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10. Mai 2014

Kunstobjekte als echte Hingucker

Gundelfinger "Zeitfenster".

  1. Ausstellung „Zeitfenster“ im Gundelfinger Rathaus / Maxim Wakultschik zeigt seine Bilder Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN (ast). Werke des Objektkünstlers Maxim Wakultschik sind zurzeit im Rathausfoyer zu sehen. Die dabei gezeigten Werke sind echte Hingucker: Seine neorealistischen Bilder lassen in das Geschehen von Zug- und Flugzeugfenster schauen.

"Sind das großformatige Fotografien?" Man muss ganz genau hinschauen, um zu sehen, dass die 20 Exponate im Rathaus des aus Weißrussland stammenden Künstlers Wakultschik klassische realistische Malerei ist. Die Bilder beeindrucken durch die fotorealistische Darstellung der Gesichter. "Dabei reduziere ich Details und unwesentliche Teile im Bild, um die Wirkung und Aussage des Bildes zu verstärken", erzählt der Künstler bei der Vernissage. "Und ich suche lange, bis die Farbe im Bildgefüge stimmt und leuchtet."

Zuerst fällt der Blick auf eine junge hübsche Frau. Die brünette Unbekannte lehnt sich aus dem Zugabteil und wirft gedankenversunken einen Blick auf den Bahnsteig. Auf wen sie wartet oder an wen sie denkt, weiß man nicht. Wakultschik gelingt es mit seinen Werken, die Aura und Ausstrahlung von Menschen nachzuempfinden. Ein geschicktes Spiel der Farbnuancen und des Lichtes setzen dabei die Sinnlichkeit in den Mittelpunkt. "Jedes Bild hat eine Geschichte – der Weg, die Reisen, die Zukunft oder die Erwartung", sagt er im Gespräch mit Ulrike Bach, der Vorsitzenden des Kunstvereins.

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Außergewöhnlich ist auch das Material der Rahmen: aluminiumfarbene Fenster wirken wie große Flugzeug- oder Zugfenster. So wird der Gang durch die Ausstellung wie ein Gang durch Zugabteile, und der Betrachter selbst beobachtet Szenen der Reisenden: entspannte und ernste Gesichter, Schlafende oder Menschen im Gespräch. "Die Menschen sind neugierig und lieben es, in fremde Fenster zu blicken", weiß der Künstler. Die hohe ästhetische Qualität der Werke zieht jedenfalls den Betrachter magisch an.

Hinweis: zu sehen im Rathaus bis 2. Juni, montags bis freitags 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr.

Autor: ast