Rathaus Ihringen

Benedikt Eckerle gewinnt die Wahl zum Bürgermeister

Gerold Zink

Von Gerold Zink

So, 22. Oktober 2017 um 20:27 Uhr

Ihringen

Der neue Ihringer Rathauschef heißt Benedikt Eckerle. Der 25-jährige Verwaltungsfachwirt aus dem Münstertal setzte sich bei der Bürgermeisterwahl in der Kaiser stuhlgemeinde überraschend bereits im ersten Wahlgang durch.

Auf Eckerle entfielen 58,76 Prozent der Stimmen. Das neue Gemeindeoberhaupt zeigte sich nach der Wahl überglücklich. Die Wahlbeteiligung lag bei geringen 61,39 Prozent. Auf Platz zwei kam die 49-jährige Astrid Hennies, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Für sie votierten 26,1 Prozent. Auf den 30-jährigen Volkswirt Tobias Holderer aus Breisach entfielen 8,9 Prozent der Stimmen und auf den 35-jährigen Erzieher Heiko Marquart aus Ihringen 6,12 Prozent.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich ein Zweikampf zwischen Eckerle und Hennies angedeutet. Obwohl dem 25-jährigen Münstertäler die etwas größeren Chancen eingeräumt wurden, wurde allgemein doch ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Dass Eckerle nun mehr als doppelt so viele Stimmen wie Hennies bekam, gilt als Überraschung. Ebenso, dass es dem sympathischen Kandidaten bei vier Bewerbern gleich im ersten Wahlgang gelang, über 50 Prozent der Stimmen zu erhalten.

Auszählung ging sehr flott

Im Gegensatz zur Bundestagswahl ging die Auszählung dieses Mal sehr schnell. Bereits vor 19 Uhr wusste zumindest Bürgermeister Martin Obert, wer sein Nachfolger wird. Kurz nach 19 Uhr tagte dann der Gemeindewahlausschuss und gegen 19.15 Uhr gab der noch amtierende Rathauschef das Ergebnis vom Balkon des Ihringer Rathauses bekannt. Obert beglückwünschte Eckerle, zeigte sich aber über die niedrige Wahlbeteiligung von 61,39 Prozent enttäuscht. "Wenn nach 24 Jahren ein neuer Bürgermeister kommt, hätten es schon über 70 Prozent sein dürfen", betonte er.

Vor dem Rathaus hatten sich bereits mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger aus Ihringen und Wasenweiler eingefunden, die den Wahlsieg von Eckerle laut beklatschten und gleich mit einem Glas Wein auf den Ausgang der Wahl anstießen. Dasselbe taten Obert und Eckerle auf dem Rathausbalkon. Dort zeigte sich der neu gewählte Bürgermeister überglücklich. "Ich habe heute noch nicht mit einem Erfolg gerechnet. Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die kommenden 8 Jahre", sagte er. Besonders dankte er seiner Familie und seinen Freunden, "ohne die ich es nicht geschafft hätte".

Glückwünsche von den Gegenkandidaten

Hennies, Holderer und Marquart zeigten sich indes als sehr faire Verlierer und beglückwünschten Eckerle bereits kurz nach der Wahl auf dem Rathausbalkon. "Es hat nicht sollen sein, leider. Das ist bitter, aber das ist Demokratie. Ich danke allen Wählerinnen und Wähler und beglückwünsche Benedikt Eckerle zur Wahl", sagte Astrid Hennies gegenüber der BZ.

Sie wünschte ihm weiter, dass sich die Erwartungen, die mit seiner Wahl verknüpft sind, erfüllen. "Es war ein sehr fairer Wahlkampf und es hat viel Spaß gemacht. Ich wünsche Benedikt Eckerle viel Kraft und alles Gute. Natürlich hätte ich mir mehr Stimmen gewünscht, aber da steckt man nicht drin", sagte Tobias Holderer auf Anfrage der BZ.

"Ich glaube aber, dass Eckerle einen guten Job macht. Wenn nicht, stehe ich auf der Matte" Heiko Marquart
Heiko Marquart hatte sich mehr Zuspruch erwartet, das gab er offen zu. "Ich glaube aber, dass Eckerle einen guten Job macht. Wenn nicht, stehe ich auf der Matte", kündigte er gegenüber der BZ an. Gleichzeitig schloss er nicht aus, bei der nächsten Gemeinderatswahl zu kandidieren.

Der neue Bürgermeister nahm indes schon vor dem Rathaus zahlreiche Glückwünsche entgegen. Musikalisch gratulierten ihm der Fanfarenzug aus Ihringen und die Musikvereine aus Ihringen und Wasenweiler. Der Schützenverein feuerte Salutschüsse ab. Der Bauhof hatte eine schöne Tanne besorgt, die von der Landjugend geschmückt worden war. Die Feuerwehr stellte diese dann fachmännisch vor dem Rathaus auf. Mit einem kleinen Umzug wurde der neue Rathauschef dann zur Feier in die Kaiserstuhlhalle geleitet, wo er traditionell die Bürger zu einem Umtrunk einlud.