Infoabend zu Sendemasten im Januar

Michael Haberer

Von Michael Haberer

Fr, 02. Dezember 2016

Herbolzheim

Mobilfunkdebatte in der Stadt.

HERBOLZHEIM (iwi). Seit geraumer Zeit sorgen Mobilfunksender für Aufregung in der Stadt. Die evangelische Kirche lässt einen Sender im Kirchturm installieren und die Stadt sucht einen Standort für den Sendemasten, der jetzt auf dem früheren Krankenhausareal steht. Vorgesehen ist dafür die Schrebergartenanlage am Bleichedeich bei der Breisgauhalle. Gegen beide Absichten haben sich Bürgerinitiativen formiert. In beiden Fällen fordern die Bürger die Stadt auf, gegen das Vorhaben einzuschreiten oder einen anderen Standort zu wählen.

Die Bürgerinitiative gegen den Sender im Kirchturm schlägt den von der Stadt ins Visier genommenen Standort für die Lösung ihres Problems vor, während manche Bewohner des Quartiers bei der Breisgauhalle sich vehement gegen diesen Standort wehren und ihn so weit vom Ort wegrücken möchten, wie sie es für nötig erachten.

Damit die Diskussion um die Masten etwas sachlicher wird, soll es im Januar eine Informationsveranstaltung geben. Aber Stadtrat Sebastian Berblinger sieht sich zu wenig vorbereitet für die Diskussion und die letztendliche Entscheidung des Gemeinderates. Am Infoabend würden die Senderbetreiber und die Gegner ihre Argumente vorbringen und er werde am Ende so schlau sein wie jetzt, befürchtet er. Er hofft, durch Fachleute einer unabhängigen Einrichtung sachliche Informationen und Einschätzungen zu bekommen, wie gefährlich die Sender und ihre Strahlungen wirklich sind.

Bürgermeister Ernst Schilling sagte im jüngsten Gemeinderat zu, in der Ratssitzung am 8. Dezember einen Vorschlag zu machen. Da könne der Gemeinderat sehen, was eine Expertenmeinung zu einem Standort kostet und dann entscheiden, ob es dies dem Gremium wert ist.

Zum Kirchturm schränkte er allerdings ein, dass es unterzeichnete Verträge zwischen der Kirchengemeinde und dem Betreiber gebe. Die Kirchengemeinde, die einen Zehnjahresvertrag unterschrieben hat, ließ das Vorhaben ein aufwändiges Verfahren durchlaufen. Nach einjähriger Prüfung, welche Konsequenzen die Strahlung auf die umliegende Wohnbebauung haben könnte, hat die Gemeindeversammlung Anfang März dem Vertrag mit großer Mehrheit zugestimmt.