte die Künstlerin.

Zu Beginn ihrer intensiven Malerei waren die Themen facettenreich wie das Leben. Vor allem auf Reisen erhielt sie ihre Inspirationen, die sie in Öl und altmeisterlicher Technik ausführt. Nach der Ölmalerei sind Acryl, Collagen und Sande von fernen Stränden hinzugekommen.

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Ob sie realistisch, impressionistisch oder surreal malt und ob das Bild in Acryl mit reinen Pigmenten, in Öl, Kohle oder Aquarell ausgearbeitet wird, ergibt sich aus dem Motiv und der jeweiligen Stimmung. Zum Beispiel beim Bild "Fisch in Koralle", ein Öl-Acryl-Gemälde, mit dem sie den ersten Preis einer Ausschreibung in Hartheim gewann.

Neben der Maltechnik sind der Künstlerin auch die Titel der Bilder wichtig, weil sie gern dem Betrachter mitgeben möchte, was sie beim Entstehen der Bilder gedacht hat, erklärt Mona Augsburg. "Jeder kann aber auch seine eigene Sichtweise in einem Bild finden."

Die Künstlerin wurde 1953 in Kandern geboren. Inspiriert durch die Zeichnungen des Vaters, hat sie schon als Kind die Liebe zur Malerei entdeckt. Bis 2002 war sie Chefsekretärin und gab dann zu Gunsten der Malerei ihren erlernten Beruf auf. Sie belegte fünf Semester das Fach Kunst an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und besuchte zahlreiche Kurse, Sommerworkshops und Lehrgänge bei namhaften Künstlern. 2007 eröffnete sie ein kleines Atelier.

Eine besondere, experimentelle Art Cello zu spielen, erlebten die Gäste der Vernissage. Maren Pardall legte bei ihren eigenen komponierten Stücken verschiedene Schichten der Musik übereinander mit Hilfe eines "Loop-Gerätes", das in einer Endlosschleife das zuvor aufgenommene wiedergab. So erklangen vier Celli und mehrere Stimmen gleichzeitig, nur von Maren Pardall gespielt und gesungen.

Info: Die Ausstellung im Rathaus kann montags bis freitags zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

Weitere Infos: im Internet unter http://www.kunstverein-gundelfingen.de

Autor: Andrea Steinhart