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15. Februar 2013

Signale sind gut messbar

Tetrafunk-Strahlung des Senders am Riesenbühl soll über Grenzwerten der WHO liegen.

  1. Die Strahlenbelastung wurde am Donnerstag bei der Herrischrieder Eishalle gemessen, von links: Bürgermeister Christof Berger, Funktechniker Ulrich Weiner und Gemeindereferent Reinhard Lang. Foto: Wolfgang Adam

  2. Die Signale des Tetra-Behördenfunks sind in der Mitte zu sehen. Foto: Wolfgang Adam

HERRISCHRIED. Die Herrischrieder Eishalle war Donnerstagmittag Schauplatz einer Strahlenmessung, für die sich Gemeindereferent Reinhard Lang einsetzte und an der auch Bürgermeister Christof Berger teilnahm. "Wir wollten selbst feststellen, ob hier noch Signale von dem Mobilfunkanlagen des Senders am Riesenbühl ankommen", erklärte Lang die von dem Funktechniker und Mobilfunkgegner Ulrich Weiner ausgeführte Strahlenmessung.

Anders, als bei einer vom Regierungspräsidium am 17. Dezember veranlassten Messung an der Eishalle, orteten die zwei von Weiner mitgebrachten Geräte sofort die vom Sendemast ausgehenden Signale des von Mobilfunkgegnern als gesundheitsgefährdend eingestuften Behördenfunks Tetra. "Die Strahlung ist auch an dem vom Sender weiter entfernten Standort Eishalle gut messbar und sie liegt deutlich über den von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerten für Mobilfunksender", betonte Weiner. Wie berichtet, hatten Techniker im Auftrag des Regierungspräsidiums an mehreren Standorten Strahlenmessungen vorgenommen. Nur am Friedhof, der direkt unterhalb des Senders liegt, habe das Gerät einen Strahlenwert angezeigt, der aber 0,0421 Prozent unter den in Deutschland zulässigen Grenzwerten lag, hatte Berger in der jüngsten Ratssitzung gesagt. Bei den weiter entfernten Messstellen an der Eishalle und am Klausenhof seien keine Vergleichswerte mehr registriert worden. Weiners Gerät zeigte indes deutlich die Signale des auf der Frequenz von 392 Megahertz zu ortenden Tetrafunks.

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Berger will nun die Behörden erneut mit den Argumenten der Mobilfunkgegner konfrontieren. Die vorliegenden Ergebnisse einer Bürgerbefragung zu gesundheitlichen Auswirkungen des Tetrafunks erfordern aus seiner Sicht eine Stellungnahme. Dass ein Sachverständiger zu einem Anhörungstermin nach Herrischried kommt, hält Berger für wichtig: "Wenn von dem Senderbetrieb keine Gesundheitsgefährdung ausgeht, dann muss dies die Behörde jederzeit öffentlich begründen können. Alles andere muss bedenklich stimmen." Gemessen wurde gestern auch noch an den Kindergärten Niedergebisbach und Kleinherrischwand sowie an der Schule, jeweils mit ähnlichen Ergebnissen wie an der Eishalle.

Autor: Wolfgang Adam