Wettermix schadet guter Laune nicht

Dieter Maurer

Von Dieter Maurer

Mo, 24. Juli 2017

Hinterzarten

Trachtenkapelle Hinterzarten unterhält beim dreitägigen Bergfest auf der Geiserhöhe die Besucher mit vielfältigen Konzerten.

HINTERZARTEN. Musiker und Freunde der Musik lassen sich auch von schlechtem Wetter, die Stimmung nicht verderben. Trotz kühlen Temperaturen mit zeitweise Regen, Blitz und Donner wurde beim dreitägigen Bergfest der Trachtenkapelle Hinterzarten fröhlich gefeiert. "Insgesamt hatten wir mit dem Wetter sogar noch Glück," befand Vorsitzender Thomas Beha. Sowohl am Freitag als auch am Samstagabend genossen mehrere hundert Besucher das Unterhaltungsprogramm auf der Geiserhöhe und fühlten sich pudelwohl.

Gerne genutzt wurde der kostenlose Shuttlebus vom Bahnhof zum knapp zwei Kilometer entfernt gelegenen Festplatz auf der Windeck. Zur Eröffnung am Freitag gab es Freibier. Beim Feierabendhock trieb Vorsitzender Thomas Beha mit zwei gekonnten Schlägen den Zapfhahn in das von der Brauerei Fürstenberg gestiftete Bierfass. Die frühen Gäste durften den kostenlosen Gerstensaft genießen.

Die Jugendkapelle unter Leitung von Jürgen Völkle und die Happy Juniors Band mit Dirigent Frank König boten über zwei Stunden hinweg ein abwechslungsreiches Konzert. Songs wie "Final count down", "Proud Mary", ,,Trompeten-Echo", "Phantom der Oper", oder auch "Halleluja" luden zum Mitsingen und Mitklatschen ein. Als Zugabe erklang der Ohrwurm Schwarzwaldmarie. Ehrenpräsident und Moderator Oskar Faller freute sich über die vielen Nachwuchsmusiker: "Das garantiert den Fortbestand unserer Orchester."

Auch die Mitglieder der jungen Band Nachspielzeit haben ihre Ausbildung im Blas- oder Akkordeonorchester genossen. Mit ihrem Repertoire aus Indie, Punk, Deutsch-Rock und eigenen Kompositionen lockten Jonas Tritschler (Gesang), Tim König (Leadgitarre), Felix Kapp (Rhythmusgitarre), Tim Völkle (E-Bass), Jonas Schmidle (Keyboard und Gesang) sowie Drummer Samuel Babler vor allem ihre Altersgenossen zu dem in rund 1000 Meter Höhe und von Wald umsäumten Plateau. Die im Oktober 2013 gegründete Band spielte zum vierten Mal beim Bergfest und erntete viel Applaus. Dann betrat die Band True Five Plus die kleine, überdachte Waldbühne. Bandleader und Sänger Gerhard Seifert, die Gitarristen Manfred Blattner und Reinhard Ruf, Drummer Thomas Gut, Bassist und Sänger Markus Winterhalter sowie der aus Titisee-Neustadt stammende Keyboarder Gert Beilstein begeisterten mit ihrer Musik aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Neben hartem Rock-Titeln gehörten auch herrliche Balladen zu ihrem Programm.

Am Samstagabend kamen viele Frauen und Männer im Dirndl, Lederhose oder Tracht. Sie alle erhielten ein Freigetränk. Die Trachtenkapelle mit Dirigent Gottfried Hummel erfreute über zwei Stunden mit Volksmusik und Gesangseinlagen. Bei Stücken wie "Dem Land Tirol, die Treue" stimmte das Publikum mit ein. Ein wenig Hoffnung verband sich mit dem Stück "Die Sonne geht auf".

"Der Schwarzwald bebt" hieß es als das Schwarzwald-Quintett, die Bühne stürmte. Mit fetziger Volksmusik, Schlagern, Party-Hits, Soli, Krainer-Party und Rockmusik "bringen wir die Leute auf die Bänke," so das Versprechen von Trompeter Frank Trenkle. Mit Liedern wie "Wenn es keine Schwarzwälder gäb, müsste man sie erfinden", der Schwarzwaldmarie oder dem immer wieder gern gehörten "Zirkus Renz", gespielt auf Xylophon und Akkordeon, begeisterten sie das Publikum. Hinzu kam ein perfektes Entertainment mit kurzweiligen Anmoderationen und gekonnten Showeinlagen.