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10. September 2009

Vom Modellflieger bis zum Düsenjäger

Der Internationale Flugtag von Hütten ist mit dem Hawker Hunter um eine Attraktion reicher / Am Sonntag Busshuttle von Wehr aus.

RICKENBACH-HÜTTEN. Neun Jahre lang gab es keinen Flugtag in Hütten mehr, am Wochenende kommen Flugfans aber wieder voll auf ihre Kosten. Das Team der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald hat ein spektakuläres Programm für die Neuauflage des ehemaligen Publikummagnets einfallen lassen. Erwartet werden am Wochenende mehr als zehntausend Besucher aus der weiteren Region.

15 Kilometer Absperrband müssen noch gespannt werden, rund 1000 Pflöcke mithilfe von Erdbohrer und Hammer in den Boden gerammt. Die Startbahn wird erst am Freitag gemäht, damit sie am Wochenende wirklich in einem einwandfreien Zustand ist. Gleiches gilt für das Flugfeld der Modellflieger. Hier muss sogar der Handrasenmäher ran, die ferngesteuerten Maschinen verzeihen keine Unebenheiten.

Die letzten Tage vor der Neuauflage des Flugtages in Hütten sind für das Team der Luftsportgemeinschaft und ihre Helfer noch einmal richtig stressig. Überhaupt war die gesamte Organisation ein echter Kraftakt. "Wir mussten ja wieder bei Null beginnen", erzählt Dieter Kupka, zuständig für die Pressearbeit. Nach neun Jahren müssen Kontakte neu geknüpft und Ideen neu geboren werden – und das mit einem neuen und jungen Team. Der jugendliche Enthusiasmus zeige sich auch in den spektakulären Flugvorführungen, die man habe an Land ziehen können, sagt Dieter Kupka. "Grenzen haben wir uns erst einmal keine gesetzt. Einzige Bedingung war, die Vorführungen müssen in der Luft stattfinden und uns gefallen."

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Seit Montag ist klar: Auch ein Düsenflieger wird zu sehen sein

Hauptorganisator Yanik Richter und Dennis Stächelin haben sich viele Flugshows angeschaut und im Internet recherchiert und so nach und nach Highlight um Highlight für den Hotzenwald gebucht. Die letzte – und womöglich spektakulärste – Zusage kam erst am Freitagabend: Der Düsenflieger Hawker Hunter wird an beiden Tagen mit über 1000 Stundenkilometer über den Hotzenwald donnern und rasante Manöver zeigen. "Das war ein Traum, den wir von Anfang an im Kopf hatten. Es ist gigantisch, dass er jetzt wahr wird", sagt Kupka und schickt gleich einen Dank ans Regierungspräsidium nach Freiburg, das die notwendige Genehmigung zeitnah und unkompliziert möglich machte. Die ursprünglich Schweizer Militärmaschine gehört dem Verein Fliegermuseum Altenrhein. Sie startet am Bodensee und ist schon 15 Minuten später über dem Hotzenwald – und das mit ziemlichen Getöse.

Deshalb fällt Dieter Kupka unter anderem Gehörschutz ein, wenn er gefragt, wird, was die Zuschauer denn mitbringen sollen, um einen oder zwei tolle Tage auf dem Flugplatz zu verbringen. Außerdem zählt er Fernglas, Kamera, Klappsessel, Sonnencreme und für den absoluten Notfall auch Regenschutz auf. Nässe von oben könnte den Organisatoren einen dicken Strich durch die Rechnung machen. "Wind wäre kein Problem, aber Regen geht gar nicht", sagt Kupka. Zu viele der zahlreichen Highlights wären gefährdet. Aber die Wettervorhersagen sehen nicht so schlecht aus, die endgültige Entscheidung, ob auf das folgende Wochenende, 19., 20. September ausgewichen wird, fällt heute im Laufe des Tages. Aber auch, wenn die Veranstaltung verlegt wird, müssen die Zuschauer auf keine Attraktion verzichten. Allein der Hawker Hunter wäre dann unsicher.

Autor: Katja Mielcarek