"Mein Highlight der Vorbereitung"

Felix Gieger

Von Felix Gieger

Do, 27. Juli 2017

Handball Allgemein

BZ-INTERVIEW mit Domenico Ebner, Handball-Torhüter der SG Bietigheim, über das Trainingslager, Ex-Klubs und alte Kontakte.

HANDBALL. Es ist eines der Handball-Highlights in der Region. Am Freitag, 4. August, 19 Uhr, findet in der Sporthalle March ein Testspiel zwischen dem Zweitligisten SG Bietigheim und dem ukrainischen Champions-League-Teilnehmer HC Zaporozhye statt. Einer wird dabei im Blickpunkt stehen: Domenico Ebner. Der Torhüter – seit einem Jahr in Bietigheim und vorher fünf Jahre bei der SG Köndringen-Teningen – begann seine Karriere beim TSV March und kehrt für das Trainingslager vorübergehend zurück. BZ-Mitarbeiter Felix Gieger hat mit ihm gesprochen.

BZ: Herr Ebner, am 4. August laufen Sie wieder in March auf, wo Ihre Handballkarriere begonnen hat. Haben Sie das so eingefädelt?
Ebner: Das kam eher per Zufall zustande. Die Verantwortlichen aus March hatten Bietigheim kontaktiert, dass sie gerne ein Testspiel von uns ausrichten würden. Dabei hatte sich dann herausgestellt, dass wir gerade auf der Suche nach einem Standort für unser Trainingslager waren. Das findet nun in March statt, was mich sehr freut. Und dass es mit dem Testspiel gegen einen so hochkarätigen Gegner klappt, ist natürlich super. Das Trainingslager wird auf jeden Fall mein Highlight der Vorbereitung.

BZ: Haben Sie auch sonst noch Kontakt zum Marcher Verein?
Ebner: Der Kontakt ist nie abgerissen. Zurzeit herrscht natürlich ein reger Austausch, da ich bei der Organisation des Trainingslagers und des Spiels mithelfe. Aber auch privat stehe ich mit Spielern in regelmäßigem Kontakt. Wenn ich frei habe, versuche ich das eine oder andere Spiel der Jungs in den heimischen Hallen zu sehen. Ansonsten trifft man sich im Ort, auf Turnieren oder im Training. Dann stelle ich mich auch ins Tor – und die Jungs werfen ein paar Siebenmeter.

BZ: Hier in der Handballregion kennen Sie die meisten wohl eher als Keeper der Teninger Drittliga-Mannschaft. Vor einem Jahr haben Sie die SG in Richtung Bietigheim verlassen. Wie war die Umstellung, und wie lief das erste Jahr?
Ebner: Die größte Veränderung waren auf jeden Fall die acht Trainingseinheiten pro Woche, die ich so nicht gewohnt war. Und die Spieler in der zweiten Liga sind individuell stärker und athletischer. Als Torwart habe ich das direkt in den ersten Einheiten an den Würfen zu spüren bekommen. In der Saison habe ich dann aber auch meine Chancen erhalten und gute Spiele gezeigt. Ich fühle mich sehr wohl in Bietigheim. Auch den Auszug von Zuhause habe ich durch meinen WG-Mitbewohner gut hinbekommen.

BZ: Verfolgen Sie denn auch noch die Geschehnisse rund um die Teninger Ludwig-Jahn-Halle?
Ebner: Ja, auf jeden Fall. Mit vielen der Spieler und vor allem mit Ole Andersen (Trainer der SG; Anm. d. Redaktion) habe ich viel Kontakt und habe in unserer Sommerpause eine Woche dort mittrainiert. Die gesamte Zeit in Teningen war für mich sehr prägend, dort habe ich den Einstieg in den Männerbereich geschafft. Und die Mannschaft ist einfach eine super Truppe mit vielen jungen Spielern. Ich bin froh, dass sie vergangene Saison den Klassenerhalt so früh klargemacht haben.

BZ: Auch in Bietigheim wird vermehrt auf junge Spieler gesetzt – in der abgelaufenen Spielzeit wurde der Aufstieg knapp verfehlt. Wohin geht der Weg in der kommenden Saison?
Ebner: Wir müssen die Abgänge von drei Leistungsträgern verkraften, die – passend zur Philosophie der SG BBM – durch junge Spieler ersetzt wurden. Zudem denke ich, dass die Liga nächstes Jahr von der Qualität her noch stärker wird als in der vergangenen Saison. Aus der ersten Bundesliga kommen drei starke Absteiger, und auch die Aufsteiger sind sehr ambitioniert. Wir haben uns dennoch zum Ziel gesetzt, am Ende in der oberen Tabellenhälfte zu stehen. Den Aufstieg werden wir in den nächsten Jahren angehen.